15.07.2010, 15:30 Uhr | AFP
Frauen sind in Führungspositionen nach wie vor nur selten anzutreffen (Foto: Archiv) (Quelle: t-online.de)
Frauen können oder wollen sich in Deutschland nicht stärker in Führungspositionen etablieren. Ihr Anteil in Spitzenjobs stagniert, wie eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt. Während es in den Jahren 2001 bis 2006 zumindest einen leichten Zuwachs gab, sei es damit inzwischen vorbei, teilte das DIW in Berlin mit. Demnach pendelte sich der Anteil von weiblichen Führungskräften auf 27 Prozent ein. Auch beim Gehalt holen weibliche Manager gegenüber den Männern inzwischen nicht mehr auf. Frauen in Führungspositionen verdienen laut DIW 28 Prozent weniger als Männer. Das DIW führt dies vor allem auf die Trennung des Arbeitsmarkts in Männer- und Frauenberufe zurück; in Männerberufen werde mehr gezahlt.
Das DIW hatte nach einer vor neun Jahren von der damaligen rot-grünen Bundesregierung mit den Wirtschafts-Spitzenverbänden geschlossenen Vereinbarung in den Jahren 2001 bis 2006 Daten über die Rolle von Frauen in Führungspositionen verglichen. Diese Untersuchung wurde nun mit neuen Zahlen bis zum Jahr 2008 aufgefrischt. Das beim Abschluss der Vereinbarung formulierte Ziel, den Frauenanteil in den Chefetagen zu erhöhen, könne als gescheitert angesehen werden, schrieben die Verfasser der Studie.
Die stellvertretende SPD-Chefin Manuela Schwesig forderte angesichts dieser Zahlen eine mit drakonischen Strafen verbundene gesetzliche Frauenquote in deutschen Unternehmen. "Vor neun Jahren hat sich die Wirtschaft selbst dazu verpflichtet, dass mehr Frauen in Führungspositionen arbeiten sollen. Aber das hat nichts gebracht", sagte Schwesig der Zeitung "Die Welt". Künftig sollten in Vorständen und Aufsichtsräten von Aktiengesellschaften mindestens 40 Prozent Frauen sitzen. Sei das nicht der Fall, müsse es Strafen bis hin zur Auflösung einer Aktiengesellschaft geben: "Es muss - wie in Norwegen - harte Sanktionen geben. Unternehmen, die sich nicht an die Quote halten, werden dort als Aktiengesellschaft aufgelöst." Geldstrafen würden nicht ausreichen.
Laut DIW sind weibliche Führungskräfte im Schnitt mit 40 Jahren knapp vier Jahre jünger als ihre männlichen Kollegen, ihre Berufserfahrung sei daher etwas geringer. Das größte Karriererisiko stelle für weibliche Manager nach wie vor die Gründung einer Familie dar: In jüngeren Jahren, wenn noch keine Familie da ist, sei der Frauenanteil in den Chefetagen mit 37 Prozent am größten. In der Kernerwerbsphase zwischen 35 bis unter 55 Jahren sinke er dagegen auf 25 Prozent.
Wie das DIW weiter ermittelte, leisten unter den vollzeitbeschäftigten Führungskräften mit Familie deutlich mehr Frauen Familienarbeit als Männer. Immerhin sei aber inzwischen bei knapp jeder zweiten weiblichen Führungskraft die Arbeitsteilung im Haushalt mit dem Partner gleichberechtigt, wenn auch nicht von einem Trend zum Rollentausch gesprochen werden könne. "Im Schnitt übernehmen Männer in Führungspositionen nur 20 Prozent der Hausarbeit in der Partnerschaft, weibliche Führungskräfte hingegen 60 Prozent", erklärte Anne Busch, eine der Autorinnen der Studie.
Quelle: AFP , t-online.de
Beate schrieb:
am 22. Juli 2010 um 10:06:37
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Frauenquote
Es wäre gut,die Frauenquote zu haben. Wo man hinschaut-fast überall " B Vit" - -die großen "Herren" von einer Position in die
Andere-mit fantastischen Gehalt-
Auch in der Politik- 30 -40 Jährige entscheiden über unser Land- keine Erfahrungen-wie können diese jungen Herren verstehen einen HARTZ IV-er ,seine Situation-der keine Netzwerke hat,u.kämpft ums überleben. Die brauchen keine bestimmte Ausbildung-Studium für den bestimmten Resort-man tauscht sich die Funktionen ..Anwälte-Lehrer.......
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blinker schrieb:
am 17. Juli 2010 um 07:52:22
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Frauenproportz
Die Politik sollte sich um ihre Aufgaben kümmern und nicht da eingreifen, wo es der Markt regelt. Wenn eine Frau einen
herausragenden Job macht, dann hat sie auch die Möglichkeit eine Spitzenposition zu bekommen. Frauen nur in Führungspositionen zu bringen, um den Proportz zu wahren, ist unreal. Ich denken, die qualifizierten Frauen sind auf dem Vormarsch, doch was man in der Vergangenheit versäumt hat, kann man nicht über Nacht nachholen. Gut Ding will Weile haben.
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PaulPanther schrieb:
am 16. Juli 2010 um 15:15:53
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@ Chicken
... hä? Quark! Nein nur ein sehr ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden! :) Ihr versteht mich nur einfach nicht.
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