19.12.2011, 16:49 Uhr | dpa-AFX, t-online.de, dpa
Die Gesundheitsbranche entwickelt sich in Deutschland zum Wachstumsmotor. Das zeigt eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), die der "Welt" exklusiv vorliegt. "Die Gesundheitswirtschaft boomt: Für 2012 plant sie mit 70.000 zusätzlichen Stellen den größten Stellenzuwachs aller Branchen", sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann der Tageszeitung.
An der Befragung des DIHK nahmen rund 1000 Unternehmen der Branche Teil. Für die Gesamtwirtschaft rechnet der DIHK für 2012 mit 250.000 zusätzlichen Stellen. Nur in der exportabhängigen Sparte Medizintechnik trübte sich die Stimmung der "Welt" zufolge etwas ein, bleibt aber weiterhin positiv. Dagegen trotzten die Gesundheits- und sozialen Dienste der Krise, berichtete die Zeitung. Unverändert "äußerst positiv" schätzt demnach die Pharmaindustrie ihre Lage ein.
Die Ursache für den anhaltenden Aufwärtstrend der Gesundheitsbranche ist laut DIHK-Chef Driftmann "nicht zuletzt der demografische Wandel, der die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen steigen lässt". Das bedeute in Deutschland wie auch weltweit: neue Geschäftsfelder, ein boomender Export sowie einen wachsenden, nicht von der Versicherung finanzierten, zweiten Gesundheitsmarkt.
Der zweite Gesundheitsmarkt umfasst alle medizinischen Leistungen, die nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt werden. Dazu zählen etwa Erkältungsmittel oder Alternativmedizin. In dem Bereich würden derzeit 60 Milliarden Euro erwirtschaftet, meldete die "Welt". Allein seit 2006 seien die privaten Gesundheitsausgaben jedes Jahr um sechs Prozent gestiegen.
Ein erhebliches Risiko für die Geschäftsentwicklung sehen 42 Prozent der befragten Unternehmen aber im Fachkräftemangel. Mit 68 Prozent fürchten vor allem Pflegedienste, angesichts des steigenden Pflegebedarfs nicht genügend qualifiziertes Personal zu finden. In der Pharmabranche sieht rund ein Drittel (32 Prozent) im Fachkräftemangel ein großes Risiko, ähnlich wie die Medizintechnik, in der 30 Prozent der Unternehmen diese Sorge teilen.
Dem Problem kann nach DIHK-Auffassung nur durch übergreifende Ansätze begegnet werden: "Die Instrumente reichen von der besseren Integration Älterer in den Arbeitsmarkt über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, um speziell Frauen stärker in das Erwerbsleben zu integrieren, über sinnvoll gesteuerte Zuwanderung bis hin zur stärkeren Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt, etwa durch eine schnellere Anerkennung ausländischer Abschlüsse", heißt es in dem Report.
Quelle: dpa , t-online.de , dpa-AFX
Selbstdenkend schrieb:
am 6. Januar 2012 um 18:44:38
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Widerspruch im Namen üblich?
Gesundheitswirtschaft ist eine Wirtschaft die von gesunden Menschen lebt.
In diesem Sinne betreibt eine normale
Familie wohl auch eine Puff-Geher-Wirtschaftt wenn sich niemand beteiligt und die Nichtraucherwirstchaft bedeutet die Nikotin-Wirtschaft. Agentur für Arbeit hat auch nichts mit Arbeit zu tun. Und "Dampfzieh" war das deutsche Wort für Dampf-Lokomotive ...
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Augur schrieb:
am 6. Januar 2012 um 18:21:24
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Gesundheitswirtschaft boomt
Ein erneuter Hinweis auf die Wandlung Deutschlands vom prosperierenden, führenden Wirtschaftsstandort in eine
Dienstleistungs-und Spaßgesellschaft.
Wo bleibt die Wertschöpfung, für die wir einmal berühmt waren? Die wurde doch
längst von den "verlängerten Werkbänken" übernommen, die immer weiter nach
Osten rücken. Quo vadis, Germania, quo vadis Europa?
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blinker schrieb:
am 6. Dezember 2011 um 08:27:33
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Kein WUnder
Kein Wunder, denn das Gesundheitswesen ist ein Geldvernichtungsmoloch erster Güte. Wenn an irgendeiner Stelle Geld fehlt, bringt
der Staat den Bürger gleich in die Pflicht. Also eine lukrative Sache, das Gesundheitsesen.
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