25.02.2010, 16:47 Uhr | apn
In der Diskussion über Zusatzbeiträge für Millionen von Versicherten werfen die Apotheker den gesetzlichen Krankenkassen eine Verschleierung der Finanzlage vor. So würden die Kassen Einsparungen durch Arzneimittel-Rabattverträge nicht an die Versicherten weiter geben, erklärte der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), Fritz Becker, in der "Bild"-Zeitung.
"Die Kassen verheimlichen ihren Versicherten eine Milliarden-Einsparung. Mit dem Geld könnten Millionen Versicherte entlastet werden, die jetzt von Zusatzbeiträgen bedroht sind", sagte Becker der Zeitung. Nach Schätzungen des DAV sparen die Krankenkassen über Rabattverträge jährlich deutlich mehr als eine Milliarde Euro ein.
Becker monierte, dieses Geld werde nicht an die Versicherten weitergegeben, sondern bleibe bei den Kassen. "Wir befürchten, damit werden steigende Verwaltungsausgaben gegenfinanziert", sagte der DAV-Chef. Er fordert die Krankenkassen zu mehr Transparenz auf.
Auch der Kieler Gesundheitsökonom und Leiter des Instituts für Mikrodatenanalyse, Thomas Drabinski, befürchtet, dass viele gesetzlich Versicherte zu hohe Zusatzbeiträge bezahlen. "Die Zusatzbeiträge könnten deutlich niedriger ausfallen, wenn die Kassen ihre Finanzsituation offenlegen", sagte Drabinski der Zeitung. So sei beispielsweise unklar, welche Kassen zu viel Geld aus dem Gesundheitsfonds bekämen. Dieses Geld könnte statt dessen an Kassen mit einem Defizit ausgezahlt werden und damit angekündigte Zusatzbeiträge senken.
Eine DAK-Sprecherin wies die Vorwürfe zurück: "Durch die Rabattverträge sparen die Versicherten Geld bei Arzneien und müssen bei vielen Medikamenten weniger dazubezahlen."
Quelle: t-online.de , dapd
Heinz schrieb:
am 8. Februar 2010 um 18:57:46
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Krankenversicherung
Im Grunde ist alles gesagt. Alle meckern aber keiner geht zur Wahl. Wir werden das in NRW sehen. Was heute die
schwarz/gelbe Regierung sagt, gild nach der Wahl nicht mehr. lasst euch doch nicht verarschen" geht zur Wahl "und wählt die richtigen und hört das Meckern auf. Nur wer richtig wählt braucht sich keinen Vorwurf zu machen. Nur so legt man diesen Leuten das Handwerk.
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reiners schrieb:
am 8. Februar 2010 um 15:34:22
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zusatzbeitrag
die kassen müssen die 10 jahres patente der pharmaindustrie teuer bezahlen sonst gäbe es billigere medizin, was hier teuer
ist kann man in holland für die hälfte bekommen, so ist die lage.
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Deppendorfer schrieb:
am 8. Februar 2010 um 14:57:27
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Drogenhändler
Was soll denn der Verwurf, der Überschuss würde nicht an die Patienten weitergegeben ? Die Kassen müssen doch dafür Sorge
tragen, dass zuerst einmal die Leistungsträger in ihren Chefetagen entsprechende Vergütungserhöhungen bekommen, denn die haben ja schließlich das Kassenplus zu verantworten. Ist doch immer so: bei Erfolg dürfen die abkassieren und bei Pleiten müssen die abkassieren ! Frei nach dem Motto: Mehr Netto vom Brutto !
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