Henkel meldet positive Zahlen (Foto: imago)Der Konsumgüterhersteller Henkel hat im zweiten Quartal wegen des schwachen Geschäftsverlaufs in der stark konjunktursensiblen Klebersparte einen Umsatzrückgang verzeichnet. Das Geschäft der Düsseldorfer nahm aber nach dem Tiefpunkt im ersten Quartal wieder etwas Fahrt auf - Henkel übertraf beim Ergebnis die Prognosen. Die Aktie zog zwischenzeitlich an die Spitze im DAX.
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Henkel meldet sinkende Erlöse
Der Umsatz sackte zwischen April und Juni im Vergleich zum Vorjahresquartal von 3,7 auf 3,5 Milliarden Euro ab. Der Rückgang ging auf das Konto der Klebersparte, die angesichts der Produktionsrückgänge in den Branchen Auto und Elektronik, wo viele Kleber verwendet werden, um 15 Prozent schrumpfte. Die beiden Sparten Wasch- und Reinigungsmittel und Kosmetik/Körperpflege konnten dagegen zulegen.
Operatives Ergebnis steigt aber
Der Gewinn vor Zinsen und Steuern kletterte indes von 113 auf 273 Millionen Euro. Hintergrund war der teure Konzernumbau: Dieser hatte im vergangenen Jahr die Bilanz verhagelt, durch den Wegfall dieser Kosten sah das aktuelle Ergebnis besser aus. Rechnet man diese Kosten heraus, sank der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) wegen des Gewinneinbruchs der Klebersparte von 372 auf 308 Millionen Euro. Unterm Strich erhöhte sich der Überschuss von 38 auf 143 Millionen Euro.
Experten beeindruckt
Analysten zeigten sich einhellig beeindruckt davon, wie sich Henkel in der Krise geschlagen hat. Besonders der Erfolg der Kostenkur zeige die Fähigkeit des Unternehmens, sich zu verschlanken. UniCredit beließ Henkel nach den Quartalszahlen mit einem Kursziel von 30,00 Euro auf "Buy". Die über den Erwartungen liegenden Ergebnisse bestätigten die Einschätzung, dass der Konsumgüterkonzern die Talsohle durchschritten habe, schrieb Analyst Christian Weiz. Auch nach den jüngsten Kursgewinnen erscheine der Titel keineswegs teuer.
Henkel verbreitet Zuversicht
Für die Zukunft gab sich Henkel optimistisch: "Auch im zweiten Quartal hat sich bei Henkel die anhaltend schwierige weltwirtschaftliche Lage bemerkbar gemacht. Dennoch sind alle Unternehmensbereiche wieder stärker gewachsen als die relevanten Märkte", sagte Vorstandschef Kasper Rorsted. Henkel bekräftigte seine vage Prognose, in diesem Jahr stärker zu wachsen als der Markt.