23.12.2011, 22:30 Uhr | dpa-AFX
Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace sind auf ein französisches Atomkraftwerk geklettert. Bei der Protestaktion in Nogent-sur-Seine 95 Kilometer südöstlich von Paris entfalteten acht Atomkraftgegner auf dem Dach des Reaktorblocks ein Spruchband mit der Aufschrift "Sichere Atomkraft gibt es nicht". Die Polizei nahm die Aktivisten fest. "Wir wollten zeigen, wie schwach und unzureichend die Sicherheit französischer Kernkraftwerke ist", sagte eine Greenpeace-Sprecherin im Fernsehsender BFM-TV. "Es war ganz einfach, wir konnten innerhalb von 15 Minuten alle Sicherheitsanlagen überwinden."
Der Kernkraftwerksbetreiber EdF erklärte, man habe die Aktivisten sofort bemerkt und sehr schnell ohne Gewalt festgenommen. Doppelte oder dreifache Elektrozäune, Video-Kameras und spezielle Polizeitruppen sorgen in französischen Kernkraftwerken für Sicherheit. Der für Atomkraftwerke verantwortliche Direktor von EdF, Dominique Minière, berichtete auf einer Pressekonferenz, die Aktivisten seien gut trainiert, sehr schnell gelaufen und mit entsprechendem Material sehr gut auf die Operation vorbereitet gewesen. Man habe die Aktivisten sofort gesehen, doch am wichtigsten sei ihre Festnahme ohne Gewaltanwendung gewesen.
Bei den Atomkraftwerken Chinon und Blayais waren anscheinend Versuche der Greenpeace-Mitglieder gescheitert, in die Kraftwerke einzudringen. Dort wurden Spruchbänder gefunden. Nach Angaben von EdF wurde die Sicherheit der Anlage in Nogent durch die Aktion nicht beeinträchtigt. Industrieminister Erich Besson kündigte eine Untersuchung an. Sollten Mängel festgestellt werden, sei dies eine Funktionsstörung, die behoben werden müsse, sagte der Minister im französischen Rundfunk.
Finden Sie den günstigsten Stromanbieter aus Ihrer Region. Daten eingeben und vergleichen.
Das Atomkraftwerk in Nogent hat zwei Druckwasserreaktoren mit einer Leistung von jeweils 1300 Megawatt, die 1987 und 1988 in Betrieb genommen wurden. In Frankreich produzieren 58 Reaktoren auf 19 Atomkraftwerke verteilt etwa 80 Prozent des nationalen Strombedarfs. Frankreich hält auch nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima unbeirrt an der Atomkraft fest.
Die oppositionellen Sozialisten wollen allerdings im Fall eines Siegs bei den Präsidentenwahlen im Mai 24 Reaktoren schließen, darunter auch das älteste Kernkraftwerk im elsässischen Fessenheim dicht an der deutschen Grenze.
Quelle: dpa-AFX
karlfred schrieb:
am 5. Dezember 2011 um 20:45:23
(7)
(2)
greenpeace
Einfach sitzen lassen, irgendwann wirds denen langweilig und sie kommen alleine wieder runter.
Kommentar melden
edi schrieb:
am 5. Dezember 2011 um 20:32:50
(13)
(6)
greenpeace
greenpeace leistet schon seit jahren gute arbeit und hilft das leben auf diesem planeten zu schützen.
Kommentar melden
Maria schrieb:
am 5. Dezember 2011 um 20:05:37
(9)
(7)
Schmarrn
dafür habe ich keine Zeit, ich muss arbeiten gehen um den teuren Strom zu bezahlen den mir diese Vollzeitakrobaten nicht gönnen.
Aber die Herrschaften brauchen ja sowas nicht auf dem Dach strahlts ja hell genug.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die 58-jährige Gina Rinehart ist Bergbau-Unternehmerin. zum Video