24.11.2010, 09:20 Uhr | dapd, mmr
Dem Handel in Deutschland steht nach der Einschätzung von Marktforschern eine recht üppige Weihnachtsbescherung ins Haus. Die Anschaffungsneigung der Verbraucher ist nach dem GfK-Konsumklima-Index im November kräftig gestiegen. Die Bundesbürger beabsichtigen nach Angaben der Nürnberger Marktforscher in diesem Jahr, für durchschnittlich 245 Euro Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Am beliebtesten sind demnach Bücher vor Kleidung und Spielwaren. Nur sieben Prozent kaufen gar keine Weihnachtsgeschenke.
Das Konsumklima habe sich "auf breiter Front noch einmal verbessert", sagte der Autor der Studie, Rolf Bürkl. Gerade in Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft seien das "sicherlich gute Nachrichten". Unter den Einzelindikatoren, aus denen die GfK das Konsumklima errechnet, legte den Angaben zufolge vor allem die Anschaffungsneigung kräftig zu. Mit einem Plus von 16,8 Punkten im November sei der Rückgang im Oktober (minus 8,2 Zähler) mehr als ausgeglichen. Der Indikator erreichte 39,3 Punkte. Zu dieser Entwicklung beigetragen hätten sowohl gestiegene Konjunktur- als auch Einkommenserwartungen, erklärten die GfK-Forscher.
Die Konjunkturerwartung der Verbraucher auf eine Sicht von sechs Monaten stieg um 9,8 auf 65,8 Zähler. Im Vorjahresvergleich bedeutet das einen Zuwachs von knapp 65 Punkten. Es herrsche eine "regelrechte Konjunktur-Euphorie", sagte Bürkl. "Die Verbraucher sehen Deutschland im Aufschwung."
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Das Unterschreiten der psychologisch wichtigen Drei-Millionen-Marke bei der Arbeitslosenzahl und Meldungen über vorgezogene Gehaltserhöhungen lassen die Verbraucher auch ihre Einkommens-Perspektiven rosiger sehen. Dazu kommt die niedrige Inflationsrate von rund 1 Prozent. Nach Angaben der GfK hat der Indikator der Einkommenserwartung mit einem Plus von 8,9 Punkten den Rückgang aus dem Vormonat nahezu wettgemacht. Er liegt im November bei 44,9 Zählern.
Insgesamt legte das Konsumklima nach einer Verschnaufpause im Vormonat wieder zu. Die Dezember-Prognose stieg auf 5,5 Zähler nach revidiert 5,1 Punkten im Vormonat und 3,9 Punkten im November 2009. Bürkl erklärte, die GfK liege nach diesem Jahresendspurt mit ihrer Prognose voll in der Spur, wonach der private Verbrauch in diesem Jahr insgesamt um real 0,5 Prozent zunehmen werde. Befragt wurden von der GfK wie jeden Monat rund 2000 Verbraucher.
Für 2011 sagte GfK-Chef Klaus Wübbenhorst ein "ebenfalls gutes Konsumjahr" voraus. Die Voraussetzungen seien da und eine 1 vor dem Komma "nicht unrealistisch", obwohl eine derartige Steigerung des privaten Konsums in Deutschland selten sei.
Umsätze von rund 14 Milliarden Euro kann der Handel nach einer weiteren GfK-Studie im diesjährigen Weihnachtsgeschäft mit Geschenken erwarten. Bücher sind dabei für 39,7 Prozent der fast 4200 Befragten das Geschenk der Wahl. Kleidung und Accessoires nannten 33,4 Prozent, Spielwaren 33,2 Prozent. Auf Umsätze hochgerechnet, bedeutet das nach den Worten von Studienautor Wolfgang Adlwarth für Buchhändler rund eine Milliarde Euro, in Modegeschäften 1,74 Milliarden Euro und gut 1,57 Milliarden Euro im Spielwarenhandel.
Auf den Plätzen der beliebtesten Geschenke folgen mit 26,2 Prozent Lebensmittel (dazu gehören auch Süßigkeiten). Gutscheine wollen 23,7 Prozent der Verbraucher ihren Lieben überreichen und Kosmetik-Artikel sowie Parfüm folgen mit 20,1 Prozent auf Rang 6. Gutscheine seien deshalb so beliebt, weil sie sich für alle möglichen Geschenke vom Buch über Kino und Konzert bis hin zur Thai-Massage eignen, sich leicht beschaffen lassen und dem Beschenkten oft noch eine persönliche Wahlmöglichkeit geben.
Rund 25 Prozent der Käufe laufen über das Internet. Spitzenreiter sind in diesem Vertriebsweg Abos und Veranstaltungstickets, aber auch CDs und DVDs, Bücher und Unterhaltungselektronik. Mit einem Geldgeschenk - die GfK rechnet mit einem Gesamtumfang von etwa zwei Milliarden Euro - wollen 16,4 Prozent aller Befragten die Qual der Wahl umgehen. Dabei fällt eine deutliche Zunahme mit steigendem Alter des Schenkenden auf: In der Altersgruppe von 55 bis 64 Jahren entschieden sich 32,2 Prozent für den Umschlag mit Scheinen darin.
Quelle: dapd , t-online.de
Kaufrausch schrieb:
am 25. November 2010 um 01:23:35
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Psychotricks
Solche Prognosen sind billige Tricks, um den deutschen Michel und das blauäugige Lieschen Müller zu mehr Konsum zu animieren.
Dass die es sich leisten können, ohne sich (weiter) zu verschulden???
Das ist wohl eher nicht der Fall.
Wen schert´s?? Unsere neoliberalistische Regierung sicherlich nicht, denn hier herrscht akuter Mangel an Verantwortungsbewusstsein, Moral und Willen zur Gestaltung der Demokratie!!
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Anlageberater schrieb:
am 23. November 2010 um 21:03:53
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Schulden abbauen
Der Handel freut sich und wir wischen uns die Nase. Alles wird teurer (Krankenkasse etc., Gebühren der Gemeinden, usw.) und
dann gibt es welche, die denken wir haben nun doch mehr Netto vom Brutto! Bitte mal nachdenken und nachrechnen! Die Zeche zahlen wir, daran ändert auch ein Weihnachtsgeld und ein Bonus nichts! Alles nur Augenwischerei! Die beste Anlage des Weihnachtsgeldes ist Schulden tilgen und keine weiteren Schulden machen. Nur so kann das Konto von vielen genesen.In dem Sinne,haut rein
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Käufer schrieb:
am 23. November 2010 um 20:27:32
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Handel jubelt
Man kann doch nur das haben,was man hat,oder?Der handel jubelt schon vorher.Erst wenn das Spiel zu Ende ist,dann wird
abgerechnet.Ich spare mein Geld auf alle Fälle und kaufe mir im Frühjahr ein paar Gramm Gold dafür.Hat mein Opa auch getan und er ist etwas reich geworden.Egal welche Währung,für Gold kriegst du immer was.Sogar Brot oder Kartoffeln.Es muß nicht immer Kaviar sein!
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