12.04.2010, 17:28 Uhr | bv mit AFP, apn
Mobilfunk-Antennen: Versteigerung von neuen Frequenzen (Foto: dpa)
Zehn Jahre nach der Milliarden-Versteigerung von UMTS-Frequenzen für das schnelle mobile Internet ist am Mittag eine neue Auktion der Bundesnetzagentur gestartet worden. Zu vergeben sind insgesamt 41 Frequenzblöcke, um die sich die Mobilfunkunternehmen T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 bewerben. Die Netzagentur ging von einen intensiven Bieterwettbewerb aus, rechnete aber nicht mit schnellen Ergebnissen.
Die Auktion könnte mehrere Wochen dauern. Das liegt daran, dass die Bieter jeweils 90 Minuten Zeit haben, ein neues Angebot für die verschiedenen Frequenzblöcke abzugeben. Jeder Bieter hält sich in einem abgetrennten Raum in der Mainzer Außenstelle der Bundesnetzagentur auf. Die Gebote werden über ein geschlossenes Computernetzwerk abgegeben. Die Auktion ist erst beendet, wenn auf keinen der Blöcke mehr ein Angebot abgegeben wird.
Zum Auftakt der Auktion ging es offenbar noch relativ gelassen zu. Es wurden Gebote im Gesamtvolumen von 117 Millionen Euro abgegeben - nur 25 Millionen über dem absoluten Mindestgebot. Das höchste Einzelgebot lag bei 8,6 Millionen Euro. Von nun an wird täglich von Montag bis Freitag zwischen 8.00 und 18.00 Uhr weitergesteigert. Mögliche Bieterstrategien ließen sich bisher noch nicht erkennen, hieß es.
Sechs Unternehmen hatten sich für die Auktion beworben, vier wurden schließlich zugelassen. Jeder Bieter musste vorab angeben, wie viele Frequenzblöcke er maximal ersteigern möchte. Danach richtet sich die Anzahl seiner Bietrechte. Gleichzeitig gilt eine Mindestaktivität: Sie liegt zu Beginn bei 50 Prozent und steigt am Ende auf 100 Prozent. Wer nicht genügend mitbietet, verliert Bietrechte.
Versteigert wird vor allem die sogenannte digitale Dividende. Das sind Frequenzen, die durch die Digitalisierung des Antennenfernsehens frei geworden sind. Diese Wellenlänge eignet sich besonders, um ländliche Gebiete mit schnellem Internet versorgen zu können. Die Anzahl der angebotenen Frequenzen ist deutlich höher als bei der berühmt-berüchtigten UMTS-Auktion vor genau zehn Jahren. Damals hatten die Bieter insgesamt rund 100 Milliarden Mark ausgegeben und damit hohe Schulden aufgehäuft. Das Geld fehlte anschließend für den tatsächlichen Aufbau der Netze, sodass UMTS lange ein Nischendasein fristete.
Bei der aktuellen Versteigerung gibt es deshalb Vorgaben, denen sich die Bieter verpflichtet haben. Im Fall eines Kaufs müssen sie ab 1. Januar 2016 in allen Bundesländern einen Versorgungsgrad von 90 Prozent erreichen. Erst wenn alle Städte und Gemeinden mit höchstens 5000 Einwohnern schnelle Internetanschlüsse bekommen haben, darf auch die Versorgung in den lukrativeren Großstädten angegangen werden.
Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, sagte im Deutschlandradio, die Versteigerung habe nicht das Ziel, die Einnahmen des Staates zu maximieren. Stattdessen solle das leistungsfähigste Unternehmen für den Ausbau des Mobilfunks gefunden werden. "Das ist eben nach dem ökonomischen Prinzip auch derjenige, der sich bei einer solchen Auktion durchsetzt", sagte Kurth. Bei einem Unternehmen, das Lizenzen sehr günstig bekäme, wäre es laut Kurth dagegen nicht sicher, ob es später auch die Dienste wie erwartet anbieten könne.
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bv mit AFP, apn
Elly schrieb:
am 12. April 2010 um 16:51:36
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Mobilfunknetze Tagelang ausgefallen
Ich nutze einen Prepaidanbieter im O2-Netz, als ich vor Ostern in einer ländlichen Gegend im
Südöstharz war ist tagelang das O2-Netz ausgefallen. Da konnte ich so lange ich dort war, ca. eine Woche nicht telefonieren.
So sieht es in ländlichen Gegenden aus!
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Elly schrieb:
am 12. April 2010 um 16:07:21
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Zwangseingemeindung
Wegen:
Zitat:
Erst wenn alle Städte und Gemeinden mit höchstens 5000 Einwohnern schnelle Internetanschlüsse bekommen
haben, darf auch die Versorgung in den lukrativeren Großstädten angegangen werden.
Nach den Zwangseingemeindungen gibt es keine Gemeinden < 10.000 Einwohner mehr.
Das ist doch alles nur totale Volksveralberung!
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Elly schrieb:
am 12. April 2010 um 16:02:24
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Telekom sollte nicht bieten
Sollen die Anderen doch mal die Netze bauen und Strafen für verspätete Fertigstellung zahlen. Es reicht doch
wenn die Telekom dann die Konkursmasse der Anderen billig aufkauft.
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