20.02.2012, 15:38 Uhr | Goldman Sachs
Historisch folgt als nächster Index der seit 1991 berechnete Goldman Sachs Commodity Index GSCI®. Der GSCI® ist mithin - seit der Totalrevision des RJ/CRB - der älteste auf unveränderter Grundlage berechnete Index.
Weil es mit dem nicht investierbaren "alten" CRB-Index keine Möglichkeit gab, aktiv Rohstoffanlagen gegen einen Index zu Benchmarken beziehungsweise passiv in die Anlageklasse Rohstoffe zu investieren, entwickelte Goldman Sachs den GSCI®, um diese Lücke zu füllen. Der Wunsch nach einem investierbaren Rohstoffindex war von einem großen institutionellen Anleger an Goldman Sachs herangetragen worden, der sein Vermögen auch in die Assetklasse Rohstoffe diversifizieren wollte, da diese neben sehr attraktiven Renditen auch besonders vorteilhafte Beimischungseigenschaften, vor allem eine niedrige bis negative Korrelation mit Aktien, mitbrachte. Die Wahl der Investmentbank folgte sicher der führenden Rolle, die Goldman Sachs im Rohstoffhandel einnahm, nachdem das Unternehmen 1981 mit J. Aron & Company ein führendes, 1892 gegründetes Rohstoffhandelshaus übernommen hatte.
Bei der Konzeption des GSCI® stand daher von Anfang an im Vordergrund, dass der Index die Geldanlage in einen Rohstoffindex ermöglichen sollte. Das erklärt weitgehend die Mechanik, die für den Index gewählt wurde. Durch den Bezug auf den nahen Futureskontrakt und das regelmäßige Rollen konnte der Index nachgebildet werden und war somit investierbar. Durch die Beschränkung auf liquide handelbare Rohstofffutures ist sichergestellt, dass auch große Vermögen angelegt werden können. Die Beschränkung auf Kontrakte, die in den OECD-Staaten in US-Dollar notieren, sichert ein Vermögen gegen unangenehme Entwicklungen ab.

Bei der Entscheidung, wie die einzelnen Rohstoffe zueinander gewichtet sein sollen, orientierte man sich an der Gewichtung eines Aktienindex, die nach Marktkapitalisierung erfolgt und daher ohne subjektive Bewertungen auskommt: Die Indexbestandteile werden entsprechend dem Wert der Weltjahresproduktionsmenge des jeweiligen Rohstoffs mit jeweils aktuellen Preisen zueinander gewichtet. Dies führt dazu, dass sich mit Preisänderungen auch das Gewicht des Rohstoffs im Index entsprechend ändert. Diese Änderung der Gewichtungen ergibt sich bei den Indizes mit festen Prozentgewichten pro Rohstoff natürlich auch. Allerdings wird hier durch regelmäßige Umschichtungen das Zielgewicht wieder hergestellt. Eine solche Umschichtung ist beim GSCI® nicht erforderlich.
Der GSCI® ist, da er als Benchmark dienen soll, transparent beschrieben und wird ohne Diskriminierung an andere Investmentbanken lizenziert, sodass eine Vielzahl von Banken eine Vielzahl von Wertpapieren auf den GSCI® anbietet.
Goldman Sachs
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