13.08.2010, 09:44 Uhr | dpa, AFP, t-online.de - mmr
GM-Chef Ed Whitacre geht (Foto: dpa)
Nach einem guten halben Jahr hört Ed Whitacre als Konzernchef von General Motors (GM) auf. Er übergebe den Posten zum 1. September an das Verwaltungsratsmitglied Daniel Akerson, kündigte Whitacre am Donnerstag überraschend an. Er werde aber weiterhin dem Verwaltungsrat vorstehen und damit die Geschicke des Unternehmens überwachen. Zuvor hatte GM seine Quartalszahlen veröffentlicht: Erstmals seit der Insolvenz machte der einst größte Auto-Konzern der Welt wieder einen satten Gewinn - und denkt laut über eine Rückkehr an die Börse nach.
Whitacre hatte Ende 2009 Fritz Henderson entmachtet und schaffte es binnen weniger Monate, GM wieder auf Kurs zu bringen. Nur ein Jahr nach der Insolvenz hat der US-Autokonzern wieder einen Milliardengewinn eingefahren. Im zweiten Quartal verdiente der Konzern unter dem Strich rund 1,3 Milliarden Dollar (etwa eine Milliarde Euro), wie GM mitteilte. Es war das zweite Quartalsplus in Folge, nach einem Gewinn von 865 Millionen Dollar in den ersten drei Monaten des Jahres. Der Umsatz stieg von April bis Juni im Jahresvergleich um ein Drittel auf 33 Milliarden Dollar. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte GM noch einen Verlust von 13 Milliarden Dollar hinnehmen müssen. GM hat das gute Ergebnis vor allem der gestiegenen Nachfrage in Nordamerika zu verdanken. Das Europa-Geschäft hingegen bewegte sich im zweiten Quartal weiter in den roten Zahlen.
GM-Finanzchef Chris Liddell zeigte sich in einer Firmenerklärung "zufrieden mit unseren Fortschritten". Durch strikte Kostendisziplin und neue Produkte bewege sich der Konzern in die richtige Richtung. Die guten Zahlen dürften dem Plan von GM Auftrieb geben, noch in diesem Jahr an die Börse zurückzukehren. Der Börsengang soll den Staatsanteil bei GM zurückfahren, der derzeit noch bei 61 Prozent liegt. Das Unternehmen hatte die existenzgefährdende Insolvenz nur dank staatlicher Gelder in Höhe von rund 50 Milliarden Dollar überstanden.
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In den USA stieg der Absatz von GM-Fahrzeugen vom zweiten Quartal 2009 bis zum zweiten Quartal 2010 den Angaben zufolge von 541.000 auf 603.000 Fahrzeuge. Bei den europäischen Töchtern Opel und Vauxhall hingegen sank der Absatz im selben Vergleichszeitraum von 348.000 auf 314.000 Fahrzeuge. GM Europe verzeichnete im zweiten Quartal einen Verlust von 200 Millionen Dollar nach einem Minus von 500 Millionen Dollar im Vorquartal.
Akerson wird bereits der vierte GM-Chef binnen nicht einmal zwei Jahren. Whitacre wird weiterhin an der Spitze des einflussreichen Verwaltungsrates von GM bleiben. Diesen Posten hatte der 68-Jährige, der fast zwei Jahrzehnte lang den US-Telefonriesen AT&T geleitet hatte, auf Betreiben der US-Regierung bereits im Juni 2009 übernommen. "Seit dem Tag meines Amtsantritts habe ich immer gesagt, dass ich dem Unternehmen zu alter Größe verhelfen will und dann nicht einen Tag länger bleiben will", begründete Whitacre seinen Rücktritt als Vorstandschef.
Whitacre gilt als Schlüsselfigur bei der bisher erfolgreichen Sanierung der US-Auto-Ikone, die nach Jahren der Misswirtschaft im vergangenen Jahr Insolvenz hatte anmelden müssen. Mit dem Amtsantritt von Whitacre fiel auch ein Schwenk von GM in seiner Opel-Strategie zusammen. Hatte der US-Autobauer zuvor monatelang einen Käufer für die europäische Tochter gesucht, beschloss General Motors unter seiner Führung, Opel im Konzern zu behalten und zu sanieren. Der neue Chef Daniel Akerson könnte so weitermachen. Er bringt allerdings kaum Erfahrung in der Autobranche mit - wie sein Vorgänger.
Quelle: AFP , dpa , t-online.de
K.M. schrieb:
am 13. August 2010 um 09:29:30
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Gewinne-Gegenleistung
Der Staat hat viele Firmen mit Steuergeldern unterstützt. Die gehälter der Manager sind um 3% seit 2009 gestiegen.
Eine Abgabe gestaffelt ab 60.000 €
Gutverdienst könnte nach oben hin eingeführt werden. Denn viele der Gutverdienenden leben von denen mit Dumpinglöhnen. Andere Unternehmer sind wie viele Arbeiter in Hartz 4 gefallen u. kommen da nicht mehr heraus.
Wo bleibt die Solidarität mit Geringabgaben was denen nicht weh tut. Die einen haben ein Paradies auf Erden, die anderen gehen leer aus
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ich schrieb:
am 13. August 2010 um 07:23:56
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GM & OPEL
Na, da muss man ja gespannt sein, wann Vauxhall und Opel zugesperrt werden. 500 mio und jetzt 200 mio Verlust - Gut, dass es hier
keine Staatshilfen gab. Der Markt reguliert sich am besten selbst (d.h. die Verbraucher entscheiden) - offensichtlich will kaum noch einer nen Opel...
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astra 1 schrieb:
am 12. August 2010 um 23:08:23
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Verluste in Europa
Klar,in Europa sinkt der Absatz,weil dort 2009 in vielen Ländern der Verkauf durch Abwrackprämien boomte. Opel fährt
Verluste ein? Lächerlich! Das Europa-Absatzziel des neuen Astra von 180.000 Stück wurde bereits im Juli erreicht, der Insignia fährt in der Mittelklasse vorne mit und der neue Meriva hat drei Monate Lieferzeit. Diese "erklärten Europa-Verluste" sind rein abschreibungstechnischer Natur. Ein paar mehr verkaufte US-Autos als im Minusjahr 2009 schafften die Amis nicht aus der Krise!!
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