19.09.2011, 11:32 Uhr | dpa
Griechenland-Drama: Wird der Geldhahn zugedreht? (Quelle: imago)
Die Politik erhöht vor der Fälligkeit der nächsten Milliarden-Tranche den Druck auf Griechenland. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) warnte Griechenland davor, die Drohung mit einem Zahlungsstopp nicht ernst zu nehmen. "Niemand sollte sich Illusionen machen: Ohne eine positive Feststellung der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF), dass Griechenland seinen Verpflichtungen nachkommt, kann die nächste Tranche nicht ausgezahlt werden", sagte Schäuble. der "Bild am Sonntag". "Deshalb müssen die Griechen Zahlen vorweisen können, die belegen, dass sie im Plan sind", sagte der Minister.
Schäuble mahnte Griechenland, dass die Mitgliedschaft in einer Währungsunion eine "Chance aber auch schwere Bürde" sei. "Die Anpassungsmaßnahmen sind sehr hart. Die Griechen müssen wissen, ob sie diese Last auf ihren Schultern tragen wollen", sagte der CDU-Politiker.
Griechische Medien berichteten, die Regierung mache sich nun große Sorgen um die nächste Tranche der Finanzhilfe. Finanzminister Evangelos Venizelos habe ein "äußerst negatives Klima" beim jüngsten Finanzministertreffen der EU in Breslau festgestellt. Zuvor war die eigentlich für Montag erwartete Ankunft der Experten von EU, IWF und EZB in Athen ein zweites Mal aufgeschoben worden. Nur, wenn die "Troika" grünes Licht gibt, wird Griechenland die nächste Tranche seiner dringend benötigten Finanzhilfe bekommen.
Aktuelle Stellenangebote für Filialleiter, Kundenberater, Buchhalter und Absolventen in Ihrer Wunschregion finden.
Jobsuche starten
Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat sogar eine Reise in die USA abgebrochen. Papandreou war schon in Richtung London unterwegs, als er sich entschloss, nach Griechenland zurückkehren, teilten Athener Regierungsbeamte mit. Papandreous Büro erklärte, die kommende Woche sei "für die Umsetzung der Eurozonen-Entscheidung vom 21. Juli und die Initiativen, die Griechenland in Angriff nehmen muss, von entscheidender Bedeutung".
Der griechische Regierungschef sollte in New York an der UN-Vollversammlung teilnehmen und anschließend dem jährlichen Treffen des Internationalen Währungsfonds beiwohnen. Dabei sollte er auch mit IWF-Direktorin Christine Lagarde und US-Finanzminister Timothy Geithner zusammenkommen.
Noch am Samstag hatte sich Schäuble optimistisch geäußert. Der Bundesfinanzminister zeigte sich im polnischen Breslau (Wroclaw) zuversichtlich, dass die neuen milliardenschweren Hilfen rechtzeitig unter Dach und Fach kommen. Er gehe davon aus, dass alle Euroländer bis etwa zum 10. Oktober das neue Hilfspaket sowie die Erweiterung des Rettungsschirms EFSF absegnen werden, sagte Schäuble nach zweitägigen Beratungen der EU-Ressortchefs. "Dann werden alle Länder die Gesetzgebung abgeschlossen haben."
Im schlimmsten Euro-Krisenfall wäre Deutschland nach unterschiedlichen Experten-Berechnungen mit 400 bzw. 465 Milliarden Euro im Risiko. "Die Euro-Krise wird für die deutschen Steuerzahler potenziell immer teurer", erklärte der Chef des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn. Das ifo-Institut legt bei seiner Berechnung nicht nur Risiken aus den aktuellen Hilfsprogrammen für wankende Euro-Staaten zugrunde. Zusätzlich berücksichtigen die Münchner Ökonomen die laufenden Staatsanleihen-Ankäufe durch die EZB und Verbindlichkeiten der Krisenländer, die innerhalb des Eurozahlungssystems aufgehäuft wurden. So kommt das ifo-Institut auf 465 Milliarden Euro.
Laut einer anderen Berechnung der Deutschen Bank müsste Deutschland im äußersten Extremfall mit Garantien von bis zu 400 Milliarden Euro für den erweiterten Rettungsfonds EFSF einspringen. Das berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".
Schäuble äußerte sich gegenüber der "Bild am Sonntag" zudem zu Forderungen aus der FDP, die Debatte um die Euro-Krise müsse endlich ehrlich geführt werden. "Niemand in der Regierung hat den Bürgern Sand in die Augen gestreut oder diese gar bewusst getäuscht. Die gemeinsame Währung ist von immensem Vorteil für Deutschland. Und deshalb verschwenden wir nicht das Geld der Steuerzahler, sondern nehmen unsere Verantwortung für die Zukunft dieses Landes wahr", sagte Schäuble der Zeitung.
Nutzen Sie den Ökostrom-Preisvergleich von Verivox und finden Sie den für Sie passenden Ökostromtarif.
Vergleich starten
Quelle: dpa , t-online.de
Der Pessimist schrieb:
am 18. September 2011 um 16:19:02
(110)
(7)
Griechenland-Krise
Die nächste Finanzspritze wird an Griechenland ausgezaht. Wetten dass ???Notfalls bekommen die EU-Prüfer geschönte
Bilanzen präsentiert. Und wenn irgendwann alles schief gehen sollte, erhöht sich Deutschlands Schuldenberg von 2,3 auf 2,8 Billionen Euro. Auch das werden unsere Politiker schönreden und den deutschen Steuerzahlern dann noch gnadenloser den letzten Euro aus den Rippen quetschen.
mehr
Kommentar melden
max 100 schrieb:
am 18. September 2011 um 16:18:16
(80)
(5)
Zocker
Von wegen Griechenland oder Portugal usw. retten ! Die fanzösischen und deutschen Zockerbuden (Kreditvergabeinstitute) und die
internationalen Währungsspekulanten sollen gerettet werden. Jene Millionäre also, die auf die europäische Solidarität spekulieren und sich die Hände reiben ! Sie geben ärmeren Ländern gegen hohe Zinsen Kredite, sie spekulieren auf Zahlungsunfähigkeit ! Sie sollen gerettet werden ! Alles andere Geschwafel ist dummes Zeug ! Warum müssen Steuerzahler Spekulanten
mehr
Kommentar melden
QUAYY schrieb:
am 18. September 2011 um 16:17:33
(101)
(19)
Sarrazin hat recht !
Was den Alliierten , allen voran England nach `45 nicht gelungen ist , nämlich Deutschland auch wirtschaftlich zu
zerstören macht Jetzt die EU und die verrückten Deutschen machen kräftig mit unser Land wirtschaftlich in den Abgrund zu führen . Verstehe einer den Satz ---- Schanden vom deutschen Volk abzuwenden ! ! Die schwören : Schaden dem deutschen Volk zuzufügen ! ! ! ! ( und der Wähler macht sein Kreuz wieder bei unseren Bestattern statt endlich DEUTSCH zu wählen ! ! ! ! )
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Acht Flaschen 2007er San Martino plus Dekanter jetzt für nur 49,- € statt 78,10 €. von Hawesko
Testsieger-Patronen für Marken-
drucker im TÜV-geprüften Online-
Shop kaufen. mehr
24,6 cm Tablet-PC mit Android 4.0, 1 GHz Prozessor inkl. Ledertasche für nur 229,- €. bei euronics
Für einen klaren Durchblick: Lese-
brillen, Komplettbrillen u.v.m. zu top Preisen! bei optikplus.de
Neuer Besitzer blätterte mehr als 70 Millionen Euro hin. zum Video