12.11.2011, 14:12 Uhr | bv
Der irische Unternehmer Seán Quinn, der vier Milliarden Euro schwer gewesen sein soll und als reichster Mann Irlands galt, ist nun offenbar praktisch mittellos. Das schreibt die Zeitung "Irish Times" unter Berufung auf seinen Anwalt, John Gordon. Demnach hat Quinn in Belfast (Nordirland) überraschend einen Antrag auf Privatinsolvenz gestellt. Seine Hausbank, die ehemalige Anglo Irish aus Irland, ist sauer.
Der Anwalt teilte mit, dass Quinn kein Einkommen habe und sich sein Vermögen nur noch auf geschätzte 50.000 Pfund belaufe - etwa 55.700 Euro. Weitere Besitztümer gebe es nicht, auch seine Frau habe keine. Lediglich seine Kinder besäßen das Haus, indem er lebt. Das hätten sie aber bereits vor Jahren gebaut und selbst bezahlt.
Die Quinn Group habe bereits im Juli die Gehaltszahlungen an den 65-Jährigen gestoppt und er habe bisher noch nicht seine Pension beansprucht, die sich allerdings auch nur auf 10.000 Pfund jährlich belaufe, wie Anwalt Gordon laut "Irish Times" sagte.
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Quinn hatte sein Vermögen zunächst im Baustoffhandel gemacht. Später schuf er mit der Quinn Group ein verschachteltes Imperium mit Unternehmen aus allen möglichen Bereichen: Gelistet werden Aktivitäten im Energiesektor, Chemie-, Glas-, Gesundheits- und Umweltbereich. Auch Versicherungen und Immobilien wie Hotels gehören dazu.
Doch am Ende brach Quinn sein Engagement bei der Anglo Irish Bank finanziell das Genick, mit der er sich offenbar eng verwoben hatte. Im Lauf der Zeit soll er mit Hilfe hochriskanter Kontrakte heimlich einen 28-prozentigen Anteil an der Bank zusammengekauft haben. Laut Quinns Anwalt hatte die Bank jedoch die Kontrolle über das Imperium übernommen und es heruntergewirtschaftet. Quinns Schulden belaufen sich demnach auf 2,9 Milliarden Euro, von denen er aber nur 466 Millionen Euro anerkannt habe.
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Die Anglo Irish hatte aber auch genügend eigene Probleme. Sie musste 2009 im Zuge der Finanzkrise verstaatlicht werden, heißt seit kurzem Irish Bank Resolution Corporation (IBRC) und wird abgewickelt. Die Bank war stark in Immobilienkrediten engagiert und schrieb zuletzt Milliardenverluste.
Quinn soll sein Unternehmen von Nordirland aus gesteuert haben, was ihm nun bei seiner Privatinsolvenz zupass käme: In Nordirland - einem Teil des Vereinigten Königreichs - kann man die Privatinsolvenz nach einem Jahr überwinden, während es in der Republik Irland zwölf Jahre dauern würde, wie die "Irish Times" aus Dublin schreibt. Auch seine Pension wäre Quinn in Nordirland sicher.
Die IBRC verbreitete deshalb ein galliges Statement, als sie von Quinns Insolvenzantrag im Nachbarland hörte: Man werde den Antrag prüfen und versuchen, so viel Geld wie möglich für den irischen Steuerzahler zurückzuholen. Offenbar hatte die Bank es selbst angestrebt, Quinn in Irland für bankrott erklären zu lassen, doch der kam ihr zuvor.
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Quelle: t-online.de
Hardliner schrieb:
am 12. November 2011 um 18:49:36
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(37)
Kein Mitleid
So sollte es allen gehen, die den Hals nicht voll bekommen.
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Thomas schrieb:
am 12. November 2011 um 18:18:51
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Armer Ire
Am besten ist es irgendwo einen Schlusstrich ziehen bei soviel Geld,aufhören mit Geschäfte,vernünftig denken und sich zur ruhe
setzen. Nicht wissen wo das Ende ist hat vielen superreichen schon den Hals gekostet,aber wenn man den Hals nicht voll genug bekommt.......
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Nachrechner schrieb:
am 12. November 2011 um 18:06:51
(67)
(13)
nonentity schrieb:
"es kann jeden treffen - keiner sollte sicher sein, seinen Wohlstand oder Unwohlstand auf ewig zu besitzen. Es kann
ganz schnell gehen, da ist mann abgerutscht und ganz unten gelandet." => Das solltest Du Die mal überlegen: Im Aldi und bei Neckermann in einem Leben 4 Milliarden € zu verbraten. ( Ausgeschrieben siehen die so aus: 4 000 000 000 € ) ... Ohne Hilfe von Merkel & Schäuble
( Überweisung an Europa o.ä. ) ist das unmöglich !
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