07.11.2011, 09:56 Uhr | dapd
Der G20-Gipfel in Cannes hat neue Regeln für die sogenannten systemrelevanten Banken beschlossen - jene Institute, die zu groß sind um zu scheitern ("too big to fail"). Sie sollen in Zukunft unter anderem solider werden und auch besser beaufsichtigt werden. Das ist der Plan des Financial Stability Boards (FSB), den der neue Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, vorstellte. Auf der Liste stehen 29 weltweit tätige Banken, darunter auch die beiden größten deutschen Kreditinstitute Deutsche Bank und Commerzbank.
Neben einer verstärkten Aufsicht gibt es für diese Banken außerdem strengere Anforderungen an die Eigenkapital-Ausstattung. Sie müssen außerdem Pläne vorlegen, wie sie bei einer Pleite abgewickelt werden können, ohne die Finanzmärkte in Turbulenzen zu stürzen und ohne den Steuerzahler Geld zu kosten. Die Regeln wurden erfunden, um Folgen wie nach der Lehman-Pleite 2008 zu vermeiden.
Die neuen Anforderungen sollten ab 2012 weltweit gelten und bis 2019 vollständig umgesetzt sein, sagte Draghi. Es müsse auch darauf geachtet werden, dass die Regeln für alle weltweit gälten und die Umsetzung überall gleich sei. Sonst würden Unterschiede von den Banken ausgenutzt.
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Der FSB sei auch vorangekommen bei dem Bemühen, die Schattenbanken zu regulieren, fügte Draghi hinzu. Das seien alle Institutionen, die sich wie Banken verhielten, aber bislang nicht der gleichen Aufsicht unterlägen. Das betreffe zum Beispiel Geldmarktfonds. Der FSB wolle auch die Beziehungen der Banken zu den Schattenbanken genauer unter die Lupe nehmen. Das betreffe auch andere unregulierte Finanzmarktgeschäfte wie Derivate.
Draghi ergänzte, der FSB mit Sitz in Basel solle in Zukunft zu einer eigenen Rechtspersönlichkeit werden. Dann könne er eigenes Personal einstellen und Verträge abschließen. Derzeit liehen ihm die Zentralbanken Personal. Die enge Anbindung an die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel solle erhalten bleiben.
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Quelle: dapd , t-online.de
willih schrieb:
am 6. November 2011 um 14:37:42
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der gutmütige könnte jetzt sagen " was lange währt wird gut " und in der tat der ansatz zur regulierung der
finanzmärkte hat lange auf sich warten lassen und dennoch fehlt ihm die wünschenswerte strenge gegenüber den finanzhaien und abzockern der internationalen klasse . mich stört noch dazu das die moderaten maßnahmen erst im jahre 2019 voll wirksam werden sollen .bis dahin soll der einfluss zweier amerikanischer privatunternehmen auf den weltfinanzmarkt länder weiter in den ruin tr
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Doc Stuttgart schrieb:
am 6. November 2011 um 12:03:22
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@Pohlheimer
Auweia - typisch fürs Niveau von Euch Konservativen & Grünenhassern, den anderen sofort wirtschaftliche Unkenntnis und gar
"von der Stütze leben" zu unterstellen, statt inhaltlicher Argumente. Bin tatsächlich Hausarzt (und kein Sozialhilfeempfänger) und weiß was "Eigenkapital" bedeutet. Tipp an Sie und alle: mal bei Attac direkt nachlesen, was die für Bankpolitik-Alternativen anbieten. Dann anständig diskutieren.
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Der Veterinär schrieb:
am 6. November 2011 um 11:55:57
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Ab 2012? Bis 2019? Ha!
Bis dahin steh´n wir alle im Hemde da! Merkel & ihre Murks-Mannen abwählen, Steinbrück & die Grünen reinwählen!
Die sind auch für die guten Argumente von Attac offen, mit denen den Welt-Bankstern & Börsenzockern samt ihren EU-Schoßhunden das Maul gestopft werden kann. Und eine Öko-Soziale Zukunft (nicht nur) für D erarbeitet werden kann. Siehe Green-New-Deal!
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