11.05.2010, 15:51 Uhr | FinanceScout24
Frauchen und Herrchen sollten ihren Hund haftpflichtversichern (Foto: Archiv)
Wenn sich Jogger, Mountainbiker, oder einfach nur Spaziergänger in diesen Tagen oft misstrauisch umschauen, dann könnte das daran liegen, dass sie sich die freie Natur mit dem einen oder anderen Hund teilen müssen. Die Sorge, gebissen zu werden, ist nicht ganz unberechtigt: Zwischen 30.000 und 50.000 Bissverletzungen von Hunden werden jedes Jahr in deutschen Arztpraxen behandelt, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) herausgefunden hat. Eine mutmaßlich hohe Dunkelziffer ist dabei noch gar nicht berücksichtigt, vermuten Experten.
Der Lieblingsspruch der Tierfreunde – "Der will doch nur spielen!" – scheint also keineswegs immer zuzutreffen. Wer gebissen wird, kann nur noch hoffen, dass die Wunde schnell wieder verheilt – und der Besitzer des Angreifers eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat. "Die Chancen hierfür stehen leider nur 50 zu 50", sagt Errit Schlossberger, Geschäftsführer von FinanceScout24. Nur für etwa jeden zweiten Hund in Deutschland haben die Besitzer eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Auch die jüngst in einigen Bundesländern eingeführte Versicherungspflicht habe keinen spürbaren Effekt gezeigt, heißt es beim GDV.
Schlossberger, der selbst einen temperamentvollen Hund hat, hält diese Sorglosigkeit für grob fahrlässig: "Es geht ja nicht nur um das Risiko von Bissverletzungen und daraus resultierende Schmerzensgeldforderungen oder andere Ansprüche des Geschädigten. Auch die Halter kleiner Hunde brauchen so eine Versicherung. Denn auch ein Dackel kann große Schäden verursachen, wenn er zum Beispiel plötzlich über die Straße läuft und dadurch einen kostspieligen Auffahrunfall verursacht."
Grundsätzlich gilt: Tierfreunde sind für jede Art von Schaden haftbar, den ihre Lieblinge verursachen, oder auch nur provozieren. Rennt ein Schäferhund auf ein Kleinkind zu, das erschrickt und unglücklich stürzt, wird es für einen Hundehalter ohne Police schnell teuer: "Die private Haftpflichtversicherung des Tierhalters greift hier nicht", warnt Schlossberger.
In einigen Bundesländern haben Hundehalter ohnehin keine Wahl mehr. Seit dem 1. Januar 2010 ist in Berlin und Hamburg eine Haftpflichtversicherung obligatorisch. In Sachsen-Anhalt gilt die Pflicht für alle nach dem Stichtag 1. März 2009 – und teilweise auch früher – geborenen Hunde. In den übrigen Bundesländern betrifft die Pflicht nur Kampfhunde und andere als gefährlich eingestufte Rassen. Ausnahmen sind lediglich Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen, wo eine Hundehalter-Police auch für Kampfhunde noch nicht obligatorisch ist.
"Wer eine Police für seinen Vierbeiner sucht, sollte darauf achten, dass der Tarif ein großes Spektrum an möglichen Schäden absichert, die ein Hund verursachen kann", empfiehlt Schlossberger. Hier gebe es erhebliche Unterschiede, vor allem im Hinblick auf den Einschluss und die Deckungssumme von bestimmten Risiken. Er rät Hundehaltern, unter anderem folgende Fragen vorab zu klären: Bezahlt die Versicherung auch dann, wenn gegen einen möglichen Leinenzwang verstoßen wurde? Wie sieht es aus, wenn ein Bekannter der Familie oder das Au-pair-Mädchen den Hund Gassi führt? Sind Welpen bis zu einem bestimmten Alter ohne Extrakosten mitversichert? Wer haftet bei ungewollter Trächtigkeit, zum Beispiel bei sehr teuren Rassehunden mit Stammbaum?
Unterschiedlich gehandhabt wird von den Versicherern auch der Einschluss von Mietsachschäden an Gebäuden, Wohnräumen und sonstigen privat genutzten Räumen. Schlossberger rät Verbrauchern deshalb, sich über die verschiedenen Angebote und ihren Leistungsumfang in Ruhe zu informieren: "Halter, deren bester Freund ein Faible für BriefträgerInnen hat, müssen nicht gleich verzweifeln. Unser Vergleichsrechner findet für jeden Hundehalter die passende Versicherung."
Quelle: FinanceScout 24
Deppendorfer schrieb:
am 12. Mai 2010 um 10:17:49
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Haftpflicht ? Hirnpflicht !
Das Recht jedes halbgaren Hundehüttenmitbewohners, neben jedem Paranoiaköter hausen zu dürfen, scheint im
deutschen Waldi- und Wauziparadies inzwischen über dem der körperlichen Unversehrheit jener zu stehen, die einfach nur spazieren gehen wollen. Besonders pervers, dass sogar Kinderkiller nicht sofort erschossen werden, weil irgendwelche Armer-Hundi-Tussis emotional neben der Badekappe schwimmen ! Kinder werden zerfleischt, aber die Hunde sind immer unschuldig ! Dann stoppt deren Halter !
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Klara schrieb:
am 12. Mai 2010 um 08:31:21
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Hundehaftpflicht
Bei uns im Ort sind zwei Obdachlose,die von Hartz4 leben und jeder von denen hat einen großen Hund,die auf Anfrage nicht
versichert sind. Den Haltern ist das egal,die haben eh kein Geld,wenn was passiert.
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Walter schrieb:
am 11. Mai 2010 um 16:13:30
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Hundehaftpflicht
Meine hunde sind immer angeleint und wenn denen eier zu nahe kommt ,hat er selber schuld. Das sind zwei ausgewachsene
Schäferhunde. Die sind zum Schutz da und nicht zum Streicheln.
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