20.01.2012, 16:09 Uhr | dpa, t-online.de
Manager des Immobilienkonzerns Gagfah haben unangemeldeten Besuch von Ermittlern bekommen. Es habe Durchsuchungen gegeben, bestätigte Oberstaatsanwalt Ralf Möllmann in Düsseldorf Informationen des "Manager-Magazins". Es sei auch Beweismaterial sichergestellt worden. Die Orte der Razzia nannte die Staatsanwaltschaft nicht. Nach Angaben des Magazins war die Deutschland-Zentrale in Mülheim/Ruhr ein Ziel der Ermittler. Ein Unternehmenssprecher bestätigte dies.
Schon im Oktober vergangenen Jahres hatte die deutsche Börsenaufsicht BaFin Strafanzeige gegen den Immobilienkonzern Gagfah erstattet, sie habe das Verfahren als Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität übernommen. Konkret ermittelt wird nun gegen fünf Manager wegen des Verdachts des Insiderhandels. Zu den Beschuldigten soll auch Gagfah-Chef William Brennan gehören. Es geht um den Verkauf von Gagfah-Aktien mit einem Volumen von neun Millionen Euro. Die Börsenaufsicht BaFin hatte den Verdacht des Insiderhandels untersucht und eine 50-seitige Strafanzeige erstattet.
Brennan hatte am 3. Februar vergangenen Jahres Gagfah-Aktien im Wert von 4,7 Millionen Euro verkauft und nach Ansicht der Ermittler dabei Insiderwissen ausgenutzt. Vier Wochen später wurde bekannt, dass die Stadt Dresden eine Milliardenklage gegen den Konzern erwägt. Danach brachen die Aktien der Wohnungsgesellschaft ein.
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Der Gagfah-Verwaltungsrat hatte die Vorwürfe bestritten. Ihm seien nach eigenen Untersuchungen "keine Tatsachen" bekanntgeworden, welche den Verdacht einer Straftat begründen hätten. Gagfah mit Sitz in Luxemburg und Deutschland-Sitz in Mülheim ist nach eigenen Angaben mit rund 155.000 Mietwohnungen das größte an der Börse notierte Wohnungsunternehmen in Deutschland. Mehrere der Gagfah-Manager kommen vom Hauptaktionär Fortress, einem US-Hedgefonds.
Jüngst war der Versuch einer gütlichen Einigung in einem sogenannten Mediationsverfahren gescheitert, wie das Magazin berichtet. Die Razzia und die Folgen des Rechtsstreit mit der Stadt Dresden dürfte private Anleger wie institutionelle Investoren weiter verunsichern. Wann es zum Prozess kommt, steht indes noch nicht fest. Insgesamt habe das Unternehmen schon acht Millionen Euro für die Verteidigung ausgegeben.
Quelle: t-online.de , dpa
Gerhard schrieb:
am 20. Januar 2012 um 18:15:19
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Ausbeuter
Leider gibt es In Deutschland zufiele Ausbeuter zum beispiel Tankstelle, Energie, Strom, Wasser. Wann kommt endlich mal die
Gerechtigkeit. Viele Bürger haben ein Einkommen von über 1500 € und sogar weit mehr. Die kleinen einfachen Bürger werden mit wenig zb.zwischen 500 und 700 € abgefertigt. Kommt mann bei der Bank ins minus wird nochmal abgezockt.
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Beagel schrieb:
am 20. Januar 2012 um 17:33:26
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Razzia
Das Wort gefällt mir immer besser. Da stelle ich mir einen großen Kehrbesen vor, der den Dreck von Wirtschaftskriminalität und
Hinterzimmerbetrügern aufwirbelt und beseitigt. Die Strafen und Kontrollen sind nicht scharf genug, sonst würde nicht in diesem Ausmaß Geldwäsche und Betrug ablaufen können. Man fragt sich, wo der Hauch der Werte einer gut funktionierenden, organisierten und ausgewogenen Gesellschaft geblieben ist. Sind wir aufmerksamer auf diese Taten geworden oder nehmen sie zu?
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Wehrwolf schrieb:
am 20. Januar 2012 um 17:31:56
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Razzia
Da die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft schon mit Esser/Mannesmann-Vodafon, eine derbe Pleite eingesteckt hat, brauchen die
Gagfa-Manager nichts zu befürchten. In der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft sitzen wohl nur Masochisten. Wieder eine reine Steuerverschwendung
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