09.02.2012, 16:16 Uhr | dapd, dpa-AFX, AFP, t-online.de - mmr
Griechenland wird gerettet - jedenfalls vorerst. Die Parteispitzen der griechischen Regierung haben sich auf ein Paket von Sparmaßnahmen als Voraussetzung für weitere internationale Finanzhilfen geeinigt. Griechenlands Ministerpräsident Lucas Papademos hat die Einigung auf das neue Sparprogramm bestätigt: "Die Verhandlungen wurden erfolgreich abgeschlossen." Das Sparziel für 2012 betrage 3,1 Milliarden Euro. Das ist Voraussetzung für das neue Hilfspaket über 130 Milliarden Euro für das pleitebedrohte Land. An den Märkten sorgte die Nachricht vorübergehend für Gewinne.
Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, wurde telefonisch über die Übereinkunft zwischen den wichtigsten beteiligten Parteien informiert. Laut Draghi wird sich am Abend die Euro-Gruppe treffen, um über das griechische Verhandlungsergebnis zu beraten. "Dann wird ein vollständiger Bericht vorliegen", sagte er. Es werde auch eine Diskussion über die nächste Schritte geben. Finanzminister Evangelos Venizelos hofft auf eine positive Entscheidung zum zweiten Rettungspaket.
Zudem laufen Verhandlungen mit den Privatgläubigern Griechenlands über einen Schuldenschnitt, der das Land um rund 100 Milliarden Euro entlasten soll. Die Finanzminister der Eurozone wollen in Brüssel zusammenkommen, um über die neuen Griechenland-Hilfen zu beraten. Ohne die Hilfen droht Griechenland die Staatspleite.
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Die EZB wird sich gegenwärtig nicht an einem Schuldenschnitt für Griechenland beteiligen. "Wir haben derzeit keine Veranlassung, unsere Position zu verändern", sagte EZB-Präsident Mario Draghi. Er fügte jedoch hinzu: "Wenn wir es tun, werden wir es mitteilen."
Die Europäische Zentralbank wird als Griechenlands größte Gläubigerin gehandelt. Draghi gab jedoch nicht preis, wie hoch das Engagement in Griechenland-Anleihen ist. Klar ist jedoch: Die EZB hat die Staatsanleihen zu niedrigen Marktpreisen gekauft. Sollte sie auf einer Auszahlung bestehen, müsste Athen das Zwei- bis Dreifache der EZB-Aufwendungen bezahlen.
Die Hoffnung auf eine baldige Lösung der griechischen Schuldenprobleme hat am Aktienmarkt für einen kleinen Freudensprung gesorgt. Der DAX erreichte am Nachmittag bei 6838 Punkten kurzzeitig ein neues Sechsmonatshoch. Auch gute Unternehmenszahlen gaben Auftrieb. Der Euro reagierte ebenfalls positiv. Am Nachmittag sprang die Gemeinschaftswährung über die 1,33-Dollar-Marke. Der Gold-Preis zog auf 1747 Dollar an. Das Anleihen-Barometer Bund-Future gab unterdessen deutlich nach.
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Quelle: dpa-AFX , dapd , AFP , t-online.de
zlati schrieb:
am 10. Februar 2012 um 11:44:39
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Abwarten bitte
Glaubwürdigkeit der griechischen Politik ist geschrumft. Was sie versprechen ist nicht ernst zu nehmen. Sie wollen erst sich
selbst aus dem Schlamassel retten. Das Volk haben sie schon jahrelang belogen, und das schaffen sie immer wieder. Sozialfrieden in Griechenland haben aber immer die Anderen bezahlt. Jetzt muss einer endlich auf die Finger bekommen. Miese von mind. 400 Milliarden EUR bekommen wir wohl alle zu spüren. Finanzmärkte sehen es auch so.
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ein deutscher Bürger schrieb:
am 10. Februar 2012 um 10:39:35
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Griechenland
Warum muß sich die Merkel den verschuldeten Griechen so sehr aufdrängen, will sie als EURO-Kanzlerin in die Geschichte
eingehen? Ohne Rücksicht auf die BRD? Naja, sie hatte ja einen guten Lehrmeister der auch alles tat um Einheitskanzler zu werden, der uns damals auch suggerierte dass uns die Einheit keinen Pfennig kostet. Was sich ja auch als falsch erwießen hatte. Gut, die Einheit war richtig, sowie die EU auch richtig ist, fragt sich nur um welchen Preis? Deutschland = Zahlmeisterland?
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karoh schrieb:
am 10. Februar 2012 um 00:00:28
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Griechenland
Langsam reicht es mit dem Thema Griechenland.
Die Griechen haben von Anfang an belogen und betrogen, sie haben sich mit falschen
Behauptungen in die EU eingeschlichen. Aber das wussten alle, insbesonders unser Danke Kanzeler Schröder und unsere Superpolitiker von Rot-Grün. Den haben wir alles zu verdanken, die jetzt ihre dumme Schnauze aufreissen. Aber nicht den kleinen Griechen, die jetzt die Zeche zahlen sollen. Die deutschen Idioten, kommen auch noch dran. Wer soll es denn bezahlen.
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