
20.01.2012, 18:44 Uhr | Der Aktionär
Im neuen Jahr hat der Goldpreis wieder deutlich zulegen können. Experten sind sich jedoch uneinig, ob der Boom weitergeht oder Gold in den kommenden Monaten deutlich an Wert verliert.
Noch vor gut einem Jahrzehnt haben die wenigsten Anleger Gold auf ihrem Investment-Radar gehabt. Doch dies hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend geändert. Wohl kein anderes Metall hat die Anleger zuletzt derart in seinen Bann gezogen wie Gold. Kein Wunder – die schwelenden Krisenherde weltweit haben das Edelmetall insbesondere als sicherer Hafen zur Zufluchtsstätte Nummer eins gemacht. Dies hat sich auch in den Preisen niedergeschlagen.
Im Vergleich zu den Tiefständen 2001 hat sich der Goldpreis bis zu seinem Allzeithoch im September 2011 bei 1921,15 Dollar mehr als versiebenfacht. Und die Aussichten für Gold scheinen weiterhin glänzend. Die jüngste Korrektur wertet das Gros der Branchenkenner als Verschnaufpause auf dem Weg zu neuen Rekordständen. Einige prophezeien bereits in diesem Jahr einen Goldpreis jenseits der 2000-Dollar-Marke und sehen die momentanen Kurse als klare Einstiegsgelegenheit.
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Argumente für weiter steigende Goldpreise gibt es derweil zur Genüge. Allen voran die niedrigen Realzinsen bieten Gold das ideale Umfeld für steigende Notierungen. Sowohl in den USA als auch in Europa wurde der Leitzinssatz massiv auf
null bis 0,3 beziehungsweise einen Prozent gesenkt. Die Inflationsraten hingegen liegen bei mindestens drei Prozent. Dies macht Gold als Inflationsabsicherung hochinteressant. Zudem zeigen auch immer mehr Zentralbanken Interesse an Gold.
Zwar befinden sich die Anteile von Gold an den Währungsreserven der Länder noch immer auf historisch niedrigem Niveau, insbesondere immer mehr Schwellenländer zeigen mittlerweile aber verstärktes Interesse an Gold, um sich gegen weitere Finanzmarkt-Turbulenzen abzusichern. Zudem scheint der Höhepunkt der Minenproduktion bereits überschritten zu sein. In den meisten Ländern waren in den vergangenen Jahren rückläufige Förderzahlen zu beobachten. Sollte es zudem zu einer weiteren Zuspitzung der derzeitigen Finanzkrisen kommen, könnten jene sogar noch weiter sinken. Der Grund: Eine mögliche Kreditklemme könnte die Finanzierung neuer Goldprojekte auf Eis legen.
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Umso überraschender ist es nun, dass einer der größten Goldoptimisten des vergangenen Jahrzehnts, Christoph Eibl von Tiberius Asset Management, gerade jetzt das Ende des Goldbooms vorhersagt. Eibl war zu Beginn des neuen Jahrtausends einer der Ersten, der auf die großen Chancen im Goldsektor hingewiesen hat. Im Januar 2003 hat die BW-Bank eine Studie mit dem Titel „Megatrend Gold: Neue Entwicklungen“ veröffentlicht, in der insbesondere Eibl als Mitautor auf die großen Chancen des Edelmetalls hingewiesen hat. Seiner Meinung nach hat sich der Goldmarkt seitdem aber grundlegend gewandelt.
Er glaubt, dass Gold inzwischen zumindest teilweise seinen Status als Krisenwährung eingebüßt hat, und prophezeit, dass sich der Goldpreis 2012 unter allen Metallpreisen am schlechtesten entwickeln wird. Er erwartet einen Preisrutsch des Edelmetalls bis zum Jahresende auf 1300 Dollar. Und für diese Annahme gibt es ebenfalls durchaus triftige Gründe. Auch Eibl sieht Gold als gute Möglichkeit zur Absicherung gegen Inflation: „Im langfristigen Bild sollte Gold einen Realzins von null Prozent gewährleisten“. Seiner Meinung nach ist Gold als Inflationsversicherung aber mittlerweile relativ teuer geworden.
Noch zum Ende der 90er-Jahre war das Edelmetall unterbewertet. Die Ursache dafür waren die Verkäufe und Ausleihungen der Notenbanken, die eine Lücke zwischen Inflation und Goldpreis hinterließen. In den vergangenen zehn Jahren konnte Gold nicht nur diesen Rückstand aufholen, sondern schoss weit über das Ziel hinaus. Verglichen mit den Übertreibungen Anfang der 80er-Jahre hat der Goldpreis nach Ansicht Eibls nur noch wenig Luft nach oben, bevor ein mehrjähriger Bärenmarkt einsetzt.
Auch das Sentiment spricht für ein baldiges Ende des Goldbooms, so Eibl. Wohl kaum ein Anleger dürfte bei einem Bummel durch eine beliebige deutsche Stadt nicht mindestens zwei Shops für den Goldankauf gezählt haben. Und auch die "Bild-Zeitung" hat dem Thema im vergangenen Jahr bereits eine komplette Titelseite gewidmet.
Quelle: Der Aktionär
Dragon schrieb:
am 23. Januar 2012 um 16:16:30
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Im Jahr des Drachen
spielt Gold eine wichtige Rolle als Zeichen von Prosperität. Deshalb erhalten in China schon Babies Gold in die Wiege
gelegt, damit sie im Leben Erfolg haben.
Auch der chinesische Staat empfiehlt seinen Bürgern Gold anstelle von Dollars. Das sollte den Goldmarkt neben der Sorge vor Inflation weiter beflügeln.
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holgerharrislee schrieb:
am 22. Januar 2012 um 09:40:06
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"Goldpreis: Das Ende der Gold-Hausse?"
da wir unsere demnächst wertlosen geldscheine zum feueranmachen nehmen können wird gold und
silber die einzige alternative bleiben. fragt mal die generationen, die schon 2 x alles verloren haben. die GmbH Deutschland wird mit sackkotzie und der ganzen eu - erweiterung scheitern. auch der vom dicken ohne volksbefragung eingeführte euro wir sich nicht halten können.
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Oskar schrieb:
am 21. Januar 2012 um 13:17:13
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Goldpreis zu teuer
Gold ist und bleibt ein Metall, das Niemand braucht und fast keinerlei industrielle Nutzung hat. Vergleicht man es mit
Platin(~1500 $), ein Zukunftsmetall, oder Silber so merkt man doch, dass Gold viel zu teuer ist!
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