aktualisiert 13.12.07 - t-online.de/ Martin Mrowka
Alles was hier glänzt ist Gold (Foto: T-Online)Der Gold-Preis ist nach zuvor ruhigen Monaten seit August 2007 deutlich angesprungen. Die in den USA losgetretene Hypotheken-Krise brachte nicht nur die weltweiten Finanzmärkte ins Schwanken. Gleichzeitig trieb sie viele verunsicherte Sparer auch wieder in Gold-Anlagen, die seit jeher als sicherer Hafen in ungewissen Zeiten gelten. Hinzu kommen nun ungewisse Aussichten für die konjunkturelle Entwicklung und steigende Inflationsraten - ebenfalls Aspekte, die die Nachfrage nach Gold stärken. Und da das Edelmetall auf der Welt nur begrenzt vorhanden ist, erhöht die gesteigerte Nachfrage bei gleichbleibender Angebotsmenge den Preis. Doch Gold ist nicht gleich Gold. Wir geben einen Überblick über kleine und große Gold-Geschenke.
Gold zeitweise über 1000 Dollar
"Gold ist eine Versicherung für wirklich schlechte Zeiten", beschreibt Rohstoff-Guru Jim Rogers gern den Sinn einer goldenen Anlage. Je unsicherer die Zeiten, desto höher der Gold-Preis, lautet die Faust-Formel. Und seit immer neue Hiobsbotschaften die Aktienmärkte durcheinander wirbeln, kennt auch der Gold-Preis kein Halten mehr. Im März wurde sogar die 1000-Dollar-Marke überwunden (vgl. Gold-Chart). Manch Experte rechnet für die Zukunft gar noch mit weit höheren Preisen. Nicht unmöglich: Inflationsbereinigt, also in heutige Währung zurück gerechnet, kostete Gold Anfang 1980 schon einmal mehr als 2000 Dollar - bevor der Preis wieder jäh abstürzte.
Rückschläge möglich
Rückschlagsrisiken und fehlende Verzinsung des Goldes sind die größten Nachteile einer Anlage in Gold. Die schwelende Krise am US-Hypothekenmarkt treibt nicht nur die Nachfrage der Privatanleger nach physischem Gold, sie ist auch ein Risiko für den Preis des Edelmetalls. Denn Gold können große Investoren jederzeit problemlos verkaufen, wenn sie kurzfristig Liquidität brauchen. "Halten die Subprime-Turbulenzen weiter an, kann es zu Rückschlägen beim Goldpreis kommen", sagte Wolfgang Wrzesniok-Rossbach, Leiter Marketing und Sales bei der Heraeus Metallgesellschaft in Hanau. "Eine Anlage in Gold rentiert sich allein durch Wertzuwächse, Zinserträge können damit nicht erzielt werden", warnt auch ein Experte vom Bundesverband deutscher Banken. Geht die Nachfrage nach Gold zurück, müssen eventuell schmerzliche Verluste hingenommen werden.
Hohe Inflation und schwacher Dollar verteuern Gold
Doch vorerst sorgen vor allem die durch hohe Energiepreise steigende Inflation und die Talfahrt des US-Dollar an den Devisen-Märkten dafür, dass die Investoren immer mehr Gold kaufen. Verliert der Dollar an Wert, schichten viele Anleger in Gold um. Als der Euro im Handel mit der Weltleitwährung über die psychologisch wichtige Marke von 1,50 Dollar sprang und weitere neue Rekordhöhen bei fast 1,60 erreichte, trieb es die weltweiten Anleger scharenweise ins Gold.
Run auf Münzen und Barren
Physisches, reines Gold können Anleger in Deutschland bei allen Banken kaufen, aber auch in den Filialen des Münchner Edelmetall-Händlers Pro Aurum. Dort musste man vor wenigen Wochen bis zu eine halbe Stunde Schlange stehen, um sich mit Goldmünzen oder -barren einzudecken. Pro Aurum muss derzeit bis zu zwei Wochen auf Lieferungen warten, weil Produzenten wie Heraeus aus Hanau nicht mehr mit der Produktion hinterherkommen. Die Herstellungskapazitäten sind voll ausgelastet.
Im folgenden erhalten Sie einen Überblick über die verschiedenen Anlage-Formen in Gold - auch als Geschenk.
Goldene Anlagen -Münzen, Barren, Zertifikate, Schmuck
Geschenke der Super-Reichen -Ausgefallene Ideen bis zu 2 Millionen
Weihnachtsgeschenke für Kinder -Im Schnitt 328 Euro pro Kind
Quelle: t-online.de
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