17.08.2010, 10:58 Uhr | Claus G. Schmalholz
Viele Führungskräfte fürchten die nächste Krise. (Bild: Imago)
Topmanager in aller Welt fürchten sich vor einem erneuten Aufflammen der Krise. Kein Wunder: Die meisten haben noch nie harte Zeiten erlebt. In den Führungsetagen der Unternehmen auf der ganzen Welt herrscht die Angst. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des IT- und Beratungsunternehmens IBM unter 1500 Topmanagern. Die Mehrheit (79 Prozent der Befragten) rechnet mit steigender Komplexität des Geschäfts, begleitet von einem explosionsartigen Anstieg der Informationen, die es zu verarbeiten gilt, um Entscheidungen treffen zu können.
Besonders deutsche Manager sehen sich ungenügend auf diese Veränderungen vorbereitet. Das könnte an ihrem eigenen Führungsstil liegen. Denn die Mehrheit der Chefs aus einer internationalen Vergleichsgruppe mit besonders wachstumsstarken Unternehmen pflegt einen Führungsstil, bei dem die Mitarbeiter mittels Überzeugungskraft zu Höchstleistungen angespornt werden.
Einigkeit über alle Unternehmensarten und Branchen hinweg herrscht in der Frage, wie die anhaltende Unsicherheit und die Folgen der Krise zu bewältigen sind. Exakt 88 Prozent der Führungskräfte sagen, dass die engere Verzahnung mit den Kunden entscheidend sein wird für den Erfolg in der Zukunft. Die Topmanager versuchen vor allem neue Kundengruppen zu erschließen. Das Ziel: die Abhängigkeiten von Großkunden verringern und das Geschäftsrisiko streuen. Die Manager versuchen, dichter an den Kunden heranzurücken, um ihm zum Beispiel nicht nur ein Produkt, sondern gleich die komplette Lösung seines Problems zu liefern.
Insbesondere bei mittelständischen Managern ist nach wie vor die Furcht verbreitet, die Lage im eigenen Unternehmen könnte sich plötzlich wieder dramatisch verschlechtern. Viele Führungskräfte fürchten, dass aus einer kleinen Störung noch einmal eine große Krise werden könne, sagt IBM-Berater Frank Zurlino. "Nach nahezu eineinhalb Jahren im Notmodus blickt der Mittelstand heute eher vorsichtig optimistisch nach vorne. "Die Unsicherheit in den Führungsetagen schreibt Zurlino auch der mangelnden Krisenerfahrung der aktuellen Managergeneration zu. "Viele Topmanager standen bei der letzten großen Krise, der geplatzten Internetblase, noch in der zweiten oder dritten Reihe. Die haben so was halt noch nicht erlebt."
Die meisten Führungskräfte versuchen, künftige Herausforderungen mit flexibleren Strukturen zu bewältigen. Die heftigen Nachfrageschwankungen sollen durch einen schnelleren Kapazitätsabbau und -aufbau abgefedert werden, die Atmungsfähigkeit des Unternehmens soll verbessert werden. Natürlich, so Zurlino, habe es Schwankungen in der Auslastung und Auftragslage schon immer gegeben, die Ausschläge seien aber nicht so groß gewesen. Ein Umsatzrückgang von 30 Prozent innerhalb weniger Monate, wie zum Beispiel im Maschinenbau, stelle natürlich jeden Manager vor scheinbar unlösbare Aufgaben.
Quelle: Financial Times Deutschland
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Entdecken Sie die neuen Kollektionen zu Top-Preisen: jetzt online bestellen! zu den Angeboten
Zeigen Sie Flagge - alles für die per- fekte EM-Party in Schwarz-Rot-Gold.
von GINGAR.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Staats- und Regierungschefs be- kräftigen ihre Solidarität. zum Video