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Geschäftsidee: Wurst-Toaster für die ideale Kiosk-Bratwurst

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Top-Erfindung: Toaster für perfekte Bratwürste

17.11.2010, 11:54 Uhr | t-online.de/business, dapd

Felix Rennies (l.) und Marco Bruns präsentieren ihren Wurst-Toaster. (Foto: dapd)

Felix Rennies (l.) und Marco Bruns präsentieren ihren Wurst-Toaster. (Foto: dapd)

Außen knusprig, innen saftig - so mögen Marco Bruns und Felix Rennies Bratwurst am liebsten. Weil sie die Grillergebnisse von Bratwurstbuden jedoch häufig katastrophal fanden, haben sie einen "Wurst-Toaster" erfunden. "Er arbeitet automatisch und ermöglicht eine schnelle und unkomplizierte Zubereitung", sagen die beiden Jungunternehmer, die ihr Büro im Gründerzentrum Airport in Bremen haben. Ihre Geschäftsidee, der "Wurst-Toaster" soll ab Sommer 2011 Kneipen, Kioske und Snackshops erobern.

Der Wurst-Toaster: Ideal für den Wachstumsmarkt Takeaway

Denn während die konventionelle Gastronomie schrumpfe, wachse das sogenannte Takeaway-Geschäft, hat Betriebswirt Bruns aufgrund von Marktanalysen eine Nische für ihre Erfindung ausgemacht. "Den Markt gibt es, aber er ist für Bratwurst noch nicht erschlossen", erläutert der 28-Jährige. Den Anforderungen entsprechend hat Maschinenbauingenieur Rennies ein Gerät ausgetüftelt, das nach seinen Angaben sehr robust und einfach in der Handhabung ist.

Sieht nur aus wie ein Toaster

Auf den ersten Blick sieht es wie ein herkömmlicher Toaster aus, obwohl das technische Prinzip laut Rennies anders ist. Die Würstchen werden in zwei runde Öffnungen gesteckt und mittels eines Hebels versenkt. Über ein Display wird der Garvorgang gesteuert. Heizspiralen lassen das vertikal positionierte Grillgut von allen Seiten gleichmäßig bräunen. "Wenn die Bratwürste fertig sind, piept es dreimal und sie springen raus, so wie man es auch von Toastbrot kennt", berichtet der 25-Jährige.

Garzeit ist marktentscheidend

Den ersten "Wurst-Toaster" hat Rennies noch in Handarbeit aus Toasterteilen in seinem Keller zusammengesetzt. Inzwischen arbeitet er mehr am Computer. "Die Konstruktion ist weniger intensiv als das ganze Drumherum", sagt er. Die beiden Gründer von "Smartwurst", so der Name ihres Unternehmens, werden mittlerweile bei der Umsetzung ihrer Idee von regional ansässigen Firmen unterstützt. Bis zur Marktreife sollen noch einige Verbesserungen einfließen. So soll die Reinigung möglichst einfach sein. Kein leichtes Problem, "denn die Fettverschmutzung ist sehr hartnäckig", erläutert der technische Leiter.

Die Smartwurst ist eine Spezialanfertigung

Auch die Garzeit soll noch verkürzt werden. Angestrebt seien zweieinhalb bis drei Minuten. "Alles andere dauert für den Wurstverkauf etwa an Tankstellen zu lang", schätzt Bruns. Obwohl jeder handelsübliche Bratling für den "Wurst-Toaster" geeignet sei, entwickeln die beiden Jungunternehmer zusammen mit einem Fleischereibetrieb derzeit noch eine eigene Bratwurst. Die sogenannte Smartwurst soll auf die Zubereitungszeit des Toasters abgestimmt sein und das Geschmackserlebnis noch verbessern. "Warum die Smartwurst schneller brät, ist geheim", sagt der 28-Jährige.

"Ich persönlich finde solche neuen Ideen grundsätzlich gut", sagt der Geschäftsführer der German Barbecue Association (GBA), Harald Hölzer. "Wenn es funktioniert und schmeckt, warum nicht?" Er grille wegen der Herausforderung zwar lieber mit Holzkohle, sei aber für alle Geräte, ob Gas oder Elektro, offen. Es komme eben auf den Zweck an. Die GBA kürt jährlich den deutschen Grillkönig. 2011 richtet sie die Grillweltmeisterschaften in Deutschland aus.

Jungunternehmer sind Grillfans

Die beiden Jungunternehmer Bruns und Rennies binden sich im Sommer selbst gern die Schürze um. "Das Ritual des Grillens ist uns wichtig", sagt der leidenschaftliche Bratwurstfan Bruns. Deshalb solle der "Wurst-Toaster" dem Grill im heimischen Garten oder auch in Speiselokalen keine Konkurrenz machen. "Wir denken an die Lieblingskneipe, in der man künftig ganzjährig zum Bier auch eine Bratwurst bekommen kann", erklärt der 28-Jährige, der wie sein Kumpel und Geschäftspartner Rennies aus Oldenburg kommt, jetzt aber in Bremen lebt.

Tester in eigener Sache

"Bei einem Verkauf von sechs Würstchen pro Tag hat sich das Gerät in drei Monaten amortisiert", rechnen die "Wurst-Toaster" vor. Ab Januar soll es in der Praxis getestet werden. Bis das Produkt dann Mitte 2011 auf den Markt kommt, wird es aus dem Büro der beiden sicher noch einige Male verführerisch nach Bratwurst duften, denn als Testesser in eigener Sache haben sie in den vergangenen Monaten schon einige hundert Würstchen verdrückt. "Zum Glück ist das eine Liebe, die uns nie verloren geht", betonen sie.

Einen ersten Preis haben sie mit der Erfindung, die Rennies zum Patent angemeldet hat, bereits eingeheimst. Sie gewannen zusammen mit 31 weiteren Siegern den Wettbewerb "Kultur- und Kreativpiloten Deutschland" der Bundesregierung.


Quelle: dapd

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