Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Wirtschaft > Börse >

HP torpediert Wechsel von Ex-Chef zu Oracle

...

HP will Wechsel von Ex-Chef Hurd zu Oracle blockieren

08.09.2010, 14:16 Uhr | dpa-AFX

Gezerre zwischen Oracle und HP (Foto: dpa) (Quelle: dpa)Gezerre zwischen Oracle und HP (Foto: dpa) Hewlett Packard (HP) torpediert den Wechsel seines geschassten Chefs Mark Hurd zum Konkurrenten Oracle. Der weltgrößte Computerhersteller hat Hurd verklagt - um die Weitergabe von Firmengeheimnissen zu verhindern, wie es heißt. Oracle kritisierte das HP-Vorgehen als "rachsüchtig". Hurd habe Geheimhaltungserklärungen unterschrieben, ließ HP in einem Firmenblog wissen. "HP beabsichtigt, diese Vereinbarungen auch durchzusetzen."

Video - IFA
Nützliche Infos - Wirtschafts-Newsletter hält Sie auf dem Laufenden
Ranking - Die größten Unternehmen der USA nach Umsatz
Quiz - Kennen Sie die Welt der Technik?

Geld gegen Schweigen

Zuletzt hatte Hurd sich vor einem Monat vertraglich zur Verschwiegenheit verpflichtet, als er HP nach Vorwürfen falscher Spesenabrechnungen und der Liaison mit einer externen Mitarbeiterin verlassen musste. Im Gegenzug bekam er ein stattliches Abfindungspaket im Wert von bis zu 35 Millionen Dollar. Oracle-Chef Larry Ellison verurteilte das Vorgehen von HP. Der Verwaltungsrat von Hewlett-Packard missachte mit der "rachsüchtigen Klage" die Interessen seiner Aktionäre und Mitarbeiter. Oracle habe HP immer als einen wichtigen Partner betrachtet, nun sei eine weitere Zusammenarbeit aber unmöglich.

Oracle setzt nun auf Hardware

Die beiden Konzerne bekriegen sich bei Großrechnern, wie sie in Firmen oder für das Internet eingesetzt werden. Oracle, eigentlich der Erzrivale des deutschen Unternehmenssoftware-Herstellers SAP, hatte den Server-Spezialisten Sun übernommen und war damit auch ins Hardwaregeschäft eingestiegen. Oracle-Chef Larry Ellison machte keinen Hehl daraus, dass er Hurd gerade wegen dessen Erfahrung im Computergeschäft geholt hat.

Die Börse applaudiert dem neuen Manager

Die Oracle-Führung leitet maßgeblich das Tagesgeschäft, aus dem sich der 66-jährige Firmengründer Ellison weitgehend zurückgezogen hat. "Es gibt keine Führungskraft in der IT-Welt mit mehr einschlägiger Erfahrung als Mark", lobte Ellison. Die Börsianer sahen das genauso: Die Aktie sprang am Dienstag um mehr als sechs Prozent hoch.

Ein Ruf wie Donnerhall

Hurd gilt als einer der effizientesten Manager in der Technologiebranche. Der 53-Jährige hatte Hewlett-Packard durch Zukäufe im hochprofitablen Servicegeschäft massiv vergrößert und damit das Unternehmen fast schadlos durch die Wirtschaftskrise gesteuert. Seine gleichzeitige Berufung in den wichtigen Verwaltungsrat von Oracle befeuerte sogleich Spekulationen, Hurd könne eines Tages an die Spitze des IT-Giganten vorrücken und Ellison beerben.

Ellison nimmt kein Blatt vor den Mund

Die Klage, die HP vor einem Gericht im kalifornischen Santa Clara einreichte, hat auch eine persönliche Note: Ellison gilt als guter Freund von Hurd und hatte den Rauswurf des Managers öffentlich kritisiert. "Das war die dümmste Personalentscheidung, seitdem die Idioten im Apple-Verwaltungsrat vor vielen Jahren Steve Jobs gefeuert haben", schrieb der für seine Verbalattacken bekannte Ellison Anfang August in einer E-Mail an die "New York Times".

Vorwurf der sexuellen Belästigung

Hurd war über seine Beziehung zu der ehemaligen externen Mitarbeiterin Jodie Fisher gestolpert, die bei Kunden- und Mitarbeiterveranstaltungen auftrat. Er führte sie auf Firmenkosten zum Essen aus. Sie behauptete später, er habe sie sexuell belästigt. Diese Vorwürfe bestätigten sich allerdings nicht, man einigte sich auf einen Vergleich. Nachdem der Verwaltungsrat ihm falsche Spesenabrechnungen vorwarf, trat Hurd dennoch zurück. Die Geschichte kochte auch deshalb hoch, weil die Frau in den 90er Jahren in einer Reihe von Erotikfilmen mitgespielt hatte.


Quelle: dpa-AFX , t-online.de

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"HP torpediert Wechsel von Ex-Chef zu Oracle" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "HP torpediert Wechsel von Ex-Chef zu Oracle" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (0)

zum Forum

Thema: "HP torpediert Wechsel von Ex-Chef zu Oracle"

Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr
Anzeige

Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige