17.06.2010, 18:04 Uhr | cs mit apn, AFP und dpa
Bill Gates und Warren Buffett: Die spendablen Milliardäre appellieren an alle Superreichen (Foto: dpa)
Microsoft-Gründer Bill Gates und Investorenlegende Warren Buffett fordern alle Superreichen zum Spenden auf. Mindestens die Hälfte ihres Vermögen sollen ihre Milliardärs-Kollegen demnach für wohltätige Zwecke zur Verfügung stellen. Das schreiben die beiden in einem gemeinsamen Beitrag für das US-Magazin "Forbes". Gates und Buffett gehen dabei mit gutem Beispiel voran: Einer von ihnen will zu Lebzeiten sogar 99 Prozent seines Reichtums stiften.
Buffett erklärte in dem Beitrag: "Mehr als 99 Prozent meines Vermögens sollen zu Lebzeiten oder bei meinem Tode an wohltätige Zwecke gehen." Er verfügt über schätzungsweise 46 Milliarden Dollar (gut 38 Milliarden Euro). Aber auch sein Freund Bill Gates ist äußerst spendabel: Der Softwarepapst hat den Großteil seines Vermögens in die "Bill und Melinda Gates Stiftung" übertragen. Er kündigte an, andere Superreiche zu großzügigen Spenden überreden zu wollen. Damit könnten sie einen "wirklichen Unterschied" machen, schrieb der Mäzen, dessen Vermögen auf 53 Milliarden Dollar geschätzt wird.
Laut "Forbes" hatten bereits im vergangenen Jahr mehrere Milliardäre bei einem exklusiven Dinner in New York zugesagt, mindestens 50 Prozent ihres Vermögens zu spenden. Parry Stonesifer, ehemalige Vorsitzender der Einrichtung, sagte, Gates und Buffett appellierten seit einem Jahr an vermögende US-Bürger, sich von einem Großteil ihres Geldes zu trennen. Die beiden Freunde erhoffen sich von ihrem Einsatz Spenden in Höhe von 600 Milliarden Dollar.
Stonesifer erklärte, die bisher angesprochenen Milliardäre hätten auf die Bemühungen der beiden Mäzene positiv reagiert. Vier Paare hätten bereits Geld zugesagt. "Die Zusage ist eine moralische Verpflichtung zu geben, kein rechtlicher Vertrag. Es geht nicht darum, eine besondere Sache oder Organisation zu unterstützen", hieß es in einer schriftlichen Erklärung zu dem Projekt. Gates und Buffett erklärten, sie seien nicht nur von anderen Milliardären inspiriert worden, sondern von den vielen Menschen, die großzügig gespendet hätten, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
Die beiden großzügigen Spender haben eine Reihe anderer Milliardäre überzeugt, merkliche Teile ihres Vermögens für einen guten Zweck zu herzugegeben. Zu den Unterstützern gehören etwa der frühere Versicherungschef Eli Broad, der zusammen mit seiner Frau Edythe drei Viertel des Hab und Guts spenden will, oder New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg.
"Ich bin ein großer Befürworter, alles herzugeben", sagte Bloomberg am Mittwoch. Er hat sein Geld mit dem gleichnamigen Finanz-Dienstleister gemacht. "Ich habe immer gesagt, die beste Finanzplanung endet damit, den Scheck für den Bestatter platzen zu lassen." Bloomberg steht auf der Forbes-Liste der Superreichen an 23. Stelle mit 18 Milliarden Dollar Vermögen. Broad liegt auf Platz 132 mit geschätzten 5,7 Milliarden Dollar.
Quelle: dpa , dapd , AFP , t-online.de
Likedeeler schrieb:
am 21. Juni 2010 um 22:13:34
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Umverteilung
Nehmt's ihnen weg, wenn sie's nicht freiwillig geben!
Unmündig nennt man uns und Knechte(oder Sauertopfgesichter). Duldet die
Schmach nun länger nicht!
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r2d2 schrieb:
am 18. Juni 2010 um 08:29:24
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Systemschäden
Gates & Co. erkennen sehr wohl das Problem unseres Systems. Die Verteilung des Reichtums gräbt tiefe Kluften in eine zuvor
noch intakte Gesellschaft. Langsam aber sicher tendiert sie so zu einer modernen Form des Feudalismus. Das kann auch ihren Machern und Nutznießern nicht recht sein. Aber Spenden für die Armen ? Das hieße Transfergesellschaft mit all ihren negativen Erscheinungen und stände dem Islamimus näher als es noch christlich wäre !
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sebbl schrieb:
am 17. Juni 2010 um 19:11:26
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Spenden!!!
Machen nicht kwatschen!!! Worten müssen Taten folgen!!!
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