Geldanlage: Angebote mit hohen Zinsen auf Risiken prüfen
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Hohe Zinsen genau auf Risiko prüfen
18.02.2010, 12:42 Uhr | bab mit Material von dpa
Niedrige Zinsen machen Anleger oft blind fürs Risiko (Quelle: imago)Kunden bekommen bei der Bank derzeit nur wenig Zinsen für ihr Geld. Sie sollten sich deshalb aber besser nicht zu risikoreicheren Anlagen verleiten lassen. "Es ist frustrierend, dass die Zinsen schon so lange im Keller sind. Deshalb sind viele Anleger jetzt wieder empfänglich für risikoreichere Bankprodukte", sagte Max Herbst von der unabhängigen Finanzberatung FMH in Frankfurt. "Aber es gilt zu beachten: Jeder höhere Zins birgt ein höheres Risiko."
Wenn der Bankberater derzeit von vier bis sieben Prozent oder noch mehr spricht, sollte das Risikoprofil des Produkts genauer erfragt werden. Oder Anleger hüpfen von Top-Angebot zu Top-Angebot: Nach FMH-Angaben bekommen Bankkunden derzeit im Schnitt für ein dreimonatiges Festgeld gerade einmal 1,01 Prozent Zinsen. Wer allerdings das jeweilige Top-Angebot beim Tagesgeld oder Festgeld wählt, kann es auf 2 bis 3 Prozent bringen. Dann müssen Sparer allerdings in Kauf nehmen, alle paar Monate das Konto zu wechseln und das Geld zu transferieren.
Trend geht zu Bankeinlagen
Trotz der mageren Zinsen wollen Anleger hierzulande einer Studie zufolge künftig jedoch verstärkt auf Tages- und Festgeld setzen. Bei einer Umfrage unter Wertpapierbesitzern gaben knapp ein Drittel der Befragten an, sie wollten ihr Geld künftig verstärkt in Form von Bank-Einlagen anlegen, wie die Deutsche WertpapierService Bank (dwp) in Frankfurt am Main mitteilte. Nur 13 Prozent hätten dagegen angekündigt, diese Anlageform weniger stark zu nutzen.
Anleger investieren konservativer
Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Mehr als die Hälfte der Wertpapierbesitzer (56 Prozent) wollen in Zukunft weniger Geld in Aktien stecken, teilte die dwp mit. Knapp die Hälfte (49 Prozent) der Anleger setze zudem für die private Kapitalanlage weniger stark auf Versicherungsprodukte. Auch bei Investmentfonds wollten die Anleger zurückhaltender sein; 37 Prozent wollten hier weniger Geld investieren. Für die repräsentative Studie wurden Wertpapierbesitzer durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragt.