21.06.2010, 07:59 Uhr
Die Finanznot unter den knapp 160 gesetzliche Krankenkassen ist offenbar größer als bislang angenommen. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) stufte in einem internen Rating insgesamt 23 Kassen als "gefährdet" ein, darunter allein 20 Betriebskrankenkassen (BKK), wie das Münchner Nachrichtenmagazin "Focus" vorab berichtete. Versicherte müssen sich aber keine Sorgen um ihren Versicherungsschutz machen.
Für 46 Versicherer gilt demnach die Warn-Bewertung "zu beobachten". Bei weiteren 54 Anbietern gilt die Lage dem Bericht zufolge derzeit als "unbedenklich". 34 erreichten die Best-Wertung "leistungsfähig".
Die Finanzexperten des GKV-Verbandes haben das Rating laut "Focus" auf Basis der Finanzergebnisse im vierten Quartal 2009 einschließlich Forderungen und Nachzahlungen aus dem Gesundheitsfonds erstellt. Nach Angaben des Kassenverbands befindet sich das Bewertungsmodell noch "im Aufbau". Es sollten damit Kassen "herausgefiltert werden, bei denen möglicherweise Anhaltspunkte für eine Gefährdung" vorlägen.
Bisher hatten Medienberichten zufolge die drei Kassen GBK Köln, BKK für Heilberufe sowie City BKK dem Bundesversicherungsamt eine mögliche Zahlungsunfähigkeit gemeldet. Die Behörde fürchtet angesichts des für 2011 drohenden Defizits von elf Milliarden Euro in der gesetzlichen Krankenversicherung im kommenden Jahr finanzielle Engpässe bei weiteren gesetzlichen Krankenkassen.
Bei einer drohenden Insolvenz ihrer Kassen müssen deren Kunden aber nicht um ihren Versicherungsschutz bangen. Nach der etwaigen Schließung einer Kasse müssten Versicherte von einer anderen Kasse aufgenommen werden, sagte der Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums, Christian Lipicki. Die Versicherten erlitten dadurch keinen Nachteil. Das Verfahren zur Insolvenz einer Krankenkasse ist so ausgelegt, dass die Versicherten rechtzeitig über die bevorstehende Schließung informiert werden, um sich eine andere Kasse zu suchen. Eine Lücke im Versicherungsschutz wird dadurch vermieden. Die Kassen sind gezwungen, jeden Bewerber aufzunehmen.
Manometer schrieb:
am 19. Juni 2010 um 16:04:39
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1 Gesundheitsfond statt Krankenkassen
Den Gesundheitsfond haben wir, die KK's brauchen wir nicht mehr. Ein kontrollierter Verteiler sorgt
für Patienten, Ärzte u. Krankenhäuser.Es fehlt also nicht Geld, dafür ist alles Geld vorhanden, weil der ganze bisherige Wasserkopf an KK's wegfällt.
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Rene schrieb:
am 19. Juni 2010 um 16:04:35
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hoffentlich bald !
Geht doch alle Pleite! Heute die Kassen morgen die Arztpraxen und übermorgen die Pharmaindustrie. Der Aufwand ist sowieso
größer als der Nutzen. Alle gesetzlichen Krankenkassen abschaffen und privat eine Versicherung abschließen. Bei Allianz und Co! Außerdem brauche ich keine Luxusbehandlung und erst recht kein Schlaraffenland.
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Denker schrieb:
am 19. Juni 2010 um 16:01:13
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sog freiberufler und selbständige
ohne die staatlich garantierten Verdienstmöglichkeiten sog Freiberufler und Selbständigen (u.a.
garantiert durch die Krankenkassen) könnten die Endverbraucher, nämlich die Patienten, die Preise mitbestimmen - ist ein Arzt zu teuer - gehe ich hallt zu einem billigeren Kollegen usw. aber das wollen die Damen und Herren ja so nicht - dann würden nämlich nur wirkliche Leistungen Geld bringen bzw. die Besten Geld verdienen ....also hört auf von Wettbewerb und freier Wirtschaft zu schwafeln!!!
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