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Hypo Real Estate: Alles noch viel schlimmer?

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Hypo Real Estate: Alles noch viel schlimmer?

23.02.2009, 10:54 Uhr | mfu

Neue Milliardenrisiken bei der Hypo Real Estate (Quelle: dpa) Neue Milliardenrisiken bei der Hypo Real Estate (Quelle: dpa)Beim angeschlagenen Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) sind laut einem Zeitungsbericht Geschäfte in Milliarden-Höhe getätigt worden, die nicht in der Bilanz auftauchen. Diese seien zum Teil hochspekulativ gewesen, berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung". Zusammen mit der offiziellen Bilanzsumme von etwa 400 Milliarden Euro ergebe sich eine Summe von knapp einer Billion Euro, die die Bank laufend mit neuen Krediten refinanzieren müsse. Die Bank wies den Bericht mittlerweile zurück.

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Hypo Real Estate steckt in "höllischen Verträgen"

"Vor einem Jahr hätte ich mir nicht vorstellen können, dass wir es mit einer solchen Dimension zu tun bekommen könnten", sagte der Bundestagsabgeordnete Jochen-Konrad Fromme (CDU), der dem parlamentarischen Kontrollgremium des Bankenrettungsfonds SoFFin angehört, der Zeitung. Wenn der Staat nicht umgehend in das Münchener Geldinstitut einsteige, könnten die Folgen für den internationalen Finanzmarkt schlimmer sein als beim Zusammenbruch der New Yorker Investmentbank Lehman Brothers. "Wir stecken in höllischen Verträgen", sagte Fromme.

HRE: Zins-Geschäfte dienen der Absicherung

Der Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate hat die Berichte über weitere Milliardenrisiken unterdessen zurückgewiesen. Dabei seien zinsbezogene Geschäfte des Unternehmens falsch interpretiert worden, teilte das Unternehmen in München mit. Diese hätten zwar ein Nominalvolumen von rund einer Billion Euro, damit sichere sich die Bank aber wie andere Marktteilnehmer auch gegen Kredit- und Marktrisiken ab. "Die Absicherung zielt auf die Vermeidung von Risiken ab, nicht auf das Eingehen zusätzlicher Risiken."

Enteignung durch "Rettungsübernahmegesetz"

Die HRE hat bereits 102 Milliarden Euro an Garantien und Kapital vom Staat und Privatbanken erhalten. Am Mittwoch hatte die Bundesregierung das umstrittene "Rettungsübernahmegesetz" auf den Weg gebracht, mit dem erstmals in der bundesdeutschen Geschichte Banken notfalls auch verstaatlicht und deren Eigentümer enteignet werden können. Zunächst will sich der Bund über Kapitalmaßnahmen die Mehrheit an der HRE sichern. Allerdings steht dem noch der US-Finanzinvestor J.C. Flowers im Weg, der knapp 25 Prozent an der Bank hält.

Flowers will 3 Euro pro HRE-Aktie

Flowers verlangt von der Bundesregierung im Falle des Ausstiegs eine Entschädigung, die sich an dem Aktienkurs orientieren soll, der in den zwei Wochen vor dem Aufkommen der Verstaatlichungsgerüchte am 8. Januar gegolten habe. "Hier sprechen wir über knapp drei Euro pro Aktie", sagte Christopher Flowers der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Er hatte bei seinem Einstieg 22,50 Euro für die HRE-Aktie bezahlt. Am Freitag steht der ehemalige DAX-Wert erneut stark unter Druck.

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Quelle: dpa-AFX , AFP , t-online.de

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