19.04.2010, 14:19 Uhr | apn
Die Zinsen fallen auf den niedrigsten Stand seit einem Jahr (Foto: imago)
Für Zins-Sparer ist die Lage trübe. Seit Monaten müssen sie sich mit mageren Zinsen für Tages- oder Festgeldkonten begnügen. Eine Wende ist nicht in Sicht. Tagesgeld bringt nach Berechnungen des Finanzdienstes FMH derzeit im Schnitt 1,1 Prozent, für Festgeld mit einjähriger Laufzeit sind es aktuell 1,3 Prozent. Damit haben die Zinsen den niedrigsten Stand seit einem Jahr erreicht. Zinsjäger werden dennoch fündig, denn mehrere Institute locken weiterhin mit attraktiven Angeboten. Mit unseren Rechnern zum Tages- und Festgeldvergleich können Sie sich schnell und komfortabel mit einem Klick die besten Angebote anzeigen lassen.
"An dem niedrigen Zinsniveau wird sich in diesem Jahr kaum etwas ändern", sagt FMH-Chef Max Herbst. Grund dafür sei der unverändert niedrige Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB). Denn den halten die Zentralbanker weiterhin auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent. Für viele Banken lohne es sich daher nicht, den Kunden mehr zu bieten. Wer mehr biete, der tue das vor allem aus Marketinggründen oder in der Hoffnung auf ein echtes Neukundengeschäft. Das bestätigt auch Marcus Preu vom Finanzportal Biallo. "Wir erwarten bei den Anlagezinsen bis zum Jahresende keine großen Veränderungen mehr, es gibt aber immer noch seriöse Angebote, die im Vergleich zum Leitzins doppelt so hohe Zinsen bieten."
Nach einer aktuellen Markanalyse des Magazins "Finanztest" der Stiftung Warentest sind beim Tagesgeld aktuell bis zu 2,2 Prozent drin. Festgeldanlagen mit zwölfmonatiger Laufzeit bringen derzeit bis zu 2,5 Prozent. Und wer sein Geld längere Zeit ohne vorzeitige Verfügbarkeit anlegen will, für den eignen sich Einmalanlagen. Die besten Angebote liegen bei zweijähriger Laufzeit bei 2,8 Prozent, bei drei Jahren sind es 3,4 Prozent und für zehnjährige Laufzeiten werden bis zu 4,5 Prozent geboten.
Zugleich warnen die "Finanztest"-Experten aber vor Fallen beim Tagesgeld. So gibt es Angebote, bei denen der höhere Zins in einer Zinstreppe nur für einen bestimmten Teil der Anlage gezahlt wird - beispielsweise 2 Prozent bis 10.000 Euro und nur für den darüber hinausgehenden Betrag 3 Prozent. "Wir halten solche Angebote wegen ihrer Intransparenz für unseriös", sagt "Finanztest"-Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen. Außerdem sollten Sparer darauf achten, dass keine weiteren laufenden Kosten wie Kontoführungsgebühren berechnet werden. Daneben sollte die Kontoeröffnung Kunden nicht dazu verpflichten, auch andere Angebote der Bank nutzen zu müssen. Bei manchen Anbietern sollten sich Sparer zudem auf einen mühsamen Weg zum Spitzenzins einstellen. "Einige Top-Angebote sind nicht immer einfach zu bekommen. Kunden berichten uns von schleppender Abwicklung ihrer Anträge", sagt Preu.
Die höchsten Zinsen gibt es derzeit für Langfrist-Anlagen, die unter verschiedenen Bezeichnungen als Sparbriefe, langfristige Festgelder oder Sparkonten mit Festzinsvereinbarung angeboten werden. Hier liegen die Unterschiede im Detail. Sparbriefe sind Wertpapiere von Banken und Sparkassen und müssen am Laufzeitende üblicherweise nicht gekündigt werden. Je nach Variante werden die Zinsen jährlich oder zum Laufzeitende ausgezahlt. Einjährige Festgelder müssen üblicherweise kurz vor der Fälligkeit gekündigt werden, sonst kann es passieren, dass die Bank das Geld zu aktuellen Konditionen für die gleiche Laufzeit erneut anlegt.
Bei mehrjährigen Festgeldern werden die Zinsen entweder jährlich ausgezahlt oder dem Konto gutgeschrieben und mitverzinst. Sparer sollten unbedingt erfragen, ob der Zinszufluss jährlich erfolgt. Einige Anbieter zahlen nämlich den Nominalzins ohne Zinseszinseffekt erst am Ende der Laufzeit. Bei mehrjähriger Anlage sind Effektivzins beziehungsweise Rendite dann deutlich niedriger. Sparkonten mit Festzinsvereinbarung werden unter verschiedenen Bezeichnungen wie Extra-, Erfolgs-, Individual- oder Renditesparen angeboten. Sparer müssen hier meist drei Monate vor Vertragsende kündigen, damit sie ohne Einschränkung über ihr Geld verfügen können. Damit gibt es also viel zu beachten, wenn man Sorgenfrei einen optimalen Zinssatz bekommen möchte.
apn
blinker schrieb:
am 26. April 2010 um 08:48:59
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abwarten
Das Dümmste, was man tun kann, ist sein Geld unters Kopfkissen zu legen. Es gibt nun mal in der Wirtschaft Höhen und Tiefen bei
der Geldanlage. Über die entsprechenden Portale kann man trotz aller Unkenrufe noch immer mehr Zinsen bekommen, als wenn das Geld unterm Kopfkissen liegt. Zum Beispiel bietet die 1822direkt Tagesgeld derzeit mit 2 % an und das ohne Zins- und Kapitaltreppe. Hier ist das Tagesgeld außerdem zu 100% über die entsprechenden Einlagensicherungssysteme abgesichert.
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Uli schrieb:
am 14. April 2010 um 17:02:22
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Mager
Das beste ist man behält sein Geld unter dem Kopfkissen. Von den mickrigen Zinsen darf man dann ab einer bestimmten Summe noch
Kapitalertragsteuer bezahlen. Einfach nur lachhaft.
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Spike schrieb:
am 14. April 2010 um 12:09:18
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Minizins
Es sollte jeder so machen wie ich.Wenn es Geld gegeben hat, alles abholen bis auf die laufenden Kosten die abgehen,und den Rest
unters Kopfkissen.So bekomme ich zwar keine mickrigen Zinsen aber die Bank verdient auch nichts an mir.Sind eh alles Halsabschneider.
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