18.10.2010, 11:08 Uhr | bv mit AFP
Lieber frieren? Die Deutschen sparen beim Heizen und dem Strom (Foto: imago) (Quelle: imago)
Die privaten Haushalte in Deutschland verbrauchen weniger Energie. Bereinigt um Temperaturschwankungen reduzierte sich der Verbrauch von Haushaltsenergie zwischen 2005 und 2009 um insgesamt 6,7 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Am stärksten war demnach der Rückgang bei Mineralölen, der sich seit 2005 um knapp ein Viertel verringert habe. Der Verbrauch von Erdgas sei um 3,6 Prozent zurückgegangen.
Die Haushalte verbrauchten zuletzt aber auch weniger Strom, wie die Statistik zeigte. 2008 war der Stromverbrauch zum ersten Mal in der Nachkriegsgeschichte gegenüber dem Vorjahr gesunken. Dies habe sich 2009 fortgesetzt. Im vergangenen Jahr lag der Stromverbrauch um zwei Prozent niedriger als 2005. Kräftig gestiegen ist allerdings der Verbrauch bei den sonstigen Energieträgern wie etwa Brennholz und Holzpellets. Hier verzeichneten die Statistiker ein Plus von 15,8 Prozent.
Das Heizen der Wohnung verbraucht in einem Haushalt die meiste Energie, nämlich 71 Prozent. Gleichzeitig sank der Verbrauch gerade in diesem Segment aber auch am stärksten. 2009 habe der Heizenergie-Verbrauch knapp 10 Prozent unter dem Niveau von 2005 und sogar mehr als 20 Prozent niedriger als 2000 gelegen. Der Rückgang im Vergleich zu 2005 kam demnach trotz einer gestiegenen Zahl von Haushalten (plus 2,2 Prozent) und trotz eines Zuwachses an Wohnfläche (plus 2,5 Prozent) zustande. Diese verbrauchssteigernden Faktoren seien durch einen reduzierten Energieverbrauch je Quadratmeter Wohnfläche (minus neun Prozent) mehr als ausgeglichen worden.
Zu den Einsparungen bei der Heizenergie trugen laut Statistischem Bundesamt zwei Faktoren bei: Einerseits hätten sich Wärmedämmung und Heiztechnik verbessert. Andererseits sei der Rückgang aber aber auch Ergebnis von Einsparungen der Haushalte als Reaktion auf deutliche Preiserhöhungen für Heizenergie. Zwischen 2005 und 2008 stiegen demnach die Verbraucherpreise für Gas um 31,8 Prozent und für flüssige Brennstoffe wie Heizöl um 43,8 Prozent.
An zweiter Stelle nach dem Heizen steht das Warmwasser als weiterer großer Energieverbraucher im Haushalt. Danach folgen die Haushaltsgeräte (inkl. Kommunikation), der Verbrauch für Kochen, Trocknen und Bügeln und an letzter Stelle die Beleuchtung. Während es beim Warmwasser und der Beleuchtung zwischen 2005 und 2009 Einsparungen von 2,5 bzw. 6,9 Prozent gab, stieg der Verbrauch fürs Kochen, Trocknen und Bügeln um 4,3, der für Haushaltsgeräte um sechs Prozent.
Quelle: AFP , t-online.de
Selbstdenkend schrieb:
am 21. Oktober 2010 um 09:17:52
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Grundversorgung gehört nicht an die Börse
Bald werden bdie Preise so anziehen dass zum Beispiel 20% der Menschen in Deutschland
verhungern.
Dann wären wieder weniger Arbeitslose und Rentner.
Was spricht denn eigentlich dagegen? Das passt doch schon bald in das System.
Die Ordnungskräfte zeigen wie sie Demonstrationen zusammenschlagen und wegen Notwehr brauchen wir hier
auch keinen Schießbefehl. Den Regierungen ist wohl schon alles zuzutrauen.
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freier Journalist schrieb:
am 20. Oktober 2010 um 13:22:05
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Strom...
ich frage mich immer wieder , warum muss und darf der Strompreis über die Leipziger Strombörse gehandelt werden ?
Somit wird der
Verbraucherpreis künstlich nach oben getrieben und die Gewinne der Energiekonzerne wachsen ins Unermessliche. Doch so ist es halt in unserem Land aber warum ? Wäre auch mal eine Demo wert oder ?
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M schrieb:
am 20. Oktober 2010 um 13:20:03
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tja
dann wirds demnächst wieder teuer, weil die Stromkonzerne nicht genug Strom verkaufen und damit ihre Fixkosten nicht mehr dcken. Dann
können sie unter der Angabe, daß sie aus wirtschftlichkeitsgründen die Preise erhöhen müssen wieder fleißig an der Preisschraube drehen.
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