16.01.2012, 10:22 Uhr | dpa, bv
Bei der Deutschen Bahn gibt es Streit um die Ausbildung und Einstellung von Lokführern. Der Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Klaus Wesselsky, warf der Bahn in der "WirtschaftsWoche" vor, zu wenig neues Personal auszubilden. Schon heute fehlten 500 Lokführer allein bei der Deutschen Bahn AG, branchenweit seien es 800. Deshalb würden sich die Bahnunternehmen nun gegenseitig Personal abwerben. "Da werden mittlerweile Kopfprämien bis 5000 Euro gezahlt", sagte Weselsky.
Völlig ungelöst sei auch die Frage, wo die neuen Leute für die Bahn herkommen sollen, betonte der GDL-Chef. Vom Jahr 2013 an steige die Zahl der Beschäftigten, die in Rente gehen, steil an. Rund 70.000 Mitarbeiter müsse die Bahn außerdem in den kommenden zehn Jahren allein schon wegen der Fluktuation im Unternehmen ersetzen.
Die Bahn wies die Kritik der Gewerkschaft zurück. Das Unternehmen habe die Zahl der Jobs deutlich gesteigert und werde das auch in Zukunft tun, betonte eine Sprecherin. Alleine die Zahl der Auszubildenden habe die Bahn 2011 um ein Viertel (rund 3500) im Vergleich zum Vorjahr erhöht.
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Die Sprecherin verwies auf Aussagen von Personalvorstand Ulrich Weber zum Ende des Jahres. Der Manager hatte mitgeteilt, dass bis Ende November unter dem Strich mehr als 4000 Mitarbeiter hinzugekommen und damit die Belegschaft im Inland auf 193.500 gewachsen sei. Für die Instandhaltung und für den Personenverkehr wurden demnach rund 1600 neue Vollzeitbeschäftigte gewonnen. Außerdem kamen etwa 400 Lokführer neu zur Bahn. "Wir wollen weiterhin 5000 bis 7000 neue Mitarbeiter pro Jahr einstellen oder ausbilden", hatte der Manager erklärt.
Gewerkschaftschef Weselsky forderte dagegen von der Bahn "eine strategische Personalplanung und neue Steuerungsinstrumente, um die Probleme in den Griff zu bekommen". Die GDL verhandelt derzeit mit der Bahn über einen Zukunftstarifvertrag. Dabei geht es unter anderem um die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. Am 8. Februar ist in Berlin das nächste Treffen geplant. "Bislang sind die Entwürfe der Bahn sehr blumig, das sind größtenteils politische Absichtserklärungen", sagte Weselsky zum Stand der Verhandlungen.
Quelle: dpa , t-online.de
Miro schrieb:
am 2. März 2012 um 10:17:00
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@U-Boot
Hallo U-Boot, für die gelbe Post stimmt das nicht. Da war es der richtige Schritt, die Zahlen beweisen es.
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U-Boot schrieb:
am 16. Januar 2012 um 17:42:17
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Bahn Manager
Seit der Privatisierung von Bahn und Post herrscht in den ehemaligen Staatsbetrieben das blanke Chaos. Als Staatsbetriebe
verlasen sie einst ihre Mitarbeiter mit der Hand, selbst das soziale Umfeld der Bewerber wurde abgeklopft. Fachliche Kompetenz wurde auf allen Ebenen verlangt. Das einzige was die heutigen Bahnmanager mit der Bahn verbindet, ist die Modelleisenbahn im Keller.
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Nachdenker schrieb:
am 16. Januar 2012 um 17:30:59
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Typisch geldgieruge AG mit angestellten Mnagern ohne Verantwortung
Erst wurden angeblich überflüssige Loks + Lokführer nebst
Reservelokführern wegrationalisiert (soll was mit Vernunft zu tun haben) bis kein Personal mehr da war. Folge bei Havarien konnten keine Ersatzzüge beschafft werden! Die Ausbildung wurde gestrichen und nun fehlt das Personal an allen Ecken und Enden bei gleichzeitiger anstehender Verrentung. Dazu gibts Millionen arbeitsloser älterer AN, die nicht eingestellt werden. Typisch für die Wirtschaftswissenschaftler, zu blöd zum Planen + Rechnen.
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