07.02.2011, 13:55 Uhr | dapd
Rewe: Chef Caparros wehrt sich gegen höhere Preise (Foto: imago) (Quelle: imago)
Der Chef des Handelskonzerns Rewe, Alain Caparros, hat die Pläne zahlreicher Lebensmittel-Hersteller kritisiert, die Preise anzuheben. "Wir lehnen Erhöhungen der Preise durch die Lebensmittel-Industrie ab", sagte er dem Nachrichtenmagazin "Focus" (Montag). Auch wenn sich Agrarrohstoffe aufgrund von Spekulationsgeschäften oder durch Unwetter-Katastrophen vorübergehend verteuerten, könne das nicht eins zu eins an die Verbraucher durchgereicht werden. "Im Interesse der Kunden werden wir im Handel alles versuchen, um steigende Preise zu verhindern", sagte der Rewe-Chef.
Caparros sagte, die Umsatzrenditen der großen Hersteller lägen zwischen 15 und 30 Prozent. Sie seien damit deutlich höher als die des Handels. Statt die Preise zu erhöhen, sollten die Produzenten lieber bei sich selbst nach Lösungen suchen. Er sei der Meinung, "dass die Lebensmittelindustrie jetzt einen Beitrag zur Dämpfung der Inflationsgefahr leisten muss - und das aufgrund ihrer wirtschaftlichen Stärke auch kann".
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind die Preise für Lebensmittel im Dezember 2010 auf Jahressicht um 3,6 Prozent gestiegen.
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Derweil hat Kraft Foods als erster Nahrungsmittelkonzern wegen der zuletzt stark gestiegenen Preise für Rohkaffee den Staat um Hilfe gebeten. "Wir brauchen mehr Transparenz im Kaffeehandel. Ähnlich wie in den USA muss ein Gesetz auch bei uns dafür sorgen, dass Händler, die an den Börsen mit Lebensmitteln Geschäfte machen, eindeutig zu identifizieren sind", sagte Hubert Weber, Chef des Kaffeegeschäfts von Kraft Foods in Europa, der "Welt am Sonntag". Der Konzern ist mit Marken wie Jacobs oder Hag weltweit einer der größten Kaffee-Verkäufer.
"Kaffee ist seit einem halben Jahr eine der Top-Wetten der Finanzwelt geworden. Ob die Blase platzt oder ob das noch eine Weile so weitergeht, kann heute niemand wissen", sagte Weber. Wer nicht wolle, dass dadurch Lebensmittelpreise in die Höhe getrieben würden, müsse den Markt regulieren.
Der Rohkaffeepreis ist in den vergangenen Monaten um 50 Prozent gestiegen und hat an den wichtigsten Börsen für Kaffeebohnen, in New York und London, Rekordhöhen von weit mehr als zwei Dollar (1,50 Euro) für ein Pfund erreicht.
Quelle: dapd , t-online.de
muxi schrieb:
am 1. April 2011 um 21:25:53
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maxi
mit dem Essen spielt man nicht!
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jacob schrieb:
am 7. Februar 2011 um 15:19:28
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geier
grundsätzlich sollte der spekulationshandel mit nahrungsmitteln verboten sein weltweit, solange es hunger auf dieser erde gibt keine
speku -geschäfte es sollte für alle trader ein ehrenkodex sein keine tragödien künstlich zu erzeugen
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Max schrieb:
am 7. Februar 2011 um 12:27:49
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Rewe
Ausgerechnet diese Supermarktketten müssen sich jetzt hier zu Wort melden. Das sind doch die, die seit Jahren die Industrie in
Knebelverträge zwingen! Und wer sich auf diese Kneleblverträge nicht einläßt, kommt garnicht erst in die Regale! So sieht die Wirklichkeit aus!
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