21.09.2010, 14:28 Uhr | dpa-tmn
Die Zahl der Unfälle auf dem Weg zur Arbeit ist gestiegen. (Foto: Imago)
Der strenge Winter am Jahresanfang hat zu deutlich mehr Unfällen auf dem Arbeitsweg geführt. Nach vorläufigen Berechnungen lag die Zahl im ersten Halbjahr 2010 um fast 30 Prozent über der des Vorjahreszeitraums. Das teilt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) in Berlin mit. Der Anstieg sei vor allem auf Unfälle in den Wintermonaten zurückzuführen.
Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 120.324 meldepflichtige Unfälle von Beschäftigten auf dem Weg zur Arbeit oder dem Heimweg verzeichnet. Gezählt wurden Unfälle, die tödlich endeten oder nach denen Betroffene mehr als drei Tage arbeitsunfähig waren.
Außerdem wurden 458.570 Arbeitsunfällen gemeldet. Das waren 7,2 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. "Wir gehen davon aus, dass dies die sich belebende Konjunktur zu Jahresanfang widerspiegelt", sagt DGUV-Hauptgeschäftsführer Joachim Breuer. Die Zahl der tödlichen Unfälle bei der Arbeit stieg um 22 auf 220.
Dagegen sind weniger Schüler, Studenten und Kinder beim Besuch einer Bildungsstätte oder Kita verunglückt: Im ersten Halbjahr 2010 wurde mit 627.718 meldepflichtigen Unfällen ein Rückgang um rund sieben Prozent registriert. Auch die Zahl der Wegeunfälle sank leicht auf 61.262. Unfälle von Schülern sind bereits dann meldepflichtig, wenn Betroffene ärztlich behandelt werden mussten.
dpa-tmn
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