29.12.2011, 17:59 Uhr | dpa-AFX
Die Betrügereien des früheren Vermögensverwalters Bernard L. Madoff sorgen auch drei Jahre nach der Aufdeckung noch für Streit. Zwei Hedge Fonds haben deshalb nun die Deutsche Bank verklagt. Sie werfen dem Institut vor, Entschädigungsansprüche nicht wie vereinbart übernehmen zu wollen.
Die Deutsche Bank habe sich im August bereit erklärt, Forderungen der Fonds gegen die frühere Investmentgesellschaft Madoffs im Wert von mehr als 1,6 Milliarden US-Dollar zu kaufen, heißt es in der in New York eingereichten Anklage. Dafür wurde ein Kaufpreis von rund einer Milliarde Dollar vereinbart, wie das "Wall Street Journal" unter Berufung das Auftragsschreiben berichtet.
Nun werfen die Anwälte der Fonds der Deutschen Bank vor, den Betrag nicht überweisen zu wollen, weil das Institut den Preis inzwischen für zu hoch halte. Hintergrund ist, dass sich der Madoff-Treuhänder Irving Picard zuletzt beim Eintreiben der Forderungen schwer tat und mehrere juristische Niederlagen hinnehmen musste. Die Folge ist, dass die Madoff-Gläubiger nach aktuellen Markteinschätzungen nur noch rund 60 Prozent ihres erlittenen Schadens zurückbekommen werden - vor einem halben Jahren wurde noch mit 75 Prozent gerechnet.
Vor Gericht wollen die Fonds nun erreichen, dass das Auftragsschreiben über den Verkauf der Forderungen als bindender Vertrag eingestuft wird. Für die Deutsche Bank stellt das Papier dagegen eher einen Verhandlungsstand als den Abschluss des Geschäfts dar. "Die Deutsche Bank wird die Forderung kaufen, sofern sich beide Parteien auf eine für beide Seiten akzeptable Dokumentation einigen können", erklärte die Deutsche Bank in einer Stellungnahme. Das Institut fordert etwa mehr Sicherheiten.
Der Kingate Global Fund und der Kingate Euro Fund von den Britischen Jungferninseln hatten praktisch ihr gesamtes Geld in die Madoff-Gesellschaft gesteckt und befinden sich nun ihrerseits in der Liquidation. Das Betrugssystem von Bernard Madoff war vor drei Jahren aufgeflogen. Er ist inzwischen zu einer Haftstrafe von 150 Jahren verurteilt. Madoff hatte das größte Schnellballsystem in der US-Geschichte betrieben, in dem er vermeintlichen Traumgewinne seiner Anleger mit dem Geld frischer Investoren bezahlte.
Quelle: dpa-AFX , t-online.de
gun schrieb:
am 23. Dezember 2011 um 16:08:18
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Hedge Fonds
wenn es viel zu fressen gibt vertragen sich die Wölfe. Gibt es wenig, verbeißen sie sich heftig. Alle in einen Sack und immer
feste mit dem Knüppel. Du triffst immer den Richtigen!
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Tatsache ist schrieb:
am 22. Dezember 2011 um 16:00:53
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Betrüger
wo gibts denn sowas? Da sind also nun Betrüger (Hedge Fonds) einem Betrüger (Madoff) aus unbeschreiblicher Gier aufgesessen und
nun versuchen die Reingelegten, ihren Spekulationsverlust zu Lasten der Deutsche Bank einzuklagen und tragen dürfens letztendlich die Deutsche Bank Kunden!!! Vielen Dank ihr Hedge Fonds, aber bleibt in den USA, nach Deutschland gehört ihr keinesfalls!!
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Meier3 schrieb:
am 22. Dezember 2011 um 13:23:54
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immer wieder für Schlagzeilen gut
was mich am meisten stört, "DEUTSCHE"bank. Möglicherweise mögen das manche Deutschen nicht. Ich
schlage vor über eine Namensänderung nachzudenken: Brokerage&Investment Group = BIG. Der Name hätte doch was, oder nicht?
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