25.08.2011, 15:41 Uhr | AFP, dpa-tmn
Mit der 60-Watt-Glühlampe ist ab September Schluss (Quelle: imago)
Nach den 100- und 75-Watt-Birnen verschwinden ab September auch die klassischen 60-Watt-Glühlampen aus den Läden. Das soll die Umwelt schützen, denn moderne Lampen verbrauchen im Betrieb deutlich weniger Energie. Giftstoffe in den Energiesparern trüben allerdings deren saubere Bilanz. Im Folgenden geben Experten Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema.
Der Wechsel von der Glüh- zur Sparlampe fällt den Deutschen offensichtlich schwer. Einer Forsa-Umfrage zufolge greift fast die Hälfte (49 Prozent) erst zur Energiesparlampe, wenn die Glühbirne nicht mehr funktioniert. Jeder zehnte Befragte (rund zehn Prozent) nutzt demnach noch ausschließlich herkömmliche Glühlampen, jeder dritte Umfrageteilnehmer (33 Prozent) ist bereits komplett auf Energiesparlampen umgestiegen. Und gut die Hälfte (55 Prozent) verwendet beides.
Mit dem Abschied von den 60-Watt-Glühbirnen dürfte es laut Forsa zu Hamsterkäufe kommen: Jeder zehnte Verbraucher möchte Glühbirnen auf Vorrat kaufen. Für die Umfrage im Auftrag des Herstellers Osram wurden 1007 Menschen ab 18 Jahren befragt.
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Seit September 2009 müssen herkömmliche Glühbirnen und Lampen nach und nach aus den Ladenregalen verschwinden. Solche mit 100 Watt und 75 Watt Leistung dürfen schon jetzt nicht mehr nachgeliefert werden. Ab 1. September folgen die 60-Watt-Birnen folgen, 2012 die 25- und 40-Watt-Modelle. Händler dürfen aber Restbestände der Glühbirnen weiter verkaufen.
Am weitesten verbreitet sind die sogenannten Energiesparlampen. Haushaltslampen dürfen diesen Titel tragen, wenn sie bei gleicher Lichtleistung mindestens 75 Prozent weniger Strom verbrauchen als eine Standardglühlampe. Daneben gibt es unter den Energiesparern unter anderem Halogenlampen oder Leuchtdioden (LED). Herkömmliche Glühlampen nutzen nur fünf Prozent des verbrauchten Stroms für die Lichterzeugung. Der Rest verpufft als Wärme. Energiesparlampen und Leuchtdioden wandeln dagegen rund 25 Prozent des Stroms in Licht um. Halogenlampen liegen von der Effienz her zwischen der klassischen Glühbirne und der Energiesparlampe.
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Alle drei Varianten energiesparender Lampen sind beim Kauf teurer als die Glühbirne. Bei den Energiesparlampen gibt es wiederum große Preisunterschiede. Laut Stiftung Warentest lohnt sich meist der Kauf einer teureren Sparlampe, weil diese meist schneller hell werden, besseres Licht machen und länger halten.
In der Regel ja, weil die Stromrechnung sinkt. Eine Energiesparlampe hält zudem fast zehn Mal so lange wie eine Glühlampe. Auch Halogenlampen und LED müssen deutlich seltener gewechselt werde. Teils betragen die jährlichen Gesamtkosten für Lampenkauf und Strom so ein Viertel der Kosten einer konventionellen Glühbirne.
Das von Halogenlampen erzeugte Licht kommt demjenigen der Glühbirne besonders nah. Bei den Energiesparlampen empfiehlt es sich, auf Lichtfarbe und Farbwiedergabe zu achten. Die Helligkeit wird in Lumen (lm) gemessen. Je höher der angegebene Lumenwert, desto heller das Licht. Bei der in Kelvin (K) gemessenen Lichtfarbe gilt: Je niedriger der Wert, desto wärmer die Lichtfarbe. 2700 Kelvin entsprechen der Lichtfarbe "warmweiß", die sich ebenso wie "extra-warmweiß" für Wohn- und Schlafräume eignet. In Büro oder Küche werden "tageslichtweiß" oder "neutralweiß" empfohlen.
Zu langsam, zu dunkel, zu teuer, zu giftig, lassen kritische Stimmen seit Monaten verlauten. Der Hintergrund: Energiesparlampen enthalten geringe Mengen Quecksilber. Das Schwermetall gelangt in die Umwelt, wenn die Lampe zerbricht. Kaputte Lampen sollten deshalb schnell per Kehrschaufel und in einer geschlossenen Plastiktüte entsorgt und das betroffene Zimmer gelüftet werden. Energiesparlampen sind auch mit einem Silikonmantel erhältlich - ein Schutz vor dem Austreten des Quecksilbers. Tests ergaben zudem, dass einige Energiesparlampen beim Leuchten Gase absondern. Laut Umweltbundesamt gehen davon aber "keine gesundheitlichen Gefahren" aus.
Halogenglühlampen und Leuchtdioden können mit dem Hausmüll entsorgt werden. Energiesparlampen gehören jedoch aufgrund ihres Quecksilbergehalts auf den Sondermüll. Bislang gibt es bundesweit etwa 3100 Sammelstellen für Privathaushalte. Im ganzen Bundesgebiet organisiert Lightcycle, ein Gemeinschaftsunternehmen von mehr als 80 Leuchtmittelherstellern, Sammlungen im Einzelhandel. Die Zahl der Annahmestellen stieg jüngst von 3100 auf mehr als 5300, weil die Drogeriekette DM inzwischen in allen Filialen sammelt. Weitere Informationen gibt es im Internet etwa unter www.lichtzeichen.de.
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Quelle: dpa-tmn , AFP
Schlonz schrieb:
am 24. August 2011 um 20:03:40
(21)
(4)
Halogen 300W verbot
Der Artikel erwaehnt es nicht, aber meines Wissens werden die EU-Kommissare diesen September auch R7S Halogenlampen (die
langen fuer Deckenfluter) > 300W (glaube ich) verbieten; und danach jeden September kleinere Kaliber. Im Sommer hab ich eine EU-Idiotenlampe an, wenns kaelter wird, den dicken Deckenfluter, der macht schoen Waerme und weit besseres Licht. Auch hier gilt: VORRAT ANLEGEN, der reicht, bis die EU zerfaellt.
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Ramos schrieb:
am 24. August 2011 um 20:01:40
(38)
(7)
Tritt ihn
Ich empfehle, alle unbrauchbar gewordenen Energie"spar"lampen an Herrn Trittin zu schicken.
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Hamsterknabe schrieb:
am 24. August 2011 um 20:01:11
(27)
(4)
Glühbirnenverbot
Wohl denen, die so clever waren und über die unverschämte Zwangsmaß- nahme unserer Regierung nur milde lächeln können,
weil sie sich rechtzeitig für den Rest des Lebens mit den gsundheitsunschädlichen Glühbirnen einge- deckt haben. Quecksilber aus Thermometern raus und rein damit in die sogen. "Energiesparlampe". Die haben doch einen Vogel!
Ebenso irr ist das Verbot der Elektroeinzelspeicheröfen und rein mit dem Strom in Elektroautos. Völlig unverständlich!
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