19.05.2010, 08:21 Uhr | apn
Topmanager müssen häufig um ihren Job bangen (Foto: imago)
Die Chefsessel der Topmanager werden vor allem im deutschsprachigen Raum zusehends zu Schleudersitzen. Im Krisenjahr 2009 musste mehr als jeder fünfte Vorstandsvorsitzende in Deutschland, Österreich und der Schweiz seinen Posten räumen. Jeder dritte davon ging unfreiwillig. Damit habe die Wechselquote einen historischen Höchststand erreicht, berichtete die Strategieberatung Booz & Company.
Die Unternehmensberater untersuchten die Veränderungen in den Top-Positionen der 2500 weltweit größten börsennotierten Unternehmen. Das Fazit: Nirgendwo sonst wurden 2009 Unternehmenschefs so häufig ausgewechselt wie im deutschsprachigen Raum. 21,3 Prozent der Unternehmenschefs wurden abgelöst. In immerhin einem Drittel der Fälle mussten die Konzernlenker der Studie zufolge unfreiwillig abtreten, etwa wegen mangelnden Erfolges. Der deutschsprachige Raum nahm damit im weltweiten Vergleich eine absolute Sonderrolle ein. Denn in den anderen Regionen veränderte sich die Wechselquote in der Führungsetage trotz der Krise nicht. Sie lag in Europa bei 15,2 Prozent und weltweit bei 14,3 Prozent - und damit praktisch auf Vorjahresniveau.
Die Studie machte außerdem zwei weltweit geltende, aktuelle Trends sichtbar. Aufsichtsräte wählen für Spitzenjobs immer häufiger interne Kandidaten. Und sie räumen den Newcomern immer weniger Zeit ein, um messbare Ergebnisse zu liefern. So verkürzte sich die durchschnittliche Amtszeit der Konzernschefs (CEOs, Chief Executive Officers) im vergangenen Jahrzehnt von 8,1 auf 6,3 Jahre. "Neue CEOs müssen heute innerhalb kürzester Zeit die kriegsentscheidende Strategie entwickeln. Diese muss kurzfristig den Gewinnerwartungen der Aktionäre gerecht werden sowie langfristig Marktanteile und Wachstum sichern", betonte Booz-Sprecher Stefan Eikelmann.
Die weltweit heißesten Stühle standen letztes Jahr der Studie zufolge in den Vorstandsetagen der internationalen Banken und Versicherungen. Doch auch in der Telekommunikationssparte gab es zahlreiche Führungswechsel. Dagegen erwies sich die Pharma- und Gesundheitssparte aus Managersicht als Hort der Stabilität.
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Quelle: dapd , t-online.de
carlos schrieb:
am 19. Mai 2010 um 13:04:37
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arme manager
kann nur sagen, viel zuwenige werden gefeuert. viele bekommen ihre jobs auf empfehlungen und ahnen überhaupt nicht was sie in
dieser firma machen sollen. heute lebensmittel, morgen pharma, übermorgen maschinenbau usw. wenn dann die 2 ebene nicht nur aus kriechern besteht kommen die jungs auf keinen grünen zweig und können die erwartungen der gewinnmitnehmer nicht erfüllen oder fahren den karren in den dreck. aber die abfindung stimmt meistens und die nächste firma wartet schon.
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Heli schrieb:
am 19. Mai 2010 um 12:28:45
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Kein Mitleid
Die Frage sollte sein: Wie viele Arbeitnehmer verlieren ihre Arbeit durch unfähige Manager?
Da diese Schicht es versteht sich
finanziell, durch Verträge, bestens abzusichern, hält sich mein Mitleid schwer in Grenzen. Was machen diese Burschen? Sie drehen in den Firmen an der Schraube der Unmenschlichkeit, von Sicherheit, Qualität und Löhnen, Verlagern zum Schluss Arbeitsplätze ins Ausland. Werden auch noch politisch hofiert, sind aber selbst charakterliche Missgeburten, denen der Arbeitnehmer eg
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Manager schrieb:
am 19. Mai 2010 um 12:24:11
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Fluktuation
Mir kommen die Tränen. Wer im Schnitt 6 Jahre irgendwo sein Unwesen treibt, geht letztendlich mit soviel Abfindung nachhause
(egal wie alt er ist), dass er bei einigermassen vernünftigen Lebensstil nie mehr arbeiten müsste. Was diese Studie aber zeigt ist, dass nur Aufsichtsräte oder sonstige Eigentümer nochunfähiger sind als die von Ihnen teuer geholten Pseudo-Manager. Wir reden hier im Grunde über ein System der Inzucht eines i.d.R. akademischen Klüngels. Kein Mitleid mit diesem Gesockse.
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