14.09.2010, 09:11 Uhr | AFP
Studie: Berufseinsteiger landen immer öfter bei der Zeitarbeit (Foto: imago) (Quelle: imago)
Junge Menschen finden in Deutschland beim Start ins Berufsleben laut einer Studie immer seltener einen regulären Arbeitsplatz. Knapp 40 Prozent arbeiteten zunächst als Leiharbeiter, Teilzeitkraft oder auf einer befristeten Stelle. Das ist das Ergebnis einer Studie der Hochschule Niederrhein, die der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung vorliegt. Damit habe sich der Anteil der jungen Erwachsenen bei atypischen Arbeitsverhältnissen im untersuchten Zeitraum von 1997 bis 2007 mehr als verdoppelt
Auch in allen anderen Altersgruppen sei der Anteil der irregulär Beschäftigten gestiegen - jedoch bei weitem nicht so stark wie bei den Jungen. Der Anteil befristeter Stellen sei in der Wirtschaftskrise deutlich gewachsen - vor allem in Großunternehmen, teilte die Böckler-Stiftung mit. Nur gut ein Viertel (23 Prozent) der Jugendlichen bekomme nach einem befristeten Job eine reguläre Stelle. Aber auch schon vor dem Berufseinstieg leisteten viele Jugendliche Praktika, von denen der Großteil als prekär bezeichnet werden müsse, da es oft kein oder wenig Geld gebe.
Unter den Leiharbeitern machten junge Erwachsene unter 35 Jahren heute mehr als die Hälfte aus. Fast 40 Prozent der Arbeitnehmer unter 30 Jahren, die 2007 eine Vollzeitstelle gehabt hätten, seien bei einer Zeitarbeitsfirma beschäftigt gewesen. Mit einem Leiharbeits-Verhältnis seien "erhebliche Probleme" für junge Menschen verbunden. Zeitarbeiter fühlten sich in Unternehmen, an die sie ausgeliehen werden, oft ausgegrenzt. Der Druck auf Leiharbeiter sei oft besonders groß, psychische Erkrankungen besonders häufig. Für junge Arbeitnehmer sei dies besonders problematisch, weil diese noch für Jahrzehnte arbeiten müssten.
Im Jahr 2007 seien zudem zwei von fünf Auszubildenden nach Ende der Lehre nicht übernommen worden. In der Wirtschaftskrise dürfte sich die Übernahmequote demnach nochmals verschlechtert haben. Ein großes Problem sei, dass junge Erwachsene, die nicht übernommen werden sehr häufig in die Arbeitslosigkeit oder in atypische Arbeitsverhältnisse abrutschten. Auch Arbeitslosigkeit sei während der Krise sei unter jungen Menschen ein großes Problem gewesen, teilte die Stiftung mit. Der Anteil der Arbeitslosen unter den jungen Erwachsenen zwischen 15 und 25 Jahren sei seit Krisenbeginn dreimal so stark gestiegen wie in allen anderen Altersgruppen.
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Quelle: AFP
Michael schrieb:
am 14. September 2010 um 18:24:19
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an Hannes
was ist nun Herr Bäckermeister mit der Arbeit, war doch nur auf die Jugend meckern, ich wäre sofort zu ihnen gekommen, aber
leider sind sie ja von der Bildfläche verschwunden und antworten nicht, von wegen die Jugend will nicht, nein wir sollen für 3,50 arbeiten
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Rudi schrieb:
am 14. September 2010 um 18:06:17
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reguläre Jobs
jedes Jahr wandern 170 000 hochqualifizierte Fachkräfte aus Deutschland ab
weil sie keinen Job finden oder Arbeitslos
werden.Aber die Wirtschaft ruft nach Fachkräften aus dem Ausland das passt doch nicht zusammen.Es werden mit aller Macht die Löhne nach unten gedrückt und die Gewerkschaften machen da noch mit .Deutschland schaft sich ab.
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Kritiker schrieb:
am 14. September 2010 um 17:36:59
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Jobs
Junge Leute finden keine Jobs, ältere Arbeitnehmer werden schon ab 40+ ausgemustert und nicht wieder eingestellt. Und dann beklagen
sich die Arbeitgeber über Fachkräftemangel und rufen nach Green-Cards für Inder und andere Exoten. Beauftragte Rekrutierer von Arbeitnehmern stellen Fangfragen, Stressfragen, unerlaubte Fragen und tun alles, um den Arbeitnehmer möglichst nicht einzustellen. Was ist bloß los mit den deutschen Arbeitgebern?
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