28.07.2010, 19:28 Uhr | dpa-AFX, apn, dpa
Streik: Abgestellte Lastwagen auf einer Schnellstraße am Rande Athens (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Ein bisher dreitägiger Streik der Tank- und Lastwagenfahrer in Griechenland macht sich im Land immer stärker bemerkbar. Die Versorgung mit Treibstoff kam zum Erliegen. Nach Angaben des Verbandes der Tankwarte hatten am Mittwoch nur noch etwa fünf Prozent der Tankstellen Benzin und Diesel. Der Streik strahlte auch zunehmend auf andere Bereiche aus, sodass sich die griechische Regierung zum Handeln gezwungen sah.
Tausende Touristen annullierten Medienberichten zufolge ihre Reisen, weil sie Angst davor haben, mit dem Auto in Griechenland steckenzubleiben. Auf Kreta hätten mehr als 200 Touristen ihre gemieteten Fahrzeuge einfach stehengelassen, weil sie keinen Sprit mehr bekamen. Der Tourismus in Griechenland stehe für dieses Jahr vor dem Ende, befürchteten daher Verbände der Hoteliers und der Campingplatzbetreiber. Sie sprachen von einem "Zustand des täglichen Terrors".
Es kam auch zu ersten Engpässen in der Versorgung mit Gemüse und Obst. Nur die an die anderen Balkanstaaten angrenzenden Regionen leiden nicht. Die Fahrer reisten immer wieder nach Bulgarien oder in die Türkei, um dort ihre Wagen vollzutanken, berichtete das Staatsradio. Die Regierung forderte die streikenden Fahrer auf, ihren Ausstand zu beenden, sonst würden sie zum Dienst verpflichtet.
Die Besitzer und Fahrer der rund 30.000 Tank- und Lastwagen Griechenlands protestieren mit dem Ausstand gegen die von der Europäischen Union (EU) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) verordnete sogenannte Öffnung geschlossener Berufe - eine Gegenleistung für die Griechenland-Hilfe von 110 Milliarden Euro.
Eine Lizenz für einen Last- oder Tankwagen kostet in Griechenland je nach Größe des Wagens 100.000 bis 300.000 Euro. Lizenzen sind seit fast 40 Jahren in Griechenland nicht mehr ausgegeben worden. Aus diesem Grund steigt der Wert einer Tank- oder Lastwagenlizenz immer mehr. Dies soll stufenweise in den kommenden drei Jahren durch die Ausgabe neuer Lizenzen abgeschafft werden. Einen Gesetzentwurf gibt es bereits.
Die Gewerkschaften erklärten nach einem einstündigen Treffen mit Vertretern des Verkehrsministeriums, auf ihre Forderungen sei nicht eingegangen worden. Deshalb werde der Streik ohne Unterbrechung fortgesetzt.
Am Mittwochabend begann die griechische Regierung dann damit, die streikenden Trucker zum Dienst zu verpflichten. Die entsprechenden Erlasse seien vom sozialistischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou und den zuständigen Ministern unterzeichnet worden, berichtete der griechische Rundfunk. Es werde nun damit gerechnet, dass sich die Situation am Wochenende normalisieren werde, hieß es.
Quelle: dpa-AFX , dapd , dpa , t-online.de
Transportunternehmer schrieb:
am 29. Juli 2010 um 11:00:55
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2 Wochen stehen bleiben
Das sollten wir hier auch mal durchziehen, alle LKWs bleiben im Hof: Keine Zeitung,kein Frühstück,Mittagessen u.
Abendessen fällt auch aus, nichts mehr zu trinken Supermarkt leer, Autobahnen alle frei, weil Tankstellen ohne Sprit, kein Klopapier und Mülleimer voll, ach wie würden uns alle bitten doch wieder LKWs auf die Straße. Merkt ihr was, keiner will LKWs aber jeder braucht sie.
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outlet1218 schrieb:
am 29. Juli 2010 um 09:48:40
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Spediteure-GR.
Diese ganzen Sonder Regelungen die da so scheibchenweise an das Tageslicht kommen waren der EU doch vor Aufnahme von
Griechenland in die EU bekannt.
Der Kardinal Fehler war ja wohl Griechenland überhaupt aufzunehmen.
Das die bevölkerung Griechenlands auch nicht EU tauglich ist zeigen doch die tagtäglichen Ereignisse dort.
Ein Witz auch daß das auch Alles noch vom deutschen Steuerzahler mit finanziert wird !
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tom schrieb:
am 29. Juli 2010 um 09:20:42
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da können ..
wir mal sehen, wie gut es den Griechen eigentlich ging, ohne dass Sie Geld zur Finanzierung haben !!!
Leben auf Saus und Braus,
und jetzt zeigt man Ihnen alle Ihre Sünden auf
RICHTIG, lasst Sie schwitzen ... immerhin wollen Sie UNSER Geld
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