05.12.2011, 15:45 Uhr | dapd
Fast jede Bank bietet sie an, und sie zählen längst zu den Klassikern der sicheren Geldanlage: Banksparpläne. Wer jedoch ungeprüft zugreift, der riskiert, ein schlechtes Angebot zu erwischen. Denn längst nicht alle Banksparpläne sind nach Ansicht von Verbraucherschützern empfehlenswert. Sowohl beim gezahlten Zins als auch bei den Zinsbedingungen gibt es erhebliche Unterschiede. Deshalb sollten Sparer vor dem Abschluss unbedingt mehrere Angebote vergleichen.
Sparbriefe sind in verschiedenen Varianten erhältlich, und bei zahlreichen Angeboten weiß der Anleger schon beim Abschluss genau, was ihm die Anlage in einigen Jahren mit Zins und Zinseszins bringt. "Das ist ideal für Anleger, die auf ein konkretes Ziel hin sparen wollen", sagt Roland Aulitzky vom Magazin "Finanztest" der Stiftung Warentest.
Die Rendite ist angesichts eines allgemein mageren Zinsniveaus derzeit nicht besonders hoch. Dennoch sind bei einer monatlichen Sparrate von 100 Euro und dreijähriger Laufzeit nach einem Vergleich der Finanzberatung FMH derzeit bis zu 2,85 Prozent drin, und der Kunde verfügt damit über ein Endguthaben von 3760,43 Euro. Bei siebenjähriger Laufzeit sind es bis zu 3,06 Prozent (Endguthaben: 9364,40 Euro), und bei 15 Jahren Laufzeit erhalten Sparer bis zu 3,35 Prozent (Endguthaben: 23.307,15 Euro).
Große Unterschiede gibt es bei den Zinsbedingungen von Banksparplänen. Während bei einigen die Zinsen für die gesamte Laufzeit festgeschrieben sind, orientieren sich andere an einer Zinstreppe. Dabei erhält der Anleger in jedem Jahr einen etwas höheren Zins, und damit fällt die Rendite umso höher aus, je länger er spart.
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Daneben gibt es Verträge mit variabler Verzinsung, bei denen die Bank den Zins während der Laufzeit jederzeit ändern kann. Um Sparpläne vergleichen zu können, sollten Anleger sich vor einem Abschluss vom Bankberater ausrechnen lassen, wie viel Geld am Laufzeitende ausgezahlt wird.
Die Entscheidung für den richtigen Banksparplan hänge davon ab, ob die Inflationsrate in den nächsten Jahren stärker steige oder ob sie in etwa auf dem aktuellen Niveau bleibe, sagt FMH-Experte Max Herbst. "Im letzteren Fall kann die Entscheidung für Ansparpläne mit garantiertem Zins richtig sein. Wer jedoch mit steigenden Inflationsraten rechnet, sollte möglichst Sparpläne wählen, deren Zinsen nach oben hin variabel sind oder die so gestaltet sind, dass man kurzfristig aus dem Sparplan aussteigen kann."
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Bei vielen Sparplänen erhalten Anleger noch Prämien oder Boni. Sie werden je nach Vertrag jährlich oder am Laufzeitende gezahlt. Von hohen Prämien sollten sich Anleger laut Herbst aber nicht blenden lassen, sondern darauf achten, worauf sich die Prämien beziehen. Entscheidend sei immer die Rendite über die einzelnen Jahre. Das bestätigt auch "Finanztest"-Experte Aulitzky: "Angebote mit Prämien oder Boni sind mitunter intransparent. Denn diese Zahlungen sagen nichts über die effektive Rendite des Sparplans aus."
Empfehlenswert sind nach Ansicht der Experten Sparpläne, die spätestens nach einem Jahr ohne Verlust gekündigt werden können. Denn so können Sparer bei steigenden Zinsen von besseren Angeboten profitieren. Wer Wert auf eine flexible Geldanlage legt, sollte einen Sparplan wählen, bei dem man die Monatsraten ändern oder aussetzen kann, ohne dass dadurch Nachteile entstehen. Ist das nicht möglich, empfiehlt sich nach Ansicht der Experten als Alternative ein gut verzinstes Tagesgeldkonto.
Eine interessante Möglichkeit zur Altersvorsorge sind Riester-Banksparpläne. Hier profitieren Sparer von der vollen Riester-Förderung. Dazu sind sie im Vergleich zu anderen Riester-Produkten überaus kostengünstig, da keine Abschlussgebühren und häufig auch keine Verwaltungskosten anfallen.
Riester-Banksparpläne gibt es ebenfalls wahlweise mit fester oder variabler Verzinsung. Allerdings werden sie nur von wenigen Banken angeboten, und das hat nach Ansicht von Verbraucherschützern einen Grund: Sie können kaum etwas daran verdienen.
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Quelle: dapd
Heinz schrieb:
am 31. Dezember 2011 um 15:58:06
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Das muß auch so sein ! schrieb:
am 23. Dezember 2011 um 19:30:22
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@ nino
Wenn eine Bank keine Gewinne macht, kann sie zu machen. Das gilt natürlich auch für alle Unternehmungen. Der einzige Unternehmer der
keine Gewinne braucht ist der Staat. Der holt sich die Knete von allen die arbeiten.Der Staat braucht das Geld dann wieder für alle, die nicht arbeiten. Wichtig ist,der Kreislauf muß funktionieren.
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ERnst schrieb:
am 21. Dezember 2011 um 19:19:17
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sparen
Sparen lohnt nicht mehr. Euro geht kaputt. Gebt Euer Geld aus!
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