17.01.2012, 11:57 Uhr | dapd
Die GEZ bucht bei Millionen Deutschen die Rundfunkgebühren vom Konto ab, ohne dass sie dazu eine ausreichende Einzugsermächtigung hat. Wie die Rundfunkgebühren-Einzugszentrale - so der vollständige Name - bestätigte, fehlen ihr die Unterschriften von 3,3 Millionen Rundfunkteilnehmern. Die versucht sie seit 2009 mit einem Millionenaufwand nachträglich zu erlangen. Mehr als zwei Millionen Teilnehmer haben demnach bisher nicht geantwortet - obwohl sie bis zu drei Briefe von der GEZ bekommen.
Allerdings gibt die GEZ in den Briefen nicht den wahren Grund an. Vielmehr wird darin und teils auch beim Anrufen der Hotline der Eindruck erweckt, die "Bestätigung der Einzugsermächtigung" werde eingeholt, "um Ihnen und uns den Wechsel auf das neue SEPA-Lastschriftverfahren zu erleichtern". Wer die angegebene Hotline anruft, erhält mitunter sogar die Auskunft, alle bisher erteilten Einzugsermächtigungen, auch an andere Institutionen oder Firmen, würden mit der Umstellung hinfällig. Die GEZ verwaltet die Gebühren von knapp 42 Millionen Teilnehmern.
Das SEPA-Lastschriftverfahren wird allerdings frühestens 2014 eingeführt. Warum dadurch bisher gültige Einzugsermächtigungen ungültig werden sollten, ist unklar. Offenbar hat es die GEZ versäumt, die Unterschriften nachträglich einzuholen, wenn die Kunden die Einzugsermächtigung per Telefon oder Internet erteilt haben. Angeschrieben würden nur Teilnehmer, die das Lastschriftverfahren bereits nutzen.
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Die GEZ bestritt nun auf Nachfrage, dass es um SEPA gehe: "Grundsätzlich hat diese Maßnahme der Bestandspflege keinen direkten Zusammenhang zur SEPA-Migration. Ziel ist es vielmehr, eine Unterschrift zu einer Einzugsermächtigung zu erlangen", erklärte die GEZ. In den Schreiben jedoch wird dem Teilnehmer zunächst erklärt, worin das neue europäische Lastschriftverfahren besteht. Er erhalte "daher mit diesem Schreiben das neue Formular 'Kombimandat'" zusammen mit einem Rückumschlag.
Zu den Kosten der Briefaktion erklärte die GEZ, sie würden aus dem "dafür eingeplanten Budget" bezahlt. Extrakosten gebe es keine.
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Wer das erste Schreiben unbeantwortet lässt, erhält Monate später ein zweites, wiederum mit Rückumschlag. Erst darin findet sich am Ende der indirekte Hinweis: "Die Umstellung auf das SEPA-Lastschriftverfahren ist nur bei vorliegender Unterschrift möglich." Für den Fall, dass der Betroffene unterschreibt, wird ihm ein drittes Schreiben in Aussicht gestellt: "Sobald wir ... umstellen, erhält der Kontoinhaber automatisch eine schriftliche Mitteilung von uns."
Allerdings gibt es keine Verpflichtung, die GEZ-Gebühren per Lastschrift zu zahlen. Verbraucher haben auch die Möglichkeit, die Rundfunkgebühren alle drei Monate zu überweisen.
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Die GEZ zieht jährlich mehr als 7,5 Milliarden Euro an Rundfunkgebühren für ARD und ZDF ein. Das kostet 160,5 Millionen Euro. Bei der GEZ sind rund 1150 Mitarbeiter beschäftigt. 2013 wird die bisherige Rundfunkgebühr durch die sogenannte Haushaltsabgabe ersetzt.
SEPA steht für Single Euro Payments Area (einheitliches Euro-Zahlungsgebiet) und soll den Zahlungsverkehr in ganz Europa inklusive Island, Liechtenstein, der Schweiz, Norwegen und Monaco vereinheitlichen.
Neue GEZ-Gebühren - Das kommt 2013 auf Sie zu
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Quelle: dapd , t-online.de
Karl Heinz schrieb:
am 17. November 2011 um 20:08:47
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GEZ
Noch höre oder sehe ich den Schrott was die senden und man soll auch noch zahlen.Eigentlich ist das ja nicht ganz rechtens.Sollen die
Übertragung verschlüsseln und wer es will kanns dann kaufen.Aber ich glaube dan wäre die Bude in drei Wochen zu.
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Stute schrieb:
am 17. November 2011 um 20:05:34
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GEZ
Wir hatten vor 4 Wochen einen Mitarbeiter des MDR hier, der wollte die GEZ Anmeldung für unseren Betrieb prüfen. Der wollte uns
richtiggehend linken, so was haben wir noch nie erlebt! Wir haben den rausgeworfen.
Trotzdem haben wir noch zwei mal Post bekommen.
Ich könnte so einen Job nicht machen! Würde mich schämen und nachts nicht mehr schlafen können!
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Zwangszahler schrieb:
am 17. November 2011 um 20:03:36
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(32)
Abzocker
Heute schon abGEZockt?
Ich nutze die ÖR Programme nicht und will sie nicht und habe sie auch nicht bestellt. Trotzdem muss ich die
zahlen, ob ich will oder nicht! Jedes andere Unternehmen, was eine nichtbestellte Leistung in Rechnung stellt, wird vom Gesetz bestraft, nur die GEZ nicht! Jedes andere Unternehmen muss das gerichtliche Mahnverfahren einhalten, um an seine Forderungen zu kommen, nur die GEZ nicht, die über die Stadt/Gemeinde eintreiben läßt! Es ist für mich eine Straftat seitens GEZ!
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