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General Motors will Opel-Verkauf an Magna perfekt machen

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GM will Opel-Verkauf diese Woche perfekt machen

20.10.2009, 08:59 Uhr | dpa

GM will Opel-Verkauf noch diese Woche perfekt machen (Foto: imago) GM will Opel-Verkauf noch diese Woche perfekt machen (Foto: imago)Trotz Bedenken der EU-Kommission soll der Verkauf von Opel noch in dieser Woche unter Dach und Fach sein. Der bisherige Mutterkonzern General Motors (GM) will den Kaufvertrag mit dem österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna Mitte der Woche unterschreiben. Der mehrfach verschobene Termin könne eingehalten werden, da in den Streit zwischen der Bundesregierung und den Wettbewerbshütern aus Brüssel um die milliardenschweren Staatshilfen für Opel Bewegung gekommen sei. Auch die Verhandlungen über den Sanierungsbeitrag der Arbeitnehmer sind in der Endphase. Allerdings wollen die Opel-Beschäftigten in Spanien Magna mit einem Streik zu mehr Zugeständnissen zwingen.

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Bewegung im Streit mit der EU

Die Einigung in dieser Woche sei "grundsätzlich möglich", verlautete am Montag aus Verhandlungskreisen. Als Voraussetzung gilt, dass die Bundesregierung und GM der EU-Kommission die gewünschten Informationen liefern. Berlin hat - wie von der EU-Kommission gefordert - in einem Schreiben versichert, dass die Staatshilfen nicht an das Konsortium bestehend aus Magna und der russischen Sberbank gebunden seien und allein das überzeugende industrielle Konzept den Ausschlag gegeben habe. Die Kommission habe Kopien dieser Briefe erhalten, sagte der Sprecher von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes.



GM: "Es gibt keine anderen Pläne"

"Der Ball ist nun im Feld der Unternehmen", sagte der Kommissionssprecher. Nun muss noch GM eine Erklärung in Brüssel abgeben. Wie aus Kreisen von General Motors verlautete, hat der US-Autobauer nach eigener Einschätzung "frei von politischem Einfluss über den Verkauf und die Sanierung von Opel" entschieden. "Unser oberstes Ziel ist es, den Magna-Deal abzuschließen und den Kaufvertrag in dieser Woche zu unterschreiben", hieß es aus der Konzernzentrale in Detroit. "Es gibt keine anderen Pläne." Kroes hatte die Hilfen von 4,5 Milliarden Euro für den angeschlagenen Autobauer infrage gestellt. Die EU-Kommission wacht darüber, dass staatliche Subventionen nicht den freien Wettbewerb behindern.

Bundesregierung zuversichtlich

Auch aus Sicht der Bundesregierung und der Treuhand hat sich der Bieterwettbewerb ausschließlich an wirtschaftlichen Gegebenheiten orientiert und muss nicht neu aufgerollt werden. "Es gibt keinen Anlass, bisherige Entscheidungen infrage zu stellen", sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm. "Die Entscheidung steht", verlautete auch aus Kreisen der Treuhand. Magna wollte sich auf Anfrage nicht äußern.

GM bestätigt "Plan B"

Sollte der Verkauf an Magna doch noch scheitern, ist GM darauf vorbereitet, Opel zu behalten und selbst zu sanieren. "Wenn das Finanzpaket mit Staatshilfen nicht zustande kommt, müssen wir einen Plan B haben", sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person und bestätigte damit einen Bericht des "Wall Street Journal". Diesen Plan gebe es schon seit Monaten. Danach würde GM mehr als eine Milliarde Dollar in Opel investieren. Dies sei aber eine absolute Notlösung.

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Streik in Spanien unausweichlich

Als Problem für Magna könnte sich unterdessen der Standort Spanien erweisen, wo die Beschäftigen die Sanierungspläne ablehnen. "Wir werden sehen, ob wir Magna mit der Arbeitsniederlegung zu weiteren Zugeständnissen bewegen können", sagte Betriebsratschef José Juan Arcéiz. Noch diese Woche werde entschieden, an welchen Tagen die 7500 Opel-Arbeiter in Spanien ihre Arbeit niederlegen. Magna will in Spanien laut Medienberichten 1350 Stellen streichen. In ganz Europa will Magna rund 10.500 Stellen abbauen, davon etwa 4500 der rund 25.500 Stellen in Deutschland. Die vier deutschen Werke in Rüsselsheim, Bochum, Kaiserslautern und Eisenach will Magna erhalten.

 

Gespräche mit Arbeitnehmern in der Endphase

Derweil sind die Gespräche zwischen GM, Opel, Magna und den Arbeitnehmern über den Sanierungsbeitrag der Beschäftigten in der Endphase. "Wir verhandeln noch", sagte Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz. Die Belegschaft soll an "NewOpel" zehn Prozent halten, Magna und die russische Sberbank sollen zu jeweils 27,5 Prozent beteiligt sein, GM will 35 Prozent behalten. Die Mitarbeiter sollen im Gegenzug auf Urlaubs- oder Weihnachtsgeld verzichten und so bis 2014 jährlich 265 Millionen Euro einsparen. Dafür verlangen die Arbeitnehmer mehr Mitspracherechte bei Unternehmensentscheidungen.

Ehrgeizige Pläne

Magna will Opel 2011 wieder in die schwarzen Zahlen bringen. Nach einem Bericht des Wirtschaftsmagazins "Capital", das sich auf ein internes Planungspapier bezieht, erwartet Magna, dass Opel 2011 einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 765 Millionen Euro erzielt, ein Jahr später sollen es 1,2 Milliarden Euro sein. 2009 werde jedoch ein Verlust von 1,9 Milliarden Euro anfallen.

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Quelle: t-online.de , dpa

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