10.05.2011, 12:28 Uhr | dpa
Die Akropolis in Athen (Foto: imago) (Quelle: imago)
Die Diskussion über ein Verbleib Griechenlands in der Eurozone hört nicht auf. Nun hat der Chef des Münchener Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, sich für die Abschaffung des Euro in Griechenland ausgesprochen. "Der Austritt aus dem Euro wäre das kleinere Übel", sagte Sinn der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Wenn Griechenland aus dem Euro austräte, könnte es abwerten und wettbewerbsfähig werden. Aber es gäbe freilich sofort einen Bank-Run, und die Banken wären pleite." Diese müsste man dann mit Hilfe der EU neu aufstellen.
"Wenn Griechenland dagegen eine sogenannte interne Abwertung in dem nötigen Umfang von 20 bis 30 Prozent im Euroraum durch Kürzung von Löhnen und Preisen versuchte hinzukriegen, geriete es an den Rand des Bürgerkriegs", sagte Sinn weiter. "In diesem Fall gingen die Banken auch Pleite, weil die Firmen der Realwirtschaft Pleite gingen und ihre Bankkredite nicht zurück zahlen könnten." Sinn: "Kurzum, die Banken sind so oder so pleite. Doch bei einer internen Abwertung im Euroraum gibt es zudem noch ein Massensterben der Firmen der Realwirtschaft."
Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou hatte am Samstag Spekulationen über eine mögliche Abschaffung des Euro in seinem Land als "fast schon kriminell" bezeichnet. "Kein solches Szenario wurde jemals diskutiert, nicht einmal inoffiziell", sagte er. Sein hochverschuldetes Land solle in Ruhe gelassen werden, damit es den eingeschlagenen Spar- und Reformkurs zu Ende führen könne.
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Nach der Aufregung über ein informelles Treffen einiger Euro-Finanzminister in Luxemburg hat sich Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker bemüht, die Wogen zu glätten. Am Freitagabend hatte ein Bericht von "Spiegel Online", wonach Griechenland den Austritt aus der Gemeinschaftswährung erwägt, für einen Kurssturz des Euro und hektische Dementi seitens der Politik gesorgt.
"Wir haben nicht vor, dass die Eurozone ohne Grund explodiert", sagte Juncker der ARD nach dem Treffen. Man wolle kein Szenario eingehen, Griechenland aus der Eurozone auszuschließen oder austreten zu lassen. Dann würde die Diskussion um die Zukunft des Euro erst richtig wieder beginnen.
Es habe sich bei dem Treffen um eine informelle Bestandsaufnahme gehandelt, es sei weder um eine Umschuldung Griechenlands noch um einen Ausstieg des Landes aus der Eurozone gegangen, versicherten EU-Vertreter. "Das war kein Krisentreffen zu Griechenland", sagte auch der Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn, Amadeu Altafaj Tadio.
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Ein Jahr nach Beginn des EU-Rettungseinsatzes für das hochverschuldete Griechenland halten unterdessen nur 20 Prozent der Deutschen die Hilfen für richtig. Laut einer Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut GfK für die Zeitung "Welt am Sonntag" vornahm, halten dagegen 47 Prozent der Befragten die Unterstützung für falsch. 33 Prozent konnte sich zu der Frage nicht äußern. Mit den EU-Hilfszahlungen soll ein Staatsbankrott vermieden werden, der unabsehbare Folgen für die Gemeinschaftswährung hätte.
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Quelle: dpa
Hamas schrieb:
am 20. Mai 2011 um 10:13:28
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Hans-Werner Sinn
Die Ausführungen von Hans-Werner Sinn zur Schuldenkrise Griechenlands
bezeugen ein weiteres Mal die absolute Unfähigkeit
und Realitätsferne dieses Mannes.
Es ist mir und vielen anderen ein Rätsel wie Hans-Werner Sinn überhaupt sein
Studienziel erreichen konnte und die Promotion erlangt hat. Vielleicht sollte man mal seine Arbeiten überprüfen.
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vox populi schrieb:
am 16. Mai 2011 um 21:52:06
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Euro-Austritt
Der Chef des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, hat vollkommen recht. - Die unfähigen und kriminellen Regierungsberater sowie
die EU-Traumtänzer sollten erst einmal die Grundzüge der Volkswirtschaftslehre studieren und kapieren - bevor sie dem deutschen Steuerzahler das ehrlich verdiente Geld aus der Tasche stehlen.
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nick schrieb:
am 15. Mai 2011 um 17:37:00
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griechenland
Schreib Deinem Abgeordneten: Wir wählen keine €-Politiker mehr! Basta!
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