17.03.2010, 08:17 Uhr | dpa, AFP, mash
Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hat sich für einen höheren Frauenanteil in Führungspositionen ausgesprochen, gesetzliche Frauenquoten aber abgelehnt. DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann sagte der "Berliner Zeitung", es gebe noch zu wenige Frauen in Führungspositionen. Deshalb finde er es "gut, wenn sich Unternehmensleitungen freiwillig dafür einsetzen, dies zu ändern". Driftmann bezog sich damit auf die Pläne der Deutschen Telekom, bis Ende 2015 rund 30 Prozent der oberen und mittleren Führungspositionen im Unternehmen mit Frauen zu besetzen. Währenddessen bekommen aber immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland einen befristeten Arbeitsvertrag - besonders davon betroffen sind unter anderem Frauen.
"Gesetzliche Regelungen helfen dagegen nicht weiter", sagte Driftmann der Zeitung. Er plädierte für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen. In erster Linie gelte es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu verbessern. Nur dann könnten Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit relativ kurz gehalten werden und der zügige Wiedereinstieg nach der Elternpause funktionieren. Dies sei "Voraussetzung dafür, dass der weitere Aufstieg auf der Karriereleiter gelingt", sagte Driftmann.
Die Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts in der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, Heide Pfarr, befürwortet die Pläne der Telekom. Diese seien ein erster Schritt, "allerdings nicht besonders ehrgeizig", sagte sie der "Frankfurter Rundschau". Bei den Entwicklungsprogrammen für Führungskräfte "wäre eine Frauenquote von mindestens 50 Prozent angemessen, denn nur so ist eine Auswahl möglich", zitiert das Blatt weiter. Pfarr befürwortet eine gesetzliche Regelung, sie will eine verbindliche Quote.
Die Deutsche Bahn als größtes staatseigene Unternehmen erklärte, keine Frauenquote einzuführen. "Bei uns gibt es keine Frauenquote, und es ist derzeit auch nicht daran gedacht, eine solche einzuführen“, sagte ein Bahnsprecher gestern der "Berliner Zeitung". "15 Prozent der mittleren und oberen Führungskräfte bei der Bahn sind Frauen“, sagte er weiter. "Wir sind bemüht, auch ohne Einführung einer Frauenquote diesen Anteil künftig zu erhöhen." Der Frauenanteil unter den weltweit 250.000 Mitarbeitern liege bei knapp 21 Prozent.
Währenddessen haben immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland nur einen befristeten Arbeitsvertrag. Besonders häufig betroffen sind jüngere Arbeitnehmer, Ausländer und - Frauen. Im Jahr 2008 waren 2,7 Millionen Menschen oder 8,9 Prozent aller Beschäftigten mit einem solchen Vertrag angestellt. Das waren so viele wie nie zuvor, berichtete das Statistische Bundesamt. Die meisten Arbeitnehmer hätten einen unbegrenzten Vertrag vorgezogen: nur 2,5 Prozent hätten keine Dauerstellung gewünscht. Weit verbreitet waren Probearbeitsverträge. Kurz nach der Wiedervereinigung hatte 1991 der Anteil der befristet Beschäftigten bei 5,7 Prozent gelegen.
dpa, AFP, mash
n8mare schrieb:
am 17. März 2010 um 11:10:48
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Quote 2
Warum nur in Führungspositionen und nicht auch bei der Müllabfuhr, der Kanalreinigung, am Hochofen, unter Tage, bei den
katholischen Priestern, auf dem Schlachthof usw.?? Warum nur Rosinen picken...50% Quote ja...aber dann auf alles (auser Tienahrung), nicht nur auf die schönen Dinge. Und 50% Quote für die Männer, zuhause bleiben zu können nach der Geburt eines Kindes für 2 Jahre mit dem Recht auf Wiedereinstellung.
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n8mare schrieb:
am 17. März 2010 um 11:05:28
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Quote
Jetzt werden also nicht mehr die besten Köpfe für eine Führungsposition gesucht sondern die weiblichsten. Kann ein Mann sich den
jetzt wegen Diskreminierung wehren, wenn er bei gleicher Eignung einen Job nicht bekommt weil er ein Mann und sein Gegenpart eine Frau ist? Nach den Buchsteaben des Antidikreminierungsgesetzes schon mit sicherer Aussicht auf Erfolg! Sorgt einfach dafür, dass nur die besten Köpfe Führungspostionen besetzen, die Graupen sitzen doch schon im Bundestag!!
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klaus schrieb:
am 17. März 2010 um 01:11:12
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frauenquote
hier wird die diskrimminierung der männer weiter vorangetrieben. es gibt frauenparkplätze, frauentaxis u.ä. nur weiter so in
der unterdrückung und bevorzugung der frauen.
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