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Henkel meldet Gewinneinbruch

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Henkel blickt optimistisch nach vorne

25.02.2010, 13:44 Uhr | dpa-AFX

Henkel setzt sich hohe Ziele (Foto: ddp)Henkel setzt sich hohe Ziele (Foto: ddp)Der Konsumgüter-Hersteller Henkel blickt nach Einbrüchen im vergangenen Jahr optimistisch in die Zukunft. Unternehmenschef Kasper Rorsted setzt dabei auf Kostendisziplin und verspricht sich weitere Ersparnisse aus der Integration der zugekauften Klebermarken von National Starch. Mit dem Abschneiden Henkels im krisengebeutelten Jahr 2009 zeigte sich Rorsted zufrieden. Nach einem Umsatzeinbruch im ersten Quartal 2009 ging es für Henkel seitdem kontinuierlich bergauf. Die beiden reinen Verbrauchersparten Wasch- und Reinigungsmittel sowie Kosmetik und Körperpflege trotzten dem Konjunkturabschwung und hielten sich stabil. Das Klebergeschäft, welches zu Beginn der Krise stark unter dem Nachfrageeinbruch der Industriekunden gelitten hatte, konnte zunehmend an Fahrt gewinnen. Zudem erleichterte die bereits Mitte 2008 eingeleitete Kostenkur Henkel den Weg durch die Krise. Die Aktie zog nach den Zahlen zwischenzeitlich um über zwei Prozent an.

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Rezession trifft Henkel

2009 brach der Henkel-Gewinn wegen der weltweiten Konjunkturkrise ein. Der Überschuss halbierte sich von 1,2 Milliarden Euro auf 628 Millionen Euro. Als Dividende schlägt das Traditionsunternehmen für Vorzugsaktien 0,53 Euro, für Stammaktien 0,51 Euro vor. Der Umsatz sank von 14,1 auf 13,6 Milliarden Euro. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern ging von 1,46 auf 1,36 Milliarden Euro zurück.

Starkes Verbraucher-Geschäft im Ausland

Resistent gegen die Krise zeigte sich hingegen das Verbrauchergeschäft mit Wasch-/Reinigungsmittel und Kosmetik/Körperpflege. Sie kamen auf eine Umsatzrendite von 12,8 und 12,9 Prozent, während die Klebersparte nur 8,1 Prozent auswies. Wasch- und Reinigungsmittel trotzten der Krise dank starken Wachstums in Osteuropa und Afrika/Nahost. Das Asiengeschäft wurde allerdings beeinträchtigt durch den Rückzug aus China. Insgesamt erhöhte sich das bereinigte betriebliche Ergebnis dank Kostenkur und niedrigerer Rohstoffpreise von 450 auf 530 Millionen Euro.

Kosmetik in Europa und Übersee stark

Auch das Geschäft mit Kosmetik und Körperpflege blieb stabil dank der Wachstumsmärkte. Neben Osteuropa und Afrika/Nahost war auch das Geschäft in Lateinamerika sowie Asien/Pazifik positiv. Aber auch in Westeuropa war die Entwicklung trotz des widrigen Marktumfelds gut. Das bereinigte betriebliche Ergebnis stieg leicht auf 387 Millionen Euro. Wesentliche Wachstumstreiber waren die Bereiche Haarpflege und Colorationen, insbesondere die neue Marke Syoss.


Weniger Kleber wegen Autokrise

Die Klebersparte litt stark unter dem Nachfrageeinbruch von Kunden aus der Automobil- und der Elektronikindustrie in Europa und Nordamerika. Seitdem erholt sich die Sparte aber besser als erwartet. Insgesamt ging der Kleberumsatz um 7,1 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro zurück. Das bereinigte betriebliche Ergebnis fiel wegen der niedrigen Auslastung um ein Viertel auf 506 Millionen Euro.

Henkel verbreitet Optimismus

Das bereinigte Betriebsergebnis und der bereinigte Gewinn je Aktie sollen 2010 um mehr als zehn Prozent zulegen. Zuvor hatte er lediglich einen nicht näher bestimmten Anstieg in Aussicht gestellt. Die Klebersparte soll 2010 einen deutlichen operativen Gewinnschub erleben, die anderen Sparten Wasch- und Reinigungsmittel sowie Kosmetik und Körperpflege einen leichten Gewinnanstieg. Mit allen drei Sparten will Rorsted stärker wachsen als der Markt. Die leichte Erholung der Märkte schätzt er aber noch als fragil ein, ein anhaltender Aufschwung sei noch nicht absehbar. Der Markt beurteilte Henkels Prognose als konservativ. Einige Experten rechnen mit erheblich mehr Gewinn, verweisen aber auch darauf, dass sich Henkel traditionell zurückhaltende Ziele setzt, diese aber gemeinhin übertrifft. Sorgen bereiten Analysten die höher als erwartet ausgefallenen Einmalbelastungen im vierten Quartal.

Analysten eher unbeeindruckt

Die Commerzbank sah die Zahlen im Rahmen der bereits bekannten Eckdaten. Sie monierte aber, die organische Umsatzentwicklung bei den Klebstoffen bleibe hinter der des Konkurrenten Beiersdorf zurück. Equinet hat die Einstufung für Henkel nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 35,00 Euro belassen. Die endgültigen Kennziffern für 2009 hätten den vor rund einem Monat veröffentlichten Eckdaten entsprochen, schrieb Analystin Nadeshda Demidova. Der Ausblick für 2010 sei aber nach wie vor sehr vage. Bewertungstechnisch habe die Aktie des Konsumgüterherstellers zur Zeit kein Aufwärtspotenzial.


Quelle: dpa-AFX

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