09.07.2011, 11:59 Uhr | AFP, dapd
Die Atomkatastrophe von Fukushima hat deutschen Ökostromanbietern einen bisher nicht dagewesenen Kundenansturm beschert. Der Anbieter Naturstrom berichtete "Focus Online", in den ersten sechs Wochen seit der Katastrophe am 11. März habe man 50.000 neue Kunden gewonnen. Davor hatte das Unternehmen 13 Jahre gebraucht, um auf einen Kundenstamm von 115.000 zu kommen.
Der Ökostromanbieter Lichtblick registrierte laut "Focus Online" in der ersten Woche nach dem Atomunglück pro Tag fast 200 Prozent mehr Neukunden als üblich. Insgesamt seien seit März 40.000 neue Verträge abgeschlossen worden.
Der Anbieter Greenpeace Energy gewann im März mehr als 8000 neue Kunden statt sonst durchschnittlich 1000 Neukunden pro Monat. Inzwischen hat sich die Entwicklung nach Angaben der Anbieter etwas verlangsamt. Dennoch werde das Jahr 2011 der Branche voraussichtlich insgesamt ein Rekordwachstum bescheren, sagte ein Lichtblick-Sprecher.
Insgesamt wechseln Einwohner von Großstädten deutlich häufiger als andere den Stromanbieter. Das geht aus einer Studie des unabhängigen Verbraucherportals toptarif.de hervor, über die die "Berliner Zeitung" berichtet. Demnach ist der Trend zum Anbieterwechsel in den 80 deutschen Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern im Schnitt um rund 5,1 Prozent höher als im Rest der Bundesrepublik.
Besonders ausgeprägt ist dabei die Neigung zum Wechsel des Anbieters in Berlin. So liegt der Studie zufolge die Wechselquote in der Hauptstadt, gemessen an der Zahl der Haushalte, rund 75 Prozent über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Ähnlich wechselfreudig seien die Stromkunden in Leipzig und in Potsdam. In München und Frankfurt am Main sei die Wechselbereitschaft dagegen relativ gering. Laut Bundesnetzagentur wechseln jedes Jahr mehr als zwei Millionen Haushalte in Deutschland den Stromanbieter.
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Quelle: AFP , dapd , t-online.de
Doc Stuttgart schrieb:
am 26. Juli 2011 um 22:50:48
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Schlußlicht Ba-Wü.- wie lange noch?
Aua: Bad.-Württ., das "Land der Tüftler", liegt mit einem erbärmlichen Winden- ergieanteil
ganz hinten in Dtl.; Sachsen Anhalt (Rot-Grün-regiert) an der Spitze Kein Wunder: Die tiefschwarzen Landräte u.a. CDU-Amigos hocken in den Energieversorg.unternehmen-Aufsichtsräten. Endlich: Grün-Rot wird das ändern - ein Grund mehr sich zu freuen! PS.: Schlaumeier die "hässliche Wind- räder" beklagen, kriegen ein formschönes AKW + "Endlager" vor die Haustür.
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Nina schrieb:
am 13. Juli 2011 um 14:22:02
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Shaylee
Wenn man die Leute genauer befragt, dann sieht man, dass sie Ökostrom wollen - sie wollen auch Windanlagen und Staukraftwerke- aber
ihre Bedenken müssen in die Planungen einfließen.
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xy schrieb:
am 13. Juli 2011 um 14:19:20
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@ Schwarzrotgold
Wieder so ein Besserwisser. Wenn man Gleichstromtrassen baut ist der Verlust sowas von gering im Vergleich zu den jetzigen
Wechselstromtrassen.Wegziehen muss man auch nicht unbedingt wegen Stauseen gutes Beispiel - EON - Walchenseekraftwerk. Die Gegend ist auch bewohnt. Komisch Atomstrom kann man wohl verlustfrei nach B. transportieren. Nonsens....
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