30.11.2010, 09:37 Uhr | dpa-AFX
Hohe Baumwollpreise werden 2011 wohl auch bei Otto die Preise für Kleidung steigen lassen (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
H&M und Otto prophezeien höhere Preise für Bekleidung. Grund ist der steigende Baumwollpreis, der in den vergangenen Monaten geradezu explodiert ist. Aber auch gestiegene Arbeits- und Transportkosten lassen die Preise in die Höhe schnellen. "Ich glaube, dass die Preise in der Branche steigen werden", sagte der Chef der Filialkette H&M, Karl-Johan Persson, dem "Handelsblatt".
Die Arbeitskosten in Asien und der Türkei seien gestiegen, "gleichzeitig können viele unserer Lieferanten die Produktionskapazitäten nicht weiter erhöhen. Es sind viele Faktoren, die momentan gegen uns sind", sagte Persson. Dies gelte für die gesamte Branche. Ob sich auch H&M-Kunden auf höhere Preise einstellen müssen, ließ Persson aus Wettbewerbsgründen offen.
Der Hamburger Versandhandelskonzern Otto rechnet ebenfalls mit steigenden Preisen für Bekleidung in Deutschland. "Wir erleben derzeit in der gesamten Branche einen deutlichen Anstieg der Baumwollpreise, aber auch der Arbeitskosten in den Hauptlieferländern China, Indien, Bangladesch und in der Türkei", sagte der Sprecher der Otto Group, Thomas Voigt, dem "Hamburger Abendblatt". "Daher werden sich die Preise für Bekleidung für die Endverbraucher im kommenden Jahr erhöhen. Dieser Entwicklung werden wir uns auch in der Otto Group nicht vollständig entziehen können."
Seit 2008 hat sich der Preis für Baumwolle mehr als verdoppelt und ein Ende des Anstiegs ist nach einer schlechten Ernte in den wichtigen Anbaugebieten China und Pakistan nicht in Sicht. Allein von Juli bis Oktober legten die Preise um rund 30 Prozent zu. Für einen Teil dieses Anstiegs dürften nach Einschätzung von Rohstoff-Experten - ähnlich wie bei anderen Rohstoffen - Spekulanten verantwortlich sein. Der Textilriese C&A hatte Anfang Oktober mitgeteilt, die Preise für Baumwollkleidung nicht erhöhen zu wollen.
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Quelle: t-online.de , dpa-AFX
Bekleidungstechniker schrieb:
am 30. November 2010 um 08:03:28
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Tatsachen
Die steigenden Baumwollpreise sind Realität (inzwischen nicht nur wegen schlechter Ernten, sondern auch durch Spekulation). In
Bangladesch wurden die Mindestlöhne verdoppelt, in Indien und China kräftig erhöht - das wirkt auch auf die Preise.
Momentan ist es fast unmöglich, Aufträge zu vergeben- die Lieferanten weigern sich Preise abzugeben, weil sie nicht wissen, was die Baumwolle sie Morgen kosten wird...
Alle werden an den Preisen ändern müssen - aber keiner will anfangen...
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Karin schrieb:
am 29. November 2010 um 20:24:02
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Bekleidung
Darauf konnten wir unseren Hintern verwetten. Von DM zu Euro 1 zu 1 umrechnen, dann Made in China oder in sonst so einem
Biligland Kleidung herstellen lassen in überaus schlechter Qualität und jetzt noch einmal verteuern. Diese Stinkstiefel kriegen ihren gierigen Hals nicht vol genug.
Was sind wir in diesem Land doch rundherum verraten und verkauft worden.
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Daniela schrieb:
am 29. November 2010 um 20:03:39
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Baumwollpreise
Schon jetzt kaufe ich gezielt und nach Bedarf Bekleidung. Gibt es eben ein Teil weniger. Nur: Wenn dringender Bedarf zu
erhöhten Preisen besteht...einige werden es nicht bezahlen können! Und immer ist u. a. die Ernte schuld.
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