23.12.2011, 17:56 Uhr | dpa
Im Prozess um Steuerbetrug im Emissionshandel sind hohe Haftstrafen verhängt worden. Die sechs angeklagten Männer im Alter zwischen 27 und 66 Jahren hatten weitgehend gestanden, über einen schwunghaften Handel mit Luftverschmutzungsrechten über europäische Grenzen hinweg Umsatzsteuern in Höhe von mindestens 230 Millionen Euro hinterzogen zu haben. Der mutmaßliche Haupttäter aus Großbritannien erhielt am Mittwoch mit sieben Jahren und zehn Monaten Haft die längste Strafe. Ein Franzose, der als Strohmann Scheinfirmen gegründet hatte, bekam drei Jahre.
Die Geschäfte wurden über die Deutsche Bank abgewickelt, die in dem Verfahren aber nicht angeklagt war. Gegen sieben Beschäftigte des Instituts wird noch ermittelt. Das Institut musste sich im Prozess vorhalten lassen, den grenzüberschreitenden Zertifikate-Handel erst so richtig in Schwung gebracht zu haben. Entsprechende Konten und Hilfestellung seien ihm nahezu aufgedrängt worden, hatte einer der Angeklagten im Prozess ausgesagt.
Der Frankfurter Prozess mit seinen sechs Angeklagten ist nur die Spitze eines Eisbergs, die Ermittler rechnen mit weiteren Anklagen. Unter Federführung der hessischen Generalstaatsanwaltschaft hatten mehr als 1000 Ermittler Ende April 2010 in mehreren europäischen Ländern 230 Objekte durchsucht, darunter die Zentrale der Deutschen Bank. Die Großrazzia war am Vortag der Aktion von einem Unbekannten verraten worden, der nicht ermittelt werden konnte.
Der gesamte Steuerschaden wurde auf rund 850 Millionen Euro beziffert. Mehr als 100 Millionen Euro hat die Justiz aus den Vermögen der mutmaßlichen Täter gesichert. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft gibt es mehr als 170 Beschuldigte.
Die Deutsche Bank selbst geht von der Unschuld ihrer Mitarbeiter aus. "Die Deutsche Bank ist nicht direkt am Prozess beteiligt und hat deshalb keine Einsicht in die Verfahrensakten. Eine interne Untersuchung einer unabhängigen Rechtsanwaltskanzlei hat bisher keine Hinweise auf eine Verstrickung der Mitarbeiter der Bank ergeben", lautet bislang die offizielle Stellungnahme.
Quelle: dpa , t-online.de
Superdiesel schrieb:
am 21. Dezember 2011 um 15:28:23
(4)
(3)
Steuerhinterziehung
Hohe Haftstrafen für millionenschwere Steuerhinterziehungen,Niedrigstrafen für Kinderschänder?Das ist die Deutsche
Justiz.Wenn man dem Staat Geld "Klaut" wird man schwer bestraft,ansonsten kann man in Deutschland tun was man will.Das liegt bestimmt nicht im Sinne von- "IM NAMEN DES VOLKES" !!!!!!
mehr
Kommentar melden
bastl schrieb:
am 21. Dezember 2011 um 15:26:22
(6)
(2)
Steuerbetrüger
Nichts gegen die hohen Strafen aber vergleicht mal die Strafe des Inzessvaters mit knappen 3 Jahren.Was ist schlimmer den
Staat betrogen zu haben oder sein Kind Jahrelang mißbraucht zu haben?
Wer Vater einer Tochter ist weiß von was ich schreibe
mehr
Kommentar melden
Michel schrieb:
am 21. Dezember 2011 um 14:10:04
(22)
(0)
Deutsche Bank
Die Ackermänner dieser Welt sind schon aus gutem Grund in ihren Positionen. Sie wissen, wie man andere dazu verleitet Geld mit
unsauberen Methoden zu erwirtschaften ohne sich die Finger dreckig zu machen. Egal, ob geschlossene Fonds an Rentner verkauft werden, oder Hilfestellung zum unerlaubten Handel mit Emissionsrechten geleistet wird. Die Dummen sind immer die Anderen! Ich bin kein Freund von Regulierungen, aber hier muss der Staat Grenzen setzen und auch dem System Einhalt gebieten!
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Acht Flaschen 2007er San Martino plus Dekanter jetzt für nur 49,- € statt 78,10 €. von Hawesko
Testsieger-Patronen für Marken-
drucker im TÜV-geprüften Online-
Shop kaufen. mehr
24,6 cm Tablet-PC mit Android 4.0, 1 GHz Prozessor inkl. Ledertasche für nur 229,- €. bei euronics
Für einen klaren Durchblick: Lese-
brillen, Komplettbrillen u.v.m. zu top Preisen! bei optikplus.de
Neuer Besitzer blätterte mehr als 70 Millionen Euro hin. zum Video