Das weltberühmte Apple-Logo Geldsegen bei Apple: Der Konzern gibt seinen Top-Managern einen gewichtigen Grund, die nächsten Jahre weiter für den iPhone- und Mac-Anbieter zu arbeiten. Spitzenkräfte wie Marketing-Chef Phil Schiller und der für die iPhone-Softwareplattform iOS zuständige Scott Forstall haben die Aussicht auf je 150.000 Aktien im heutigen Wert von gut 60 Millionen Dollar (43,5 Millionen Euro). Derweil muss Apple gegen Konkurrent Motorola einen Rücksetzer verkraften.
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Aktiengeschenk für Top-Manager
Die Aktienpakete für die Manager werden jeweils zur Hälfte in den Jahren 2013 und 2016 gewährt, wie aus Apple-Mitteilungen an die Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Unter anderm auch Finanzchef Peter Oppenheimer und der oberste Jurist Bruce Sewell können sich auf die Aktien freuen. Der neue Apple-Chef Tim Cook bekam zum Amtstritt Ende August gleich die Aussicht auf eine Millionen Aktien gewährt, die Hälfte davon wird 2016 fällig, der Rest erst 2021.
Motorola stoppt Apple
Im Patentkrieg der Mobilfunk-Branche hat derweil Motorola in Deutschland einen Erfolg gegen Apple mit noch unklaren Auswirkungen errungen. Das Landgericht Mannheim untersagte dem amerikanischen Mutterkonzern, hierzulande mobile Geräte zu anzubieten, die gegen zwei Motorola-Patente verstoßen. Allerdings dürfte der Vertrieb nicht unmittelbar betroffen sein, da er über die deutsche Apple-Tochter läuft, die nicht in dem Urteil erwähnt wird.
Die mobilen Geräte werden in dem von Online-Medien zitierten Urteil nicht beim Namen genannt, allerdings legt die technische Beschreibung der Patente nahe, dass sie in der Apple-Produktpalette auf breiter Front zum Einsatz kommen.
Apple gibt sich cool
Apple spielte die Bedeutung des Urteils herunter. Es sei eine "Prozedur-Angelegenheit", die keine Entscheidung des Falles bedeute, erklärte der Konzern in einer Stellungnahme den Online-Diensten "The Verge" und CNET. "Das beeinträchtigt derzeit nicht unsere Fähigkeit, in Deutschland unsere Produkte zu verkaufen oder Geschäfte zu machen." Außerdem wolle Apple das Urteil anfechten, hieß es bei "The Verge". Das Landgericht Mannheim konnte keine Angaben zu der Angelegenheit machen.
Der deutsche Patentexperte Florian Müller, der als erster das Urteil veröffentlicht hatte, hob allerdings das "derzeit" in dieser Erklärung hervor. Er verwies unter anderem darauf, dass die deutsche Apple-Website mit dem lokalen Online-Shop auf den Mutterkonzern registriert ist.
Android unter Druck
Bei den Patenten geht es um gängige Verfahren "Senden eines Kommunikationssignals" und zur "Synchronisierung von Nachrichteninformation unter einer Gruppe von Empfängern". Der Mobilfunk-Pionier Motorola hält eine Vielzahl grundlegender technischer Patente. Deshalb wird das Unternehmen gerade von Google übernommen. Der Internet-Konzern will damit das Patent-Arsenal hinter seinem mobilen Betriebssystem Android stärken. Android-Hersteller wie Samsung, HTC - und auch Motorola - werden auf breiter Front unter anderem von Apple mit Patentklagen angegriffen. Sie wehren sich in einem in vielen Ländern ausgefochtenen Konflikt mit eigenen Vorwürfen.