15.11.2010, 16:56 Uhr | dapd
Eltern einer Hamburger Schule wurden einem Bericht von NDR Info zufolge aufgefordert, Girokonten für ihre Kinder bei der Hamburger Sparkasse (Haspa) zu eröffnen. Die Begründung: Die Bezahlung in der Kantine werde umgestellt, das Bezahlen mit Bargeld sei künftig nicht mehr möglich. Die Schulbehörde hält laut NDF Info die Aufforderung für unzulässig. Verbraucherschützer kritisierten diese Praxis.
In einem von der Schulleitung und der Haspa gemeinsam verfassten Schreiben heißt es laut NDR: "Als Partner der 'Schule am Walde' unterstützen wir sehr gerne die Einführung des neuen Zahlungsmittels und stellen das komplette System zur Verfügung ... Bitte eröffnen Sie für Ihr Kind ein Schüler-Girokonto bei der Haspa." Den Briefkopf des Anschreibens ziere das offizielle Logo der Grundschule direkt neben dem der Haspa. Unterschrieben sei der Brief an die Eltern, der NDR Info vorliege, von einem Mitarbeiter der Sparkasse und dem stellvertretenden Schulleiter.
Verbraucherschützern kritisieren diese Praxis. "Dass die Schule nicht das Gespür dafür hat, wie gefährlich das ist, dass Kinder hier richtig früh für das Bezahlen mit Karten angefixt werden, das wundert mich schon sehr, denn dort sollten doch eigentlich Pädagogen sitzen", sagt die Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH), Edda Castelló.
Schulleiterin Renate Fuhrmann sieht keinen Fehler in dem Brief an die Eltern. Die Haspa sei regelmäßiger Sponsor der Grundschule. Die Hamburger Schulbehörde sieht das anders. Sie ist aufgrund der Recherchen von NDR Info in der Sache bereits tätig geworden. Sprecherin Brigitte Köhnlein: "Das ist ganz eindeutig nicht zulässig, weil hier aufgefordert wird, ein Produkt zu kaufen. Die Schulaufsicht hat die Schule dazu aufgefordert, einen neuen Brief an die Eltern aufzusetzen, in dem sie ausdrücklich darauf hinweist, dass die Eltern selbstverständlich nicht gezwungen sind, ein Konto bei der Haspa zu eröffnen, sondern auch mit jeder anderen Geldkarte oder mit Bargeld bezahlen können."
Quelle: dapd , t-online.de
Matjes schrieb:
am 29. Dezember 2010 um 13:10:15
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Berufskriminelle
Nicht der erste Fall offenbar "organisierter Bankenkriminalität" bei der Haspa. Man denke an Lehmann-Papiere für dumme,
alte Kunden, heimliche Psychoprofile, Datenweitergabe an Externe. Die gute Vernetzung mit Hamburger Politik schützt wohl vor Staatsanwaltschaft, Bafin & Co. Widerwärtiges Gesocks.
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vater schrieb:
am 16. November 2010 um 09:36:19
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HASPA
mich würde mal interessieren wieviel Provision für den stellv. Schulleiter
dabei abfällt.
Ganz klarer Fall für den Staatsanwalt.
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Conny schrieb:
am 16. November 2010 um 09:31:22
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Keine Aufregung
Als gebildeter Bürger versteht man einen solchen Brief als Angebot, nicht als Pflicht. Es sollte jedem klar sein, dass man
nicht gezwungen ist, das Konto bei der Haspa zu eröfnnen, sondern egal wo. Wer seinen Kindern kein Schüler-Girokonto eröffnen will, der läßt es halt und zahlt vom Elternkonto. Meine Kinder haben auch ein Schüler-Konto (bei einer anderen Sparkasse), eine Kreditkarte, Dispo und solches Zeugs gibt es bei Schüler-Konten gar nicht!
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