Staatskonzern GM (Foto: Reuters)Die Rettung von General Motors hat den US-Steuerzahler rund 50 Milliarden Dollar gekostet - und der wird es schwer haben, sein Geld wiederzubekommen. Beim anstehenden Börsengang muss der Staat pro Aktie 133,80 Dollar erlösen, damit er seinen kompletten Einsatz zurückerhält. Selbst zu seinen absoluten Glanzzeiten im Jahr 2000, als sich teure Pick-Ups und Geländewagen bestens verkauften, lag der Kurs bei unter 100 Dollar.
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GM-Börsengang zum Jahresende
Die Kalkulation zum Aktienpreis hat Neil Barofsky angestellt, der die milliardenschweren TARP-Rettungspakete der US-Regierung aus der Krisenzeit überblickt. Ein Brief mit dem Zahlenwerk wurde nun veröffentlicht. GM dürfte gegen Ende des Jahres an die Börse zurückkehren; wie viele Aktien der Staat in einem ersten Schritt hergibt, ist aber noch unklar.
Washington musste GM retten
Die US-Steuerzahler hatten GM vor einem Jahr mit 49,5 Milliarden Dollar vor der Pleite bewahrt. Der Staat hält seitdem mit 60,8 Prozent die Mehrheit am Unternehmen, will sich aber langsam zurückziehen. Ein Teil des Geldes hat die Regierung bereits zurückbekommen. Laut Barofsky stehen noch 39,7 Milliarden Dollar aus, die über den Aktienverkauf hereingeholt werden müssten.
Ford hat es alleine geschafft
Sollten die Anleger für die einzelne GM-Aktie tatsächlich einen so hohen Preis zahlen, wäre der Konzern mehr wert als die rivalisierende Ford. Die stellt zwar weniger Autos her, hatte die schwere Krise aber aus eigener Kraft überlebt und schreibt schon wieder satte Gewinne. Auch der dritte große US-Autobauer, Chrysler, hatte Insolvenz anmelden müssen und war vom Steuerzahler aufgefangen worden. Hier steht ein Börsengang in den Sternen, der italienische Autobauer Fiat hat mittlerweile das Sagen bei Chrysler.
China als Investor nicht willkommen
In den kommenden Wochen steht die Entscheidung an, welche Investoren dicke Aktienpakete erhalten. Auch Chinas größter Autobauer SAIC soll Interesse haben. Es herrschen in den USA allerdings Vorbehalte gegen einen zu starken Einfluss ausländischer Investoren. Die US-Regierung von Präsident Barack Obama fürchtet, diesen "Ausverkauf" den Bürgern nicht vermitteln zu können. Im November sind Wahlen zum Kongress.