General Electric setzt verstärkt auf Windenergie (Foto: imago)Das amerikanische Technologieunternehmen General Electric (GE) steigt in das europäische Offshore-Windenergiegeschäft ein. Allein in Deutschland sollen 105 Millionen Euro investiert werden. In Hamburg werde ein Technologiezentrum eingerichtet, kündigte der GE-Chef für Deutschland, Österreich und die Schweiz, Georg Knoth, in der Hansestadt an. Bis 2016 sollen in Deutschland 100 neue Arbeitsplätze entstehen - neben Hamburg auch in Salzbergen (Niedersachsen) und in Garching bei München. Insgesamt wird GE in Entwicklung, Produktion und Wartung von Offshore-Windkraftanlagen 340 Millionen Euro in Großbritannien, Norwegen, Schweden und Deutschland investieren.
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Neue Technologie
Mit mehr als 13.500 Windenergieanlagen auf dem Land habe sich GE eine gute Marktposition erarbeitet, erklärte Knoth. Auf See wolle das Unternehmen ähnlich erfolgreich werden. Wichtigstes neues Produkt sei dabei eine getriebelose Anlage mit vier Megawatt Leistung, die wahrscheinlich Mitte 2011 zur Verfügung stehe. Im vergangenen Jahr hatte GE den norwegischen Entwickler von getriebelosen Offshore-Windturbinen ScanWind übernommen. Entscheidend seien gerade auf See nicht die maximale Größe der Anlagen, sondern Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit, sagte Knoth. Für die Produktion der neuen Anlagen komme wahrscheinlich Großbritannien infrage.
Neue Arbeitsplätze für Deutschland
Die angekündigten neuen Arbeitsplätze sollen überwiegend in den kommenden ein bis zwei Jahren besetzt werden. Etwa 60 Prozent der Stellen werden in Hamburg entstehen, jeweils rund 20 Prozent im niedersächsischen Salzbergen und in Garching. Experten der European Wind Association erwarten allein in diesem Jahr mehr als 70 Prozent Wachstum für die europäische Offshore-Windindustrie.
Hamburg auf dem Weg zur "grünen Hauptstadt"
Hamburgs Wirtschaftssenator Axel Gedaschko (CDU) wertete die Entscheidung des Unternehmens als wichtigen Erfolg. "Hier ballt sich die gesamte Kompetenz der Windenergie in einer Stadt." Hamburg erzeuge als Standort dieser Energietechnologie internationale Aufmerksamkeit. Die Hansestadt verfügt nach Gedaschkos Angaben über Kompetenzen zum Beispiel bei der Entwicklung von Kohlefaserverbundstoffen, die bei der Windenergie eine große Rolle spielen. "Wir betrachten diese Ansiedlung als weiteren Schritt auf dem Weg zur European Green Capital im Jahre 2011", sagte der Senator.