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Glühbirnen-Verbot: Stiftung Warentest warnt vor Panikmache

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Warentest warnt vor Panikmache bei Glühbirnen-Verbot

01.09.2009, 11:07 Uhr | bv

Das langsame Aus der Glühbirne beginnt am 1. September (Foto: ddp) Das langsame Aus der Glühbirne beginnt am 1. September (Foto: ddp)Die Stiftung Warentest hat vor übertriebener Panik wegen des Starts des Glühlampenverbots zum 1. September gewarnt. Für Hamsterkäufe herkömmlicher Glühbirnen gebe es keinen Anlass, erklärte die Stiftung. In umfangreichen Tests habe die Energiesparlampe überzeugt. Sie sei langlebiger, erzeuge pro Watt viel mehr Helligkeit und senke die Stromkosten spürbar.

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Keine Gesundheitsgefahren festgestellt

Die Tester widersprachen zudem Berichten über Gesundheitsgefahren durch Energiesparlampen. Die von den Lampen abgegebene UV-Strahlung und die elektromagnetischen Felder hätten sich in verschiedenen Tests als unbedenklich erwiesen. Die wenigen Milligramm Quecksilber in Energiesparlampen gelangten bei korrekter Entsorgung nicht in die Umwelt. Zerbricht eine Energiesparlampe, verdampft das Quecksilber. Deshalb sollte der Raum gut durchgelüftet werden. Ansonsten könnten die Scherben einfach aufgefegt werden, sagte der Leiter des Berliner Giftnotrufs, Torsten Binschek, dem "Stern". Gesundheitsgefahren entstünden erst beim Inhalieren der 100-fachen Menge, die in einer solchen Lampe enthalten ist.

Hamsterkäufe bei Glühbirnen

Das EU-weite Verbot der 100-Watt-Glühbirnen und der matten Modelle ab dem 1. September hatte in den vergangenen Wochen zu Hamsterkäufen in Deutschland geführt. Der Verkauf von Glühlampen in Deutschland stieg laut einer GfK-Studie im ersten Halbjahr 2009 um 34 Prozent. Bis zum 1. September 2012 werden schrittweise alle Glühbirnen vom Markt genommen.

So viel sparen Energiesparlampen (Foto: obs) So viel sparen Energiesparlampen (Foto: obs)

Ein Baustein für das Klima

Der Abschied von der klassischen Glühbirne ist nach Experteneinschätzung ein richtiges Signal im Kampf gegen den Klimawandel. "Natürlich ist das nicht die Lösung für alle Probleme, es gibt andere Bereiche, die eine erheblich größere Bedeutung haben, aber es ist ein Baustein", sagte Claus Barthel vom Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt, Energie. Immerhin mache die Beleuchtung für Privathaushalte sowie für Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungsunternehmen etwa 15 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland aus.

Bundesamt für Strahlenschutz gibt Entwarnung

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat Energiesparlampen als unbedenklich eingestuft. Vorliegende Untersuchungen zeigten, dass die von den Lampen emittierte optische Strahlung sowie die elektrischen und magnetischen Felder die internationalen Grenzwertempfehlungen einhielten, schreibt das Amt auf seiner Internetseite (www.bfs.de): "Hinsichtlich mehrerer für den Strahlenschutz wichtiger Charakteristika unterscheiden sich Glühlampen und Kompaktleuchtstofflampen nur graduell."

Blaues Licht kein Problem

Beim direkten Blick in eine Lichtquelle könne das Auge durch den Blaulichtanteil einer Glühlampe sogar deutlich stärker gefährdet werden als durch die entsprechende Emission einer Energiesparlampe, so das BfS. Mit den üblichen Leuchtstoffröhren seien zudem seit langem Leuchtmittel mit einer sehr ähnlichen Technologie am Markt vertreten. Energiesparlampen sind in verschiedenen Farbtemperaturen erhältlich, bei denen das Licht teils "wärmer", teils "kälter" als das einer Glühbirne wirkt. Eine 100-Watt-Birne liegt bei 2800 Kelvin Farbtemperatur. Die Sparlampen gibt es mit 2700 K (warmweiß), 4000 K (neutral/ kaltweiß) oder 6500 K (tageslichtweiß). Halogenlampen haben in der Regel 3000 K.

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Quelle: dpa , AFP , t-online.de

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