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ifo-Geschäftsklimaindex übertrifft die Erwartungen

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ifo-Geschäftsklima hellt sich weiter auf

24.11.2009, 17:57 Uhr | dpa, AP

Morgenstimmung bei der Konjunktur (Quelle: imago) Optimismus für die Wirtschaft (Quelle: imago) Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im November zum achten Mal in Folge aufgehellt. Der ifo Geschäftsklima-Index stieg auf 93,9 Punkte und übertraf damit die Erwartungen. Besser noch: Der ifo-Index hat wieder das Niveau von August 2008 erreicht - vor der Lehman-Pleite. Zuvor befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg des ifo-Geschäftsklimas von 91,9 Punkten im Vormonat auf 92,7 Punkte gerechnet. Auch die Einschätzung der aktuellen Konjunktur-Lage und die Geschäftserwartungen verbesserten sich.

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Aktienmarkt reagiert mit leichten Kurszuwächsen

"Die deutsche Wirtschaft arbeitet sich weiter aus der Krise", kommentierte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn den abermaligen Anstieg des wichtigen Konjunkturbarometers. Während sich das Klima im Verarbeitenden Gewerbe und im Großhandel aufhellte, trübte es sich im Bausektor und bei den Dienstleistern ein. Der deutsche Aktienmarkt konnte seine Verluste nach Veröffentlichung der Konjunkturzahlen eindämmen. Der DAX hangelte sich sogar leicht ins Plus und notierte zeitweise über 5800 Punkten.



Deutliche Erholungstendenzen

"Die positiven und die negativen Erwartungen halten sich nun die Waage", erklärte ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Die 7000 befragten Unternehmen beurteilten sowohl ihre Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate als auch ihre derzeitige Lage besser als im Vormonat. "Wir sehen doch deutliche Erholungstendenzen", erklärte ifo-Experte Klaus Abberger. Vor allem die Industrie sei einen guten Schritt vorwärtsgekommen. Auch im Einzel- und Großhandel verbesserte sich die Stimmung. Nur im Baugewerbe blicken die Firmen etwas skeptischer auf die kommenden Monate. Auch dort sei aber kein Einbruch zu sehen, meinte der ifo-Experte.

"Kräftezehrender und beschwerlicher Aufstieg"

Der Teilindex zu den Erwartungen der Firmen kletterte mit dem elften Anstieg in Folge auf 98,9 Punkte und damit sogar auf den höchsten Wert seit fast zwei Jahren. Die Bewertung der aktuellen Lage folgte diesem Aufwärtstrend. Der entsprechende Teilindex stieg zum fünften Mal in Folge auf 89,1 Punkte. "In der Summe zeigen die Daten ganz klar, dass die deutsche Wirtschaft ihre Talsohle durchschritten hat und sich nun am Anfang eines allerdings kräftezehrenden und beschwerlichen Aufstiegs befindet", erklärte NordLB-Analyst Mario Gruppe.

Weniger Stellenstreichungen als zunächst geplant

In der Industrie hellte sich das Geschäftsklima laut ifo deutlich auf. Zwar wollten die Firmen Jobs abbauen, sie planen demnach aber weniger Stellenstreichungen als bislang. Ihre Geschäftsperspektiven für die kommenden Monate schätzten sie erneut positiver ein und sehen bessere Exportchancen. Selbst der starke Euro könne den Nachholeffekt nicht bremsen, meinte Abberger.


Rezession überwunden

Am Vormittag wurde noch eine weitere Konjunkturzahl veröffentlicht. Demnach hat die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal das stärkste Wachstum seit anderthalb Jahren hingelegt und die Rezession damit endgültig überwunden. Für Schwung sorgten Investitionen der Unternehmen und Exporte, der private Verbrauch sank dagegen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Es bestätigte damit die vorläufigen Zahlen von Mitte November: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Der leichte Aufwärtstrend von plus 0,4 Prozent aus dem zweiten Vierteljahr scheine sich somit fortzusetzen, erklärte die Behörde.

Importe bremsen ein wenig

Gestützt wurde die Entwicklung laut Bundesamt von den Investitionen: In Bauten sei um 1,5 Prozent mehr investiert worden als im Vorquartal, in Ausrüstungen um 0,8 Prozent. Positive Impulse seien zudem von den Warenexporten gekommen, die um 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gestiegen seien. Allerdings seien gleichzeitig auch die Warenimporte wieder gestiegen, und das mit 6,5 Prozent stärker als die Ausfuhren, erklärte die Behörde. Der daraus resultierende Außenbeitrag habe das Wirtschaftswachstum gebremst. Durch den gleichzeitigen Aufbau von Lagerbeständen sei dieser Effekt jedoch mehr als kompensiert worden.


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Quelle: dapd , dpa , t-online.de

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