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ifo-Index klettert weiter - Markt reagiert verhalten
23.10.2009, 17:41 Uhr | dpa-AFX
Die Erwartungen an die Konjunktur bleiben positiv (Foto: ddp)Trotz des siebten Anstiegs des ifo-Geschäftsklimas in Folge zeigen sich Experten eher verhalten mit Blick auf die weitere Entwicklung der Konjunktur. Speziell im kommenden Jahr sei mit zumindest zwischenzeitlichen Rückschlägen in der Wirtschaftsentwicklung zu rechnen, hieß es von mehreren Bankvolkswirten. Für die konjunkturelle Entwicklung im zweiten Halbjahr 2009 sei der Anstieg indes ein gutes Zeichen.
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ifo-Index verfehlt Markterwartung
Das ifo-Geschäftsklima - wichtigster Frühindikator für die deutsche Konjunktur - hat sich im Oktober von 91,3 Punkten im Vormonat auf 91,9 Punkte verbessert, wie das Münchner ifo-Institut am Freitag mitteilte. Die Markterwartungen wurden nur geringfügig verfehlt. Von dpa-AFX befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 92,0 Punkte gerechnet. Sowohl die Erwartungshaltung als auch die Lagebeurteilung hellten sich auf.
Einzelhandel schätzt Lage schlechter ein als andere
"Die Erholung setzt sich zögerlich fort", kommentierte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn den abermaligen Anstieg des wichtigen Konjunkturbarometers. Während sich die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe und im Großhandel verbesserte, verschlechterte sich das Klima im Einzelhandel. Die Stimmung im Bauhauptgewerbe stagnierte. Das ifo-Geschäftsklima ist der wichtigste Stimmungsindikator für die deutsche Wirtschaft und basiert auf einer Umfrage bei rund 7000 Unternehmen.
Indizes aus dem Euroraum: Zeichen auf Erholung
Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) und die DekaBank sprachen von einem ermutigenden und erfreulichen Zeichen. Auch die veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes aus dem Euroraum untermauerten eine anhaltende Konjunkturerholung. Gleichwohl stimmte der nur leichte Anstieg der ifo-Lagekomponente die Experten skeptisch. Mit Blick auf das Jahr 2010 sei Zurückhaltung angesagt, kommentierte die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).
Analysten erwarten Rückschläge
"Die Wachstumsperspektiven hellen sich nur langsam auf, und in den kommenden Monaten muss auch wieder mit Rückschlägen im realwirtschaftlichen Bereich gerechnet werden", so die LBBW. Auch die Commerzbank gab sich zurückhaltend: Beim ifo-Geschäftsklima sei die Zeit der positiven Überraschungen wohl vorbei, schreibt Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer in einer Studie. Der Indikator haben schon den zweiten Monat in Folge nicht mehr positiv überrascht.
Aktien reagieren kaum auf Daten
Auch die Finanzmärkte reagierten eher mit Enttäuschung auf die Daten. So gab der Euro leicht nach, erholte sich im weiteren Verlauf aber wieder. Die deutschen Anleihen reduzierten zuvor erlittene Verluste spürbar. Lediglich der deutsche Aktienmarkt reagierte kaum auf die Daten.
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Quelle: t-online.de
, dpa-AFX